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Gymnasium startet Italienaustausch mit Ispica

Was ersehnt der typische Sizilianer, wenn er im Sommer auf seiner Insel eine Hitzewelle von 42 Grad ertragen muss – natürlich Regen. Damit konnten wir reichlich dienen! Die Italienischen Schüler aus Ispica waren am Freitag, dem 24. November,  am späten Abend in Berlin gelandet. Sabine Elsen und Christian Lange , die den Austausch federführend von deutscher Seite begleiteten, brachten sie in einem Gästehaus unter, von wo die deutschen Schüler und weitere Lehrkräfte sie am Samstag mit dem Bus abholten. Hier kommt wieder der besagte Regen ins Spiel, denn er sorgte dafür, dass das Berlinprogramm (Giro de Berlino) verkürzt und verändert werden musste. Im Außenbereich blieben nur das Brandenburger Tor, der Bundestag und die Stelen-Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas übrig. Neben einer Stadtrundfahrt im Bus blieb noch viel Zeit für die Mall of Berlin. Den Sonntag verbrachten die Austauschschüler in den deutschen Familien. Nach der Teilnahme am Unterricht bereiteten alle Schüler am Montag ein recht typisches deutsches Essen vor, Kartoffelsalat mit Bratwürstchen vom Grill. Am Dienstag stand zunächst der Besuch beim Bürgermeister auf dem Programm. Danach fuhren alle nach Wolfsburg, um im PHAENO eine kleine Dosis Naturwissenschaften zu erleben. Danach fanden auch die Designer Outlets Wolfsburg Beachtung. Am Mittwoch nach dem Unterricht leitete Manfred Filsinger eine Stadtführung durch Hannover fließend auf Italienisch. Beendet wurde der Tag auf dem Weihnachtsmarkt. Der Donnerstag begann für die Italiener mit einer Besichtigung des Funkhauses Hannover. Am Nachmittag nahmen einige Schüler am “Capture the flag“-Turnier teil, andere vergnügten sich bei Sportspielen in der zweiten Halle. Der gemeinsame Abend in der Aula brauchte ein wenig Zeit, um in Gang zu kommen, aber gegen Ende fand ein spaßiges Formationstanzen mit Gesängen in italienischer Sprache statt. Am Freitag hieß es für die Italiener Abschied nehmen – der Bus brachte sie wieder nach Berlin, wo am Nachmittag der Flieger in die Sonne startete.

 

Drei hochkant gestellte Busse bildeten in Aleppo eine Straßensperre. Den Künstler Manaf Halbouni hat das zu seiner Anti-Kriegs-Skulptur „Monument“ inspiriert, die am Brandenburger Tor aufgebaut wurde.

Der Rasen vor dem Reichstagsgebäude musste einem See weichen

Christian Lange versucht ein Regen-Gruppenfoto

Sabine Elsen zeigt den italienischen Lehrerinnen einen trockenen Pfad

Gespäch beim Bürgermeister Sidortschuk

Besuch beim Bürgermeister Sidortschuk

Vortrag im Phaeno

Wärmebild im Phaeno

Silke Brandes und Manfred Filsinger verabschieden sich von den Gästen

Silke Brandes und die italienischen Lehrerinnen Selvina Camerata und Mary Puccia

Gemeinsames Abschlussfoto in der Aula – Beim Austausch bekamen Sabine Elsen und Christian Lange Unterstützung durch Kristina Ruschitschka, Chistina Schulze, Manfred Filsinger und Rüdiger Halupczok.

 

Im Lehrter Anzeiger stand folgender Text (Auszug):

Zahlreiche europäische Besucher durfte Bürgermeister Klaus Sidortschuk in dieser Woche im Lehrter Rathaus begrüßen. Denn das Lehrter Gymnasium hat Austauschschüler zu Gast. Aus Frankreich und zum allerersten Mal auch aus Sizilien.

Seit letztem Freitag sind 19 Schüler aus der zehnten Klasse des Istituto G. Curcio in Deutschland. Begleitet werden sie von ihren Lehrerinnen Selvina Camerata und Mary Puccia. 

„Der Kontakt kam über das Erasmusprogramm zustande. Wir haben beschlossen, das zu intensivieren“, sagt der stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums, Manfred Filsinger. Für Anfang März kommenden Jahres ist ein Gegenbesuch in der 15 000-Einwohner-Stadt Ispica geplant, in der sich das Lyzeum mit Schwerpunkt Sprache befindet. Auch wenn alle Austauschschüler seit Beginn der neunten Klasse dort zusätzlich zu Englisch und Französisch wöchentlich vier Stunden Deutsch lernen:  Auf Sidortschuks Frage „Wer kennt deutsche Wörter?“ blieben die Jugendlichen stumm. 

Auf Englisch und mithilfe Filsingers, der fließend Italienisch spricht, erfuhr der Bürgermeister dann doch noch einiges von seinen Gästen. „Am schlechtesten hier ist es, dass es so kalt ist“, zum Beispiel.  Immerhin 16 Grad habe es aktuell zu Hause, bis zu 45 Grad im Sommer, berichteten die Jugendlichen. Viele von ihnen wollen später an Universitäten wie Mailand, Florenz und Rom studieren und Arzt oder Jurist  werden. Doch auch Hostess wurde als Berufswunsch genannt. Neben der Fahrt nach Berlin freuten sie sich besonders auf den Besuch eines Weihnachtsmarktes und des Winterzoos.  (Köhler/Eggers)

Hier ist der komplette Zeitungsartikel: