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Übersicht | 2014

Adventsgottesdienst am 18.12.2014

Ein kleines bisschen Glück: Gibt es das auch für mich? Diese Frage spielte eine zentrale Rolle im Adventsgottesdienst unserer Schule, den Schüler im Religionsunterricht vorbereitet hatten. Ein Lied der Band Silbermond lieferte das Motto für den besinnlichen Abend in der Markuskirche, den mehrere Schülergruppen und Solisten musikalisch einrahmten.

„Wann reißt der Himmel auf, um ein kleines bisschen Glück zu bringen?“ fragt Silbermond in dem Song „Himmel auf“, den der Musical-Chor unter der Leitung von Thomas Schachschal gefühlvoll intonierte.  Schüler des 8. Jahrgangs befragten Gottesdienstbesucher mit dem Mikrofon in der Hand nach ihrem eigenen Verständnis des Begriffs „Glück“. „Zeit mit der Familie“ und „weniger Stress“ wurden hier ebenso genannt wie die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches.

In einer Spielszene verdeutlichten Schüler des Jahrgangs Q1, welche Probleme sich zwischen die Menschen und das Glück stellen können. Dabei wurde vor allem die Suchtkrankheit genannt, die auch im Liedtext von Silbermond thematisiert wird: Der Schuss in die Vene lenkt die Drogenabhängige nur für kurze Zeit von der Kälte Berlins ab.

Schulpastorin Rita Klindworth-Budny erinnerte in ihrer Predigt an die glückbringende Botschaft der Geburt Jesu. Dabei warf sie die Frage auf, welche Bedeutung Jesus für uns heute hat.

Die Bläserklassen 7e und 8f, die Blechbläser der Bigband, eine Streichergruppe sowie Miriam Schroer (Flöte) und Fabian Bloch (Klarinette) sorgten dafür, dass sich Eltern, Lehrer, Mitschüler und Mitglieder der Markuskirchengemeinde mit einem herzlichen Applaus für die Einstimmung auf Weihnachten bedankten.

Artikelfoto: Ane Holmer leitet die Blechbläser der Bigband.

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Die Bläserklasse 7e unter der Leitung von Sabine Reich begrüßt die Gottesdienstbesucher.

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Die Streichergruppe unter der Leitung von Kristina Ruschitschka.

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Was bedeutet „Glück“ für dich?

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Der Musical-Chor unter der Leitung von Thomas Schachschal.

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Schulpastorin Rita Klindworth-Budny hält ihre Predigt.

Spendenübergabe an das Antikriegshaus

Das Antikriegshaus bedankte sich am 18.12. bei den Schülern der ehemaligen Klasse 10b für eine Spende von 138 €, die im Rahmen des Projektes gegen Rechtsextremismus „Sag NEIN – denn Nazis Existieren Immer Noch“ eingenommen wurde. Die heutigen Q1-Schüler erarbeiteten eine Ausstellung und einen Film (http://www.gym-lehrte.de/2014/07/10b-zeigt-ausstellung-und-film-uber-rechtsextremismus/#lightbox/0/)  Zum Besuch der Ausstellung wurden Bändchen gestaltet und verkauft. Die Stadtwerke Lehrte stockten den Erlös noch um 500,00 € auf. Das Projekt wurde von Politiklehrer André Bien und von Maik Bischoff als Mitarbeiter des Antikriegshauses begleitet.

Artikelfoto (hintere Reihe, von links): Politiklehrer André Bien, Nils Michelsen, Berndt Waltje vom Vorstand des Antikriegshauses, Daniel Klöckner und Till Gnörich; (vordere Reihe) Antikriegshausmitarbeiter Maik Bischoff, Linda Gudwitz, Anna-Lena Wilkending und Björn Rust von den Stadtwerken Lehrte.

 

10d besichtigte den Hauptsitz der Mediengruppe Madsack in Hannover

Am 04.12.2014 unternahmen wir, die Klasse 10D, einen Ausflug mit unserem Politiklehrer Herrn Dr. Grobmann zum Medienunternehmen Madsack. Dort führten uns zwei Madsack-Betreuer durch das Unternehmen und informierten uns über Historisches und Aktuelles rund um die bekannte hannoversche Tageszeitung.

Am Anfang wurde uns ein Kurzfilm gezeigt, um zu veranschaulichen, wie groß das Unternehmen ist. Schließlich sorgen nicht nur 100 Redakteure dafür, dass die Hannoversche Allgemeinen Zeitung täglich erscheint, sondern es werden auch 18 weitere Tageszeitungen herausgegeben, wie zum Beispiel die Neue Presse. Insgesamt kommt man auf eine Million Zeitungsartikel in regionalen Zeitungen. Außerdem besitzt der Madsack Verlag noch die Citypost als eigenes Zustellerunternehmen und er erstellt Fernsehproduktionen und Internetseiten. Das Unternehmen ist für meinungsstarke Berichte und ihr jungdynamisches Publikum bekannt.

Als wir über die wichtigsten Fakten informiert waren, führte man uns zu den Druckermaschinen. Wir mussten uns Kopfhörer aufsetzen, denn in diesem Abschnitt wurde es sehr laut, da gerade Beilagen gedruckt wurden. Die einzelnen Druckermaschinen sind nach Farben aufgeteilt, wobei zuerst gelb und als letztes die Farbe Schwarz auf das Zeitungspapier gedruckt wird. Seit 1975 hat die HAZ auch einen Druckauftrag für die BILD-Zeitung.

Als wir nach einiger Zeit im Papierlager ankamen, war es sehr interessant zu sehen, dass die Massen an Papierrollen, die sich insgesamt zu einer Länge von 18 – 22 Kilometern summieren, einzig und allein für eine Woche reichen. Es ist gut zu wissen, dass das Unternehmen größtenteils Recyclingpapier verwendet. Im Vergleich wiegt eine Rolle übrigens so viel wie ein VW Golf.

Wir durften live vergleichen, wie sich eine Zeitung verändert. Am Ende der Führung wurde uns noch einmal vor Augen geführt, wie die Zeitungen gefaltet werden. Zur Not muss auch mal ein Mitarbeiter von Hand eingreifen. Es werden ungefähr 600.000 HAZ-Zeitungsexemplare (12 Zeitungen in der Sekunde) gedruckt. Zum Abschluss der Führung hat jeder noch eine Zeitung geschenkt bekommen. Der Tag hat sich gelohnt! (Tabea Dammann)

Fremdsprachenassistentin für den Französischunterricht

Wir begrüßen an unserer Schule Emilie Dugast, die bis Ende Mai als Fremdsprachenassistentin den Französischunterricht in allen Jahrgangsstufen bereichern und die Französischkollegen bei ihren Aktivitäten unterstützen wird. Wir freuen uns, dass Emilie Dugast beispielsweise die DELF-AG mit begleitet und durch ihre unterrichtlichen Angebote das Savoir-vivre Frankreichs, die besondere französische Lebensart und Kultur näher bringen kann. Wir wünschen ihr für ihren Aufenthalt in Deutschland und ihren Unterrichtseinsatz am Gymnasium Lehrte alles Gute. (Susanne Hilmer-Anke)

Nikolaus-Aktion der Schülervertretung

Am 8.12.2014 verteilte die SV insgesamt 1300 Schokoladen-Weihnachtsmänner. Schülerinnen und Schüler hatten vorher die Gelegenheit, eine Karte zu kaufen und auszufüllen, die den Nikolaus-Gruß begleitete. Die Schülervertretung musste eine Sonntagsschicht einlegen, um die Auslieferung vorzubereiten. In der 3. Stunde konnten die begehrten Geschenke von den Klassensprechern abgeholt und verteilt werden.

Artikelfoto (von links): Lara Thomas, Jonas Wilkening und Marie Pinkert.

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen

Am 5.12.2014 fand erneut der Vorlesewettbewerb des 6. Jahrgangs statt. Schülerinnen aus Schüler mussten in ihrer eigenen Klasse eine Vorauswahl durchlaufen, um sich für den Wettbewerb zu qualifizieren. Dort durften sie zunächst einen selbst gewählten Text vortragen. „Die Ergebnisse lagen alle ziemlich dicht beieinander, da sich alle Sechstklässler gut vorbereitet hatten“,  sagt Christina Schulze, die den Vormittag organisiert hatte. Die Entscheidung fiel erst in der 2. Runde, als eine unbekannte Textpassage vorgelesen wurde. Die Jury aus Schülern, Elternvertretern, Lehrern und einer Buchhändlerin entschieden sich schließlich für Manuel Wurst aus der 6f (1. Preis), Amelie Wolfgram aus der 6c (2. Preis) und Helin Ates aus der 6b (3. Preis).

Artikelfoto (von links): Manuel, Helin und Amelie.

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Französische Gastschüler waren zu Besuch in Lehrte

28 Schülerinnen und Schüler aus Rouen waren vom 27.11. bis 5.12.2914 zu Gast in Lehrte. Neben Besuchen im Unterricht führten die Gäste eine umfangreiche Rallye in Hannover durch. Am 2.12. waren sie im Rathaus der Stadt Lehrte eingeladen, wo sie vom Ersten Stadtrat Uwe Bee empfangen wurden.

Adventskonzert 2014: Debüt der Streicher und ein jazziges „Stille Nacht“

Auf der einen Seite ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum, auf der anderen ein schwarzer Flügel. Und dazwischen herrscht viel Kommen und Gehen. Auf der Bühne im Kurt-Hirschfeld Forum ist am Donnerstagabend wieder einmal richtig viel losgewesen. Da huschten noch schnell ein paar mit Weihnachtsmützen behütete Akteure zu ihrer Gruppe, dort wurden noch ein paar Mitspieler verzweifelt gesucht. Am Ende aber waren die Bläserklassen, die Big Band, die Chöre, Instrumentalensembles und die Streicher-AG des Gymnasium Lehrte vereint und mit viel Spaß bei der Sache. Und sie kassierten viel Applaus für ihr Weihnachtskonzert. Zum Auftakt wurde das Publikum gleich musikalisch in die Pflicht genommen. Nach der Eröffnung durch die Big Band war gemeinsames Singen angesagt. Damit auch die Texte gut zu lesen seien, werde das Licht extra angemacht, kündigte Anne Kristin Holmer an, Leiterin der Big Band und der Bläserklassen. Anschließend gab es allerlei Kostproben aus den Genres Klassik, Gospel, Traditional und Jazz zu hören. Ein gelungenes Debüt gab dabei die erst seit zwei Monaten bestehende Streicher AG unter der Leitung von Kristina Ruschitschka ab. Eine ganz besondere Variante zur vorweihnachtlichen Stimmung aber bot Fabian Bloch. Er spielte eine Jazz-Version von „Stille Nacht“ auf der Klarinette. (Susanne Hanke, Anzeiger für Lehrte, 6.12.2014)

Das erfolgreiche musikpädagogische Konzept der Bläserklassen am Gymnasium Lehrte in Kooperation mit der Musikschule Ostkreis Hannover ist seit vielen Jahren bekannt. Die raschen instrumentaltechnischen Fortschritte der jungen Musiker machen es möglich, dass sie auch außerhalb der Schule gerne gesehene Gäste sind, die immer wieder für gute Stimmung sorgen.Kaum sind die letzten Takte des traditionellen Adventskonzerts im Kurt-Hirschfeld-Forum am 4.12.2014 verklungen, steht schon der nächste musikalische Termin an.

So gehört es seit mehr als 20 Jahren zur Tradition am Gymnasium Lehrte, im Pflegeheim Rosemarie-Nieschlag-Haus in der Iltener Straße in der Adventszeit ein kleines einstündiges Konzert zu geben. Häufig sind dort Bläserklassen zu Gast, so auch in diesem Jahr am 9.12.2014. Schon wenige Tage später, am 12.12.2014 wird die Bläserklasse 8f den alljährlichen Lehrter Weihnachtsmarkt im Alten Dorf um 15.00 eröffnen, sowohl in als auch außerhalb der Marktkirche. Und schließlich sind die Bläserklassen ein wichtiger musikalischer Bestandteil des Adventsgottesdienstes, der wie in jedem Jahr von den Religionsgruppen des Gymnasiums Lehrte zum Jahresausklang am 18.12.2014 um 18.00 in der Markuskirche am Distelborn stattfindet. Nach dem Gottesdienst wird die Bläserklasse aufspielen zum anschließenden Umtrunk. Und dann geht es in die wirklich wohlverdienten Weihnachtsferien!

Französischer Vorlesewettbewerb für den 7. Jahrgang

Marie Langhanki, Sophie Schmitz, Leah Wildner und Isabell Deppe (Artikelfoto, von links)haben im Rahmen des Unterrichts im Seminarfach Q2 bei Herrn Filsinger einen Vorlesewettbewerb für die französischsprachigen Klassen des 7. Jahrgangs organsiert. Frau Mittelstädt hat die Schülerinnen bei der Vorbereitung des Wettbewerbs tatkräftig unterstützt. Aus den Klassen 7b,c,d und e, haben jeweils ein Schüler und eine Schülerin teilgenommen. Gewonnen hat Niklas Becker aus der 7d (Bild unten). 

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10c nahm an Workshops im Pavillon in Hannover teil

Am 20. November 2014 nahm die Klasse 10c zusammen mit ihrem Klassenlehrer Herrn Henke an der Veranstaltung „Bildungstage – Globales Lernen“ im Pavillon Hannover teil. Die Schülerinnen und Schülern erhielten in verschiedenen Workshops einen tieferen Einblick in Themen aus dem Politik- und Erdkundeunterricht – zuerst im Klassenverband, dann in wählbaren Kleingruppen. So leisteten wir im Klassen-Workshop unter der Leitung von Mansha Friedrich nicht nur kreative Arbeit,sondern beschäftigen uns auch mit der Herstellung und dem Handel von Wolle, die wir alle täglich nutzen. Fair Trade war hierbei ein sehr wichtiges Stichwort.

Weiter ging es nach einer kurzen Pause mit Workshops, die die Schülerinnen und Schüler nach eigenem Interesse wählen konnten. Mottos wie „Mach dich stark!“, „Kindheit und Jugend in Kenia, Tansania und Südafrika“, „Fair handeln – aber wie?“, „Ist alles wahr, was wir in der Schule lernen?“, „Flucht; Asyl und Migration“ oder Poetry Slam – jetzt spreche ich!“ waren angesagt.In der Mittagspause danach herrschte ein reger Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern, bevor mit einem Auftritt der Improkokken die Exkursion auch schon wieder zu Ende ging.Gemischt mit anderen Schulen begaben sich so die Schülerinnen und Schüler der 10c auf ganz verschiedene Wissensreisen, die besonders dazu aufforderten, bewusster im eigenen Umfeld zu interagieren. (Alina Sobczak,10c)

 

Erzeugnis des Workshops „Poetry Slam – jetzt spreche ich!“

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von Kira Schacht, Klasse 10c

Gedanken

Die Gedanken hören einfach nicht auf. Wieso kann man sie nicht stoppen? Doch je mehr man damit aufhören möchte, desto schwieriger wird es. Es ist ein Teufelskreis, dem man nur sehr schwer entkommen kann. Man verzweifelt und bleibt in einer anderen Welt hängen in der man versucht den Grund- den Auslöser für dieses Chaos zu finden. Man versucht es auf jedem Weg, der irgendwie sinnvoll erscheint.

Im Spiegel suche ich den Fehler. Nicht bei meinem Aussehen, sondern an meinem Charakter und Auftreten. Irgendwo muss es einen geben, der die Situation erklärt. Doch egal wie lange ich suche, der Teufelskreis lässt mich nicht los und lässt mich weiter in meinen Erinnerungen versinken.

Die Fotos spielen sich in meinem Kopf ab, unkontrolliert und unaufhaltbar. Zu gerne würde ich sie vernichten, um nicht mehr diese Leere und dieses Leid spüren zu müssen. Doch ist das der richtige Weg? Man sollte doch das Problem an der Wurzel packen. Aber wenn das Problem nicht auffindbar ist? Wenn es gar nicht bei einem selber liegt? Wie soll man etwas lösen, was ganz woanders liegt und schwer zu erreichen ist? Bin ich denn die einzige Person, die sieht, wie das Leben ist?

Kann es denn wirklich wahr sein, dass die Welt so unfair und unberechenbar ist und dass die Leute die Augen davor verschließen? Wie kann man so egoistisch sein und noch nicht mal einen Hauch von Schuldgefühlen zu haben?- viele rhetorische Fragen, die niemand beantworten kann und wahrscheinlich auch nicht will.

Jeder muss seinen eigenen Weg finden damit klarzukommen.

Mich kann nur die Musik retten, mir zeigen wie es weiter geht. Der Klang, die Worte- kraftgebend ohne persönlich da zu sein und irgendwie befreiend. Sie holt mich in eine andere Welt, in der alles schön ist. Nicht wie die Realität, sondern so, wie die Realität sein sollte.

Ohne Gedanken, die einen umbringen.

Gymnasium Lehrte goes Europa

Wettbewerbe, Partnerschaften im Internet und Kooperationen mit Schulen in Frankreich, Spanien und Italien: Das Lehrter Gymnasium mischt gleich bei mehreren europäischen Bildungsprojekten mit. Lehrer Klaus Perk hat etliche Bewerbungen auf den Weg gebracht und mit Schulleiterin Silke Brandes Fortbildungen und Vorbereitungstreffen besucht. Am größten und aufwendigsten ist das EU-Projekt „Invictus: Young Environmentalists“. Vom Lehrter Gymnasium nehmen daran 20 Neunt- und Zehntklässler teil. Sie kooperieren auf Englisch mit rund 160 Schülern aus Spanien, Italien und Frankreich. Thematisch geht es dabei um die Verknüpfung von ökologischer Nachhaltigkeit und Ökonomie. Die Schüler werden sich etwa über regenerative Energien in den jeweiligen Ländern austauschen, Daten sammeln und vergleichen. Am Ende steht ein gemeinsames Onlinespiel. „Schüler sollen sich dabei spielerisch mit komplexen Zusammenhängen von Ökologie und Ökonomie beschäftigen“, sagt Perk. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird von der EU mit 180?000 Euro gefördert. 39?000 Euro bekommt das Lehrter Gymnasium. Das Geld ist für Materialien und Reisekosten gedacht – denn es soll fünf internationale Arbeitstreffen geben. Für das erste reisen die Lehrter Gymnasiasten im April nach Frankreich. Im Frühjahr 2016 kommen Schüler der Partnerschulen nach Lehrte. Bei zwei kleineren EU-Projekten entstehen derweil Partnerschaften auf IT-Plattformen. 25 Lehrter Gymnasiasten der Jahrgänge acht bis zehn tauschen sich im Internet eine Woche lang mit 70 holländischen Schülern über Energie und Nachhaltigkeit aus. Für das Projekt „Sport In Your Life“ informieren sich 60 Sechstklässler des Lehrter Gymnasiums und einer Schule in Canterbury auf Englisch gegenseitig über ihren sportlichen Alltag. Brandes ist der Austausch mit England sehr wichtig. „Unsere bestehende Partnerschaft ist wackelig, es gibt in England immer weniger Schüler, die Deutsch lernen wollen“, sagt Brandes. Über die EU-Projekte könne das Lehrter Gymnasium neue Kontakte knüpfen. „Und es kommen auch Fördergelder in die Schule“, betont Brandes. (Katja Eggers, Anzeiger für Lehrte, 29.11.2014)

Sie wollen in die EU-Politik
Zwei Schüler des Lehrter Gymnasiums engagieren sich derzeit besonders bei Europa-Projekten: Fine Kohn (17)und Daniel Müller (17) haben sich sowohl für das Europäische Jugendparlament als auch bei dem EU-Übersetzungswettbewerb „Juvenes Translatores“ beworben. Beide Schüler sind politisch interessiert und können sich vorstellen, später in die europäische Politik zu gehen. „Die Wettbewerbe sind eine tolle Gelegenheit, Erfahrungen auf europäischer Ebene zu sammeln“, sagt Daniel. Fine hat sich bereits für ein duales Studium beim Auswärtigen Amt beworben. Ihr Berufswunsch: Staatssekretärin. (Katja Eggers, Anzeiger für Lehrte, 29.11.2014)
Artikelfoto (Katja Eggers), von links: Fiene Kohn, Schulleiterin Silke Brandes, Daniel Müller, Klaus Perk.

Teilnahme am europäischen Übersetzungswettbewerb „Juvenes Translatores“

Es war 8 Uhr auf den Azoren, 10 Uhr in Lehrte und 11 Uhr in Tallinn, als gestern Morgen in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten der Übersetzungswettbewerb „Juvenes Translatores“ der Generaldirektion Übersetzung der Europäischen Kommisssion startete. Auch vom Gymnasium Lehrte gingen fünf Teilnehmer des Jahrgangs 1997 an den Start. Übersetzt werden musste ein eine Din A 4-Seite langer Text, wobei die Schüler/innen ihr Sprachenpaar aus allen EU-Sprachen frei wählen konnten. Bei uns kamen immerhin fünf verschiedene Sprachen zum Tragen: neben Englisch, Deutsch und Spanisch auch Polnisch und Rumänisch. Nachmittags wurden die Texte nach Brüssel übermittelt, wo sie nun zentral gelesen und bewertet werden. Anfang Februar werden die Sieger bekannt gegeben, alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde. Wir drücken unseren Fünf die Daumen!
(Mirja Kneser)

 

Dramaturgin des Schauspiel Hannover zu Gast im Kurt-Hirschfeld-Forum

Große Bühne im Kurt-Hirschfeld-Forum: Heute berichtete die Dramaturgin und Theaterpädagogin Kerstin Behrens über ihre Arbeit am Schauspiel Hannover. Schwerpunkt des Vortrags war das Konzept der Inszenierung „Im Westen nichts Neues“, das seit der Uraufführung im September große Beachtung gefunden hat. Drei Deutschkurse mit erhöhtem Niveau hörten interessiert zu.
Behrens hatte die dramaturgische Vorarbeit zu dem Theaterstück nach der gleichnamigen Romanvorlage von Erich Maria Remarque geleistet. Dabei blieb sie dicht an der Vorlage. „Remarques bildhafte Sprache sollte unbedingt erhalten bleiben“, betonte Behrens. Entscheidend sei das Ziel gewesen, eine junge Generation über ihre Erfahrungen berichten zu lassen, auch über nationale Grenzen hinweg. Die Figuren Bäumer, Krupp, Müller, Kemmerich und Katczinski sollten zu Prototypen aller Kriegsteilnehmer werden.
Remarques Interesse galt nicht zuletzt dem Weg zurück aus den Grauen des Stellungskriegs. Die Zerstörung der Normalität und der Sinnhaftigkeit des zivilen Lebens nimmt entsprechend viel Raum in der Bühnenversion des Anti-Kriegs-Romans ein. „Was soll das noch, wenn man das alles erlebt hat“, fragte Behrens zurück, als nach der Idee hinter dem Bühnenbild gefragt wurde, das die Verwandlung eines bürgerlichen Salons in ein schlammiges Schlachtfeld zeigt.
Die Schüler des Jahrgangs Q1 hatten das Werk des Regisseurs Lars-Ole Walburg im Schauspielhaus gesehen. „Sie waren total begeistert. Daraus wuchs die Idee, Kerstin Behrens zu uns in die Schule einzuladen, um mehr über die Inszenierung und die Arbeit einer Dramaturgin zu erfahren“, sagte Deutschlehrer Dr. Ralph Grobmann, der den Kontakt zum Schauspiel Hannover herstellte.

Zwei Lehrer sind für den Deutschen Lehrerpreis „Unterricht innovativ“ nominiert

Nikolaus Meuer und Thomas Schachschal vom Lehrter Gymnasium sind für den diesjährigen Deutschen Lehrerpreis in der Kategorie „Unterricht innovativ“ nominiert. Sie haben sich bei dem Wettbewerb mit einem gemeinsamen Unterrichtsprojekt beworben. Im vergangenen Schuljahr hatten sie mit rund 250 Schülern ein so genanntes Lipdub- Video gedreht. Dabei handelt es sich um einen Film, der in einem einzigen Durchlauf ohne jeglichen Schnitt aufgenommen wird. Typisch Lipdub ist zudem, dass die Darsteller ihre Lippen ähnlich wie beim Playback passend zum Text des Musikstücks bewegen, so als würden sie den Text selbst singen. Dass die beiden Lehrer mit ihrem Projekt nun unter die Top 15 gekommen sind, freut auch Schulleiterin Silke Brandes. „Allein die Nominierung ist schon absolut super“, sagt Brandes anerkennend. Immerhin hätten bei dem Wettbewerb bundesweit rund 90 Lehrer innovative, fächerübergreifende Unterrichtsprojekte mit Modellcharakter eingereicht. Für Schachschal ist die Nominierung „eine tolle Würdigung der eigenen Arbeit“. Für das ungewöhnliche Lipdub-Video habe es in der Schule bereits viel Lob gegeben. Dieses jetzt auch von einer hochkarätigen Jury zu bekommen, sei eine ganz besondere Ehre, sagte Schachschal. Meuer freut sich zudem für die Schüler. „Die Nominierung ist auch Anerkennung dafür, dass die Jugendlichen ein so großes Projekt im Team und mit viel Eigenverantwortung durchgeführt haben“, sagte der Lehrer. Die Preisverleihung geht am 1. Dezember in Berlin über die Bühne. Der erste Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Urkunden haben Meuer und Schachschal aber schon jetzt erhalten. Das Lehrter Gymnasium darf sich zudem bereits mit dem Logo „Nominiert für den Deutschen Lehrerpreis 2014“ schmücken. (Katja Eggers, Anzeiger für Lehrte, 21.11.2014)

Photo (Katja Eggers): Nikolaus Meuer (rechts) und Thomas Schachschal präsentieren ihr Bewerbungsmaterial

Berlinfahrt des 10. Jahrgangs vom 12.-14.11.2014

Einmal erfahren, wie ein Gesetz gemacht wird – Politik ist Praxissache! Studienreisen müssen nicht fade, langweilig und uninteressant sein; sie sollten nicht mit verstaubtem Wissen überfrachtet werden. Vielmehr sollten sie eine gesunde Mischung aus erfahrbarer, unmittelbar erlebter Geschichte (vermittelt an exemplarischen, z. T. beklemmenden Einzelschicksalen) darstellen, garniert mit einem Besuch des Berliner Reichstags bei Nacht (‚Kuppelkucken‘ in das Lichtermeer der Großstadt) sowie einer Begehung der Prachtstrasse Unter den Linden vom Schloss zum Brandenburger Tor. Und darüber hinaus müsste noch genügend Freizeit bleiben, die pulsierende Metropole auf eigene Faust zu erkunden. Diese Erfahrungen machten 132 Schüler des Gymnasiums Lehrte während ihrer Studienreise nach Berlin vom 12.-14.11.2014, die von sechs Lehrkräften und der Schulleiterin Silke Brandes begleitet wurden.

Dank einer sorgfältigen Planung von den Lehrern Ralph Grobmann und Matthias Jäger fuhr der gesamte Jahrgang 10 des Gymnasiums Lehrte wie bereits in den vergangenen Jahren im Rahmen einer Geschichts- („DDR-Geschichte“) sowie Politologieeinheit (FDGO-BRD) nach Berlin.

Zum Programm gehörten zum einen eine hitzige Bundestagsdebatte im Reichstagsgebäude zu verfolgen, in ein Rollenspiel im Bundesrat zu schlüpfen als auch zum anderen den „Tränenpalast“ – (hier wird die deutsche Teilung exemplarisch an alltäglichen Einzelschicksalen verdeutlicht) – und das Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen zu besuchen, wo ehemalige politische Häftlinge von ihren beklemmenden, authentischen Erfahrungen mit der Machtzentrale des Unterdrückungsapparates der SED berichten.

Gleich am ersten Tag ihrer Studienreise erlebten die Schüler ein zuvor nicht vorhersehbares Highlight. Am Vormittag des 12.11. wurde von der Fraktion ‚die Linke‘ für den Nachmittag eine „aktuelle Stunde“ zum Thema: „Haltung der Bundesregierung zu den umstrittenen Steuermodellen in Luxemburg und der Rolle Jean-Claude Junkers-Abkommen“ festgesetzt. Aufmerksam verfolgten die Schüler diese spannende und informative Debatte. „Dürfen die Abgeordneten denn einfach in die Reden reinreden und dazwischenrufen?“, diese Frage, die sich aus der heftigen Diskussion für die Schülerin Nur- Elif Özkan (10d) ergab, wollte sie sodann von der Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth, die sich nach der Debatte – wie auch ihr Kollege  Dr. Matthias Miersch – den Fragen der Schüler zum aktuellen Tagesgeschehen bereitwillig stellte, beantwortet wissen.

Einen weiteren Höhepunkt stellte für fünfzig ausgewählte Schüler ein Besuch im Bundesrat dar, wo sie an einem Planspiel bzw. Rollenspiel für Schüler- und Jugendgruppen teilnahmen. Hier simulierten die Jungen und Mädchen eine Plenarsitzung des Bundesrates, indem sie in die Rollen von Politikern schlüpften und einen Gesetzentwurf im sogenannten „ersten Durchgang“ nachstellten. „Jeder soll sich wie ein echter Politiker fühlen und am Schluss eine eigene Rede verfassen“, den Gegner zu überzeugen. „Einmal erleben, wie ein Gesetz gemacht wird. Hautnah wird hier Politik unmittelbar und schülergerecht erfahrbar gemacht – Politik ist eben Praxissache!“, erläutert Grobmann.

Die Schüler waren gleich voll bei der Sache: „Das war nicht nur sehr interessant und lehrreich, es hat auch viel Spass gemacht in eine andere Rolle, in ein anderes Land zu schlüpfen; der Schulunterricht wird mal ganz anders vermittelt,“ bekundet Erik Lüde (10d).

Dass den Schülern auch Zeit blieb, die Stadt auf eigenen Fäusten zu erkunden (Ziele waren unter anderem: Siegessäule, Olympiastadion, Kudamm mit dem KDW, Potsdamer-Platz, Alexanderplatz… das kam besonders gut an, sodass am Freitagnachmittag eine gelungene Studienreise ihren Abschluss fand. „Solche Klassenfahrten sollten wir jedes Jahr machen“, lobte am Ende der Reise Schülerin Katarina Finke (10b).

(Dr. Ralph Grobmann)

 

 

 

Neu eingerichtete Sprachlernklasse hat sich eingewöhnt

Zu Beginn des neuen Schuljahrs wurde an unserer Schule eine Sprachlernklasse eingerichtet, in der insgesamt 16 Schülerinnen und Schüler die Chance erhalten, die Sprache ihres neuen Heimatlandes zu erlernen. Acht von ihnen mussten aus dem Bürgerkriegsland Syrien flüchten, die anderen stammen aus Südost- und Osteuropa.

Klassenlehrer Jonas Wunderlich zieht eine erste Bilanz nach sechs Wochen Unterricht: „Schüler und Lehrer begegnen sich zum ersten Mal, niemand weiß weder etwas über das bisherige Leben und die Kultur der anderen im Klassenraum, noch versteht er oder sie deren Muttersprache. Das ist die größte Hürde.

Und so begann der 1. Unterrichtstag der Sprachlernklasse am Gymnasium Lehrte: Viele verschiedene Menschen aus verschiedenen Kulturen treffen aufeinander, aber um sich miteinander bekannt zu machen, fehlt zunächst die Sprache. Daher wird mit Händen und Füßen kommuniziert und ich stellte und stelle immer wieder überrascht fest, dass man es irgendwie schafft, sich verständlich zu machen sowie miteinander und auch voneinander zu lernen.

Es wird jedoch viel Geduld, Arbeit und Rücksichtnahme nötig sein, bis sich die Schüler so im Deutschen ausdrücken können, wie sie es gerne hätten. Das wurde mir nicht zuletzt an meinen kläglichen Sprech-Versuchen des Arabischen deutlich vor Augen geführt, an denen die Kinder mit viel Geduld gearbeitet haben – der Erfolg wird allerdings beim Deutschlernen mit Sicherheit größer sein!“

Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf plauderte über seine Arbeit

Krimiautor sieht die Welt auch aus Sicht des Täters: Wenn Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf seine Ostfriesenkrimis schreibt, schlüpft er gern in die Rollen seiner Figuren. „Ich bin dann auch im Alltag ganz in meiner Rolle, das ist total spannend“, sagt er und gluckst fröhlich in sich hinein. „Als Täter sehe ich die Welt dann ganz anders. Da halte ich in der Stadt nicht nach Parkplätzen Ausschau, sondern nach Fluchtwegen“, sagt Wolf. Am Mittwoch ist der Bestsellerautor in der Lehrter Stadtbibliothek zu Gast gewesen. Rund 120 Zehntklässler des Gymnasiums hörten ihm in zwei Lesungen gespannt zu. Wobei von Lesungen eigentlich eher nicht die Rede sein konnte. Wolf setzte sich vielmehr gemütlich auf die Tischkante, ließ die Beine baumeln, plauderte über seine Bücher und sein Leben als Schriftsteller und motivierte die Schüler, ihn mit Fragen zu löchern. Und die Zehntklässler wollten eine ganze Menge wissen – etwa wie viele Bücher Wolf schon geschrieben hat, warum er schreibt und wann er sein erstes Buch veröffentlichte. Wolf gab bereitwillig Antwort. „Aufeinandergestapelt kommen meine Bücher auf 3,21 Meter“, sagte er. Seinen ersten Text habe er mit 14 Jahren veröffentlicht und schreiben würde er lediglich aus einem einzigen Grund. „Weil ich das liebe“, sagte Wolf. Bislang sind seine Bücher mehr als neun Millionen Mal verkauft und in 24 Sprachen übersetzt worden. Und manchmal würden ihn auch Übersetzer anrufen. „Im Polnischen gibt es zum Beispiel kein Wort für Watt“, erzählte Wolf, „eine falsche Übersetzung kann aber gerade im Ostfriesenkrimi zu Missverständnissen führen.“ (Katja Eggers, Anzeiger für Lehrte, 25.10.2014)
Artikelfoto (Katja Eggers): Die Kladde ist immer dabei: Bei seiner Lesung in der Stadtbibliothek zeigt Schriftsteller Klaus-Peter Wolf Zehntklässlern
des Lehrter Gymnasiums das Arbeitsheft, in dem er seine Ideen mit Füller festhält

Besuch im Sozialen Kaufhaus in Lehrte

 

Am 24.10.2014 besuchte der Prüfungskurs Politik-Wirtschaft der Q1 unter Leitung von Herrn Müller das Soziale Kaufhaus in Lehrte. Im Unterricht hatten sich im Zusammenhang mit dem Rahmenthema „Demokratie und sozialer Rechtsstaat“ zahlreiche sehr konkrete Fragen ergeben, welche die Schülerinnen und Schüler nun dem Filialleiter des Sozialen Kaufhauses, Herrn Lindenblatt, stellen konnten. Herr Lindenblatt hob hervor, dass sich das Kaufhaus in Lehrte als etwas anderer Second-Hand-Shop sehr gut etabliert habe und wies darauf hin, dass mittlerweile jeder und jede dort Waren kaufen könne und nicht nur Menschen mit sehr geringem Einkommen und einer „Bezugsberechtigung“ wie vor einigen Jahren noch. Besonders gebrauchte Markenkleidung, Bücher und DVDs würden sich sehr gut verkaufen. Gebrauchte Möbel, meist als Spende abgegeben, würden alle paar Wochen ausgetauscht, so dass die Kunden ein häufig wechselndes Angebot vorfänden und nichts „ein halbes Jahr unverändert am Platz steht.“ Engagierte Schülerinnen und Schüler könnten gern gegen ein kleines Entgelt im Kaufhaus – beispielsweise im Verkauf – stundenweise helfen. Wir danken Herrn Lindenblatt für das offene Gespräch und die „Führung“ durch das Soziale Kaufhaus Lehrte! (Thomas Müller)

 

Schülervertretung 2014/15

Folgende Schülerinnen und Schüler sind für das Schuljahr 2014/15  in die Schülervertretung gewählt worden: (hintere Reihe von links) Tim Knapp, Schülersprecher Dominik Bormann, Armin Prlja, Samanda Betero, Simon Hoppe, Toni Krebs; (vordere Reihe von links) Nils Domenz, Marie Pinkert, Lara Thomas, Sophia Huwald, Jonas Wilkening, Hannah Rotermund; es fehlen: Lucy Arbter und Emily Bödecker.

6d stellte Projekt beim Präventionstag in Burgdorf vor

Was ist Mobilität? Und welche Bedeutung hat sie? Diesen Fragen ging der 4. Präventionstag von Polizeiinspektion Burgdorf und Niedersächsischer Schulbehörde nach. 100 Teilnehmer – zumeist Lehrer aus Burgdorf, Lehrte, Sehnde, Uetze, Langenhagen, Isernhagen, Burgwedel und der Wedemark – erhielten in Workshops zahlreiche Anregungen und Ideen für ihre praktische Arbeit mit Schülern aller Altersgruppen.
Das Thema Mobilität stand in vielfältiger Weise im Mittelpunkt der Gespräche. „Mobilität ist nicht nur die aktive Teilnahme am Straßenverkehr“, betonte Mario Hippenstiel von der Landesschulbehörde bei seinem Einführungsreferat: „Zu ihr gehört auch die geistige und virtuelle Beweglichkeit.“ Kein Wunder also, dass die Teilnehmer nicht nur typische Verkehrsthemen diskutierten. Diese hießen unter anderem „Sicher im Verkehr durch Bewegung“ und „Auf-Reflekt-Tour“. Doch auch die Gefahren von Cybermobbing und sozialen Netzwerke wurden thematisiert. Das sei auch in den Schulen wünschenswert, sagte Hippenstiel und machte klar: Die Lehrer könnten durchaus eigene Schwerpunkte im Unterricht setzen und so auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler eingehen – über die reine Verkehrserziehung hinaus. Das große Ziel von Bildung müsse sein, den Schülern die Konsequenzen ihres Handelns klarzumachen – etwa anhand des eigenen Konsum- oder Reiseverhaltens. Nur so seien sie fähig, auch weitreichende Änderungen anzustoßen: „Wenn ich von Nachhaltigkeit rede, geht es auch immer darum, Prävention miteinzubeziehen“, sagte Hippenstiel. Dabei unterstützte die Landesschulbehörde die Pädagogen gern mit speziellen Fachberatern. Jürgen Graver, Leiter der Polizeiinspektion Burgdorf, zog schon in seiner Begrüßungsrede ein positives Fazit der Veranstaltung: „Dass heute 51 der 86 Schulen in unserem Einzugsbereich gekommen sind, zeigt, dass wir die richtigen Themen treffen und unsere Arbeit immer engmaschiger und erfolgreicher geworden ist“, konstatierte er. Der Präventionstag sei eine Börse für Wissen und Erfahrung. Die Teilnehmer könnten sich dort kennenlernen und austauschen. (Sandra Köhler, Anzeiger für Burgdorf, 16.10.2014)
Schüler entdecken Gefahren
Laut Unfallstatistik verunglücken Kinder zwischen elf und 14 Jahren häufig mit dem Fahrrad auf dem Schulweg“, sagt der Verkehrssicherheitsberater der PI Burgdorf, Torsten Witt. Wo kann es auf meinem Schulweg gefährlich werden? Dieser Frage waren die Schüler der Klasse 6d des Lehrter Gymnasiums im vergangenen Schuljahr mit ihrem Lehrer Andre Bien als Schulweg-Checker nachgegangen. Mit Maßband und Kamera dokumentierten sie etwa einen von Gestrüpp überwucherten Geh- und Radweg an der Sehnder Straße. Ein Besuch bei Bürgermeister Klaus Sidortschuk war erfolgreich: Die Gefahrenstelle wurde prompt beseitigt. Auch der vierte Jahrgang der Burgdorfer Gudrun-Pausewang-Grundschule macht sich für die Verbesserung der Sicherheit der Schulkinder stark. (Sandra Köhler, Anzeiger für Burgdorf, 16.10.2014)
Artikelfoto (Sandra Köhler): Die Schulweg-Checker aus der Klasse 6d stellen ihr Projekt vor.