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Schulversammlung: Synopse über Neubauvarianten

Am Montag, dem 11. März, fand im vollbesetzten Forum eine Schulveranstaltung statt, auf der Bürgermeister Sidortschuk eine Gegenüberstellung der noch verbliebenen Varianten vorstellte: Variante D: Neubau der Sek I für sechs Jahrgänge unter Einbeziehung des denkmalgeschützten Gebäudes auf dem bisherigen Gelände (bisher drei Jahrgänge), Variante E: Neubau der Sek I für sechs Jahrgänge auf dem Gelände der Stadtwerke und Variante F: Neubau für die Sek I und die Sek II auf dem Schützenplatz. Die Vorstellung und die fast dreistündige Fragerunde verliefen bis auf eine Ausnahme sehr sachlich und konstruktiv.

Silke Brandes machte deutlich, dass die Vorteile für die Schule bei Variante F deutlich überwiegen. Für den Neubau müssten wohl kaum Bäume fallen und die Mitnutzung des Stadtparks wäre eine Möglichkeit, einen ausreichenden und naturnahen Schulhof zu erhalten. Die vorhandenen Sporthallen könnten weiter genutzt werden und Sportplatz und Schwimmbad lägen in unmittelbarer Nähe.

Wer sich einen Überblick über Vor- und Nachteile der Varianten verschaffen möchte, kann auf den folgenden Link klicken und sich auf der Seite der Stadt Lehrte die Synopse herunterladen.

Direkter Download: Synopse der Stadt Lehrte

Hier geht es zur Tagesordnung der Schulausschuss-Sitzung, zu der jede interessierte Person kommen kann.

Termin: Um 17:00 Uhr in der Städtischen Galerie, Alte Schlosserei 1, 31275 Lehrte

Der Download befindet sich zwischen den Punkten Ö7 und Ö8.

 

Schulleiterin Silke Brandes bei der Begrüßung / Bürgermeister Sidortschuk informiert die Versammlung

 

Patricia Oswald-Kipper berichtete über diese Veranstaltung in der HAZ:

Gymnasium will einen Neubau

Bürgermeister Klaus Sidortschuk stellt drei neue Varianten vor

Rund 400 Besucher im Forum

Die Diskussion über die Entwicklung des Gymnasiums hat am Montagabend neuen Schwung bekommen. Bürgermeister Klaus Sidortschuk stellte in der Schulversammlung im Kurt-Hirschfeld-Forum drei aktuelle Varianten für eine Erweiterung beziehungsweise einen kompletten Neubau der Schule vor.

Rund 400 Eltern, Lehrer und Schüler wollten die Infos über die mögliche Erweiterung der Schule aus erster Hand erhalten. Medien waren dazu nicht eingeladen. „Es hat uns sehr gefreut, dass das Interesse so groß war“, sagte Schulleiterin Silke Brandes gestern. Bei der Vorstellung sei es im Wesentlichen um den Vergleich von drei neuen, möglichen Varianten gegangen: Variante D beinhalte die Sanierung und Erweiterung der Sekundarstufe  I auf dem bisherigen Grundstück an der Friedrichstraße, Variante  E einen Neubau der Sekundarstufe I auf dem ehemaligen Stadtwerkegelände an der Manskestraße und Variante F den Neubau des gesamten Gymnasiums auf dem Schützenplatz.

Eltern waren gut vorbereitet

Die Varianten E und F hatten sich erst Anfang dieses Jahres in politischen Diskussionen ergeben. In einem Papier hat die Stadtverwaltung nun Zahlen und Fakten dazu aufbereitet und alle wichtigen Kriterien der bislang bekannten Variante  D gegenübergestellt. Darunter sind Punkte wie Flächenbedarf, zur Verfügung stehende Grundstücke, Ersatzflächen, Kosten, Aspekte aus Sicht der Schule, baurechtliche, finanzielle, städtebauliche sowie verkehrstechnische und soziale Aspekte.

„Die meisten Eltern waren gut vorbereitet“, sagte Anja Krüger, Elternratsvorsitzende an der Schule. Es habe viele Fragen gegeben. „Der Bürgermeister hat sich viel Zeit genommen“, so Krüger. Viele Eltern hätten dabei auch ihre Sorgen klar artikuliert. Ein großer Teil der Diskussion habe sich um die Container gedreht, die etwa bei Variante D erforderlich seien, sagte Krüger. Würde die Politik sich für einen Umbau und die Sanierung des Altgebäudes an der Friedrichstraße entscheiden, müssten zahlreiche Klassen vorübergehend in Containern unterkommen. Das werde vonseiten der Schulgemeinschaft sehr problematisch gesehen – genauso wie eine lange Bauzeit, sagte Krüger. Das bestätigte auch Annette Sturm-Werner, Vorstandsmitglied im Förderverein der Schule und FDP-Ratsfrau. „Die Aussicht auf mehrjährigen Unterricht in Containern gefällt niemandem“, sagte sie.

Grundstückskäufe wären nötig

Während beim Umbau des Gebäudes auf der aktuellen Fläche (Variante D) kein Grundstückskauf erforderlich ist, müsste die Stadt bei den Varianten E und F noch Flächen von der Lehrter Wohnungsbau beziehungsweise ein neues Grundstück als Ersatz für den Schützenplatz erwerben. Zudem müssten noch die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden – wie die Änderung des Flächennutzungsplans bei Variante F. Der zeitliche Ablauf könnte also bedeutend länger werden als bei Umbau und Sanierung des bestehenden Gebäudes mit Variante D. Die Kosten wären bei Variante F mit 33 Millionen Euro gegenüber 21 Millionen Euro (Variante D) auch am höchsten.

Aus Sicht von Schulleiterin Silke Brandes hat sich die Schulgemeinschaft anhand der Diskussion an dem Abend dennoch mehrheitlich für die Variante F, den kompletten Neubau des Gymnasiums auf dem Schützenplatz, positioniert. Es sei vorteilhaft, wenn das Gymnasium später nur noch an einem Standort zu finden ist. Der Unterricht in Containern bei den anderen Varianten schrecke viele ab.

Zwar werde die Planungsphase bei Variante F etwas länger dauern, „aber dafür möchten wir uns Zeit lassen, denn es geht um viel“, sagte Brandes. Es sei wichtig, das Gymnasium als Ganzes zu sehen und so auch zu planen.

Bei der Stadt ist man mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. „Es hat uns gefreut, dass die Resonanz so groß war“, sagte Stadtsprecher Fabian Nolting. Die Anregungen, die in der Versammlung gesammelt wurden, werden nun in die weiteren Planungen und Beratungen einfließen. Zunächst soll über die Entwicklung des Gymnasiums am Donnerstag, 21. März, ab 17 Uhr im Schulausschuss diskutiert werden, bevor am 3. April der Rat eine Entscheidung treffen soll.

Bitte zum Vergößern anklicken!

Schulsportassistenten- Ausbildung in Clausthal

In diesem Jahr findet zum ersten Mal die Schulsportassistenten-Ausbildung im AG-Modell  am Gymnasium Lehrte unter der Leitung von Frau Ameling und Frau Rölz statt. Regelmäßig treffen wir uns in der Sporthalle, um uns in Theorie und Praxis ausbilden zu lassen, damit wir bald sportliche Schulveranstaltungen organisieren und unterstützen können. Im Rahmen unserer Ausbildung fuhren wir vom 05.03.- 06.03. nach Clausthal-Zellerfeld in die Akademie des Sports. Hier erlebten wir einen intensiven Ausbildungsblock, der durch Referenten der Landes-Sport-Jugend durchgeführt wurde. Es gab ein gut vorbereitetes, abwechslungsreiches aber auch anstrengendes Programm, sodass uns nie langweilig wurde.

Am Dienstagmorgen trafen wir uns um 7:20 Uhr in der Oberstufe und starteten dann unsere Reise mit dem Zug in Richtung Goslar. Von dort aus ging es mit dem Bus weiter bis nach Clausthal-Zellerfeld. Die Anreise verlief ohne Komplikationen und so waren wir schon um 10 Uhr in der Akademie des Sports. Nach einer kurzen Begrüßung und einer Kennenlernrunde startete schon unser Programm. Wir beschäftigten uns mit der Aufsichtspflicht und was wir dabei beachten müssen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen lernten wir anschließend in der anliegenden Sporthalle Sportspiele kennen und mussten diese auch selber durchführen. Außerdem wurde ein weiterer Blick auf die abwechslungsreiche Einteilung von Gruppen gelegt. In unserem Seminarraum haben wir uns weitergehend mit dem Aufbau von Trainingsstunden und dem Umgang mit Kindern beschäftigt. Unser Abendprogramm war wieder mit Sportspielen gedeckt, die wir aber diesmal selber erklären und durchführen mussten, denn wir sollten selbstständig lernen, wie es ist vor einer großen Gruppe zu stehen. Alles klappte wie gewünscht und wir waren alle sehr kaputt von dem Tag, sodass wir um 21 Uhr auf unseren Zimmern verschwanden. Der nächste Morgen startete wieder mit etwas Frühsport und einer kleinen Einführung in die Erste Hilfe. Nach dem Mittagessen folgte nur noch eine Feedbackrunde und so fuhren wir um 13 Uhr auch schon wieder zurück nach Hause. Leider hatten wir ein paar Probleme mit der Deutschen Bahn, sodass wir erst um 16 Uhr völlig kaputt wieder in Lehrte ankamen.

Insgesamt war es eine interessante und lehrreiche, aber auch anstrengende Fahrt, die allen sehr viel Spaß bereitet hat und von der jeder etwas mitnehmen konnte. Jetzt werden wir uns mit unseren Projekten wie z.B. der „Bewegten Pause“ weiter beschäftigen. Bald sind wir bereit, unseren Job als Schulsportassistenten auszuüben und freuen uns schon auf die ersten Einsätze. Wir bedanken uns bei unseren Lehrerinnen Frau Ameling und Frau Rölz, die uns diese Ausbildung ermöglichen.

(Für die Schulsportassistenten – Kalotta Klußmann – Klasse 10b)

Dialogstunde mit dem Geschäftsführer der IHK

Das Erasmus+ Team, bestehend aus sieben Schülerinnen und Schülern der Oberstufe sowie zwei Lehrern (Herrn Dr. Grobmann und Herrn Bauer-Leitung des Erasmus-Projekts) traf sich vergangenen Mittwoch, den 27.2.2019, mit Herrn Dr. Wolfgang Müller, dem Leiter der Europavertretung der Bundesagentur für Arbeit unsere Weiterarbeit bzw. Aktualisierung der Website vorzustellen. In diesem Kontext ist Herr Dr. Müller verantwortlich für die EU-Projekte und Verfahren von Euroguidens und Eures, die Jugendliche ähnlich zu unserem Projekt bei der Jobfindung unterstützen und Orientierungshilfen für die richtige Berufswahl geben sollen. So war eine gemeinsame Basis geschaffen und Herr Dr. Müller konnte uns für eine Weiterführung unseres Projekts im europäischen Rahmen einige hilfreiche Tipps geben, welche wir in den nächsten Wochen umsetzen werden.

Unsere bisherige Arbeit fand er höchst interessant und in diesem Zusammenhang forderte er uns auf, ein Alleinstellungsmerkmal unserer Idee und Planung explizit herauszustellen, welches uns von anderen, ähnlichen Projekten definitiv unterscheidet. Woraufhin Herr Dr. Grobmann erläuterte, dass wir jenes Merkmal ja offensichtlich besitzen, denn unsere Plattform sei für Jugendliche bestimmt und von Jugendlichen erstellt worden, beinhalte dementsprechend viele individuelle Erfahrungsberichte nicht nur zur Orientierung und Impulsgebung, sondern helfe Interessenten auch in sozialer als auch didaktisch-pädagogischer Hinsicht – also eine Kommunikation von ‚Aug zu Aug‘. Das sei in der Tat höchst interessant, erwiderte Herr Dr. Müller und er wolle sich bemühen, über ‚diese Schiene‘ Förderungsmöglichkeiten und –maßnahmen bei BA für uns zu erlangen. Jedoch müssten wir uns ob der anstehenden Europawahlen bei der Umsetzung vermutlich noch bis September gedulden müssen. Gleichsam haben wir aber neue Ansprechpartner gefunden, durch die es uns möglich sein wird, unser Projekt trotz der Wartezeit auszuweiten, um einen Stillstand zu umgehen, wir werden also weiterhin unsere Website aktualisieren.

Im weiteren Verlauf des Nachmittags kam eine 10. Klasse hinzu, die im Unterricht gerade das Thema Europa behandelt, und Herr Dr. Wolfgang Müller hat aus seinem Arbeitsalltag in Brüssel als Leiter der Europavertretung der Bundesagentur für Arbeit berichtet und Fragen über seine Persönlichkeit und die Europäische Union beantwortet. Besonders interessiert waren die Schülerinnen und Schüler beim Thema des Brexit und den Änderungen, die damit auf uns zukommen werden. An diesem Beispiel konnte man besonders die Bedeutung der europäischen Gemeinschaft und auch der Privilegien, die wir durch die Europäische Union genießen, erkennen. Besonders enttäuscht waren wir jedoch, als sich herausstellte, dass Herr Dr. Müller auf seinen vielen Reisen keine Zeit hat, sich die Sehenswürdigkeiten der verschiedenen Städte und Länder anzusehen, sondern nur von einem Termin zum nächsten muss. Zuvor waren aber alle neidisch, als er erzählte, am Abend nach Berlin und dann nach Athen zu fliegen. Unter diesen Voraussetzungen ziehen wir jedoch den Schulalltag vor. (Sarah Böttcher – Q2)

 

Unermüdlich dabei , wenn es um Schülerfirma, SV und Erasmus+ geht: Nils Domenz, Jannis Finn Schmidt und Erik Pecher

Profiletage der Jahrgänge 5 und 6

Am 27. und 28. Februar fanden im Forum die diesjährigen Profiletage der Jahrgänge 5 und 6 statt. In beiden Jahrgängen haben sich die Klassen sehr viel Mühe gegeben, die von ihnen erarbeiteten Inhalte für die anderen Klassen nachvollziehbar und erlebbar zu machen. Neben eindrucksvollen Präsentationen gab es auch gelungene Mitmachaktionen.

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Gymnasium lädt zum Infoabend für Viertklässler ein

Das Gymnasium Lehrte bietet am Dienstag, den 05. März einen Infoabend für Kinder des künftigen fünften Jahrgangs sowie deren Eltern an. Er findet im Kurt-Hirschfeld-Forum an der Burgdorfer Straße statt und beginnt um 18.30 Uhr.
Die Eltern erhalten dabei von Fachlehrkräften sowie der Leitung der Jahrgänge fünf und sechs, Thomas Schachschal und Antje Wünsch, ausführliche Informationen über die Anforderungen am Gymnasium, den Übergang von der Grundschule, über den offenen Ganztagsbetrieb, die Wahlmöglichkeiten bei Profilen und Fremdsprachen sowie über die Voraussetzungen für die Chor- und Bläserklassen und die Angebote im bilingualen Unterricht. Während der Vorträge für die Eltern können deren Kinder das Gymnasium genau erkunden und an Schnupperunterrichten teilnehmen.

 

Gold und Silber bei der Matheolympiade in Göttingen

Ein sensationelles Ergebnis erzielten Johannes Raitz von Frentz (Klasse 8b) und Lukas Schulze (Klasse 8e) bei der Landesrunde der Mathematik-Olympiade am 22. und 23. Februar 2019 am Mathematischen Institut der Universität Göttingen. Johannes erkämpfte sich die Gold- und Lukas die Silbermedaille. Begleitet wurden die beiden von der Mathematiklehrerin Frau Kreipe. Das Gymnasium Lehrte gratuliert sehr herzlich zu diesem Erfolg!

Zuvor hatten sich Johannes und Lukas in der Jahrgangstufe 8 über die Schul- und Regionalrunde zur niedersächsische Landesrunde qualifiziert. In Niedersachsen hatten insgesamt 40.000 Schüler/innen an der Schulrunde teilgenommen. Aus den 5000 Teilnehmern der 2. Runde wurden dann die besten 230 zur Landesrunde nach Göttingen eingeladen. Neben dem Gymnasium Lehrte waren weitere 120 Gymnasien vertreten.

Die Mathematik Olympiade ist ein Wettbewerb für Schüler der Klassenstufen fünf bis zwölf und wird vom Verein Mathematik Olympiade Niedersachsen e.V. ausgerichtet. An beiden Tagen mussten Lukas und Johannes jeweils 3 Aufgaben in je 4 Stunden aus den unterschiedlichen mathematischen Bereichen Algebra, Analysis, Zahlentheorie und Geometrie lösen. Nur in den ersten 45 Minuten durften Verständnisfragen zu den Aufgaben schriftlich gestellt werden.

Der Ablauf der Landesrunde war bestens organisiert. Das Olympiaden-T-Shirt, eine Startnummer und ein Verpflegungsbeutel wurden gleich bei der Begrüßung überreicht. Die Klausuren wurden in der Bibliothek der Universität Göttingen geschrieben. Meterhohe, prall gefüllte Bücherregale voller Mathematik- und Physikbücher vermittelten die richtige Atmosphäre. Zum Lösen der Aufgaben durfte man nur Schreibzeug, Geodreieck, Zirkel und den eigenen Kopf zum Denken einsetzen, denn Formelsammlungen, Taschenrechner und auch sonstige elektronische Geräte waren verboten.

Gleich nach der Abgabe der Klausuren begann ein Team aus ca. 130 Professoren, Lehrern und Mathematik-Studenten mit der Korrektur der Aufgaben. Die Zeit bis zur Siegerehrung konnten Lukas und Johannes mathematisch sinnvoll nutzen, denn es wurden eine Reihe von mathematischen Knobelspielen und auch Vorlesungen angeboten.

Am späten Nachmittag des zweiten Tages fand in der Aula der Universität Göttingen eine sehr würdigende Siegerehrung statt. Alle Medaillengewinner wurden mit Nennung der Schule namentlich aufgerufen und auf der Bühne geehrt.

Mathematik-Olympiade Niedersachsen:
https://www.mo-ni.de/

Siegerehrung: hinten Mitte Johannes, vorne rechts Lukas

Lukas und Johannes abends nach der Siegerehrung

 In der altehrwürdigen Bibliothek wird die Klausur geschrieben!

Erasmus+ – Treffen auf Sizilien: Refugee Crisis – 13.01.2019-20.01.2019

Seit November 2018 arbeitet das Gymnasium Lehrte an seinem dritten Erasmus+ – Projekt. Unter dem Titel „Refugee Crisis: New Concepts, New Ideas and New Changes“ soll ein interkultureller Dialog über die Flüchtlingskrise eröffnet und sich über verschiedene Integrationsmaßnahmen und –projekte länderübergreifend ausgetauscht werden. Das Projekt wird gemeinsam mit unseren Partnerschulen Istituto di Istruzione Superiore „Giovanni Verga“ aus Modica, Sizilien, und dem Collège St Gervais in St. Gervais sur Mare/ Montpellier, Frankreich bearbeitet. Aber wieso dieses Projekt?

Idee und Projektbeschreibung

Die Migrations- und Flüchtlingsbewegungen in ihren verschiedenen Ausprägungen ist ein inhärentes Merkmal eines Europas im 21. Jahrhunderts. Dies bedeutet ebenfalls neue Ansprüche an Integrationskonzepte, -maßnahmen und –projekte, um auf die große Flüchtlingswelle zu reagieren. Wir sind deshalb davon überzeugt, dass ein Austausch über die Entwicklung von funktionierenden Integrationskonzepten über Ländergrenzen hinweg unabdingbar ist. Darüber hinaus glauben wir, dass die Integration bereits in unseren Schulen, in unseren Gemeinden und in unseren lokalen Firmen beginnt und nicht nur Aufgabe der internationalen Politik ist. Demzufolge soll unser Projekt verschiedene erfolgreiche Integrationsprogramme innerhalb der EU analysieren und miteinander vergleichen. Unser Endprodukt, eine Webseite, soll Berichte, Interviews und Videos beinhalten, welches über adaptierbare Ideen für andere Projekte informiert. Darüber hinaus soll unser Produkt weltweit nutzbar sein und Lehrkräften aus aller Welt mit zur Verfügung gestellten Materialien für den Unterricht ermöglichen, dieses komplexe Thema zu unterrichten und in einem politischen Planspiel zu diskutieren.

Dementsprechend ist unser zweijähriges Projekt in mehrere Phasen aufgeteilt, die den Blick progressiv vom Allgemeinen auf spezifische Maßnahmen richten:

  1. De jure: Die EU und ihr Umgang mit Integration: Gesetze und Politik
  2. De facto: Der regionale Fokus auf soziale Integrationskonzepte in der Lokalpolitik und im Bildungssystem
  3. Private Integrationsinitiativen und NGOs
  4. Integrationsmaßnahmen auf dem Arbeitsmarkt

Jedes dieser Module vergleicht die verschiedenen Reaktionen und Maßnahmen der Länder, Flüchtlinge zu integrieren und richtet den Blick auf die einzelnen Strategien, ihre Stärken und Schwächen und die Möglichkeit der Adaption.

 

Die erste Projektphase vor den Kulissen Siziliens – De jure: Umgang der EU und ihren Mitgliedstaaten mit der Flüchtlingskrise umzugehen

Das erste Modul hat sich zur Aufgabe gesetzt, politische Entscheidungen im Kontext der Aufnahme von Migranten und Flüchtlingen innerhalb der Richtlinien der EU sowie in ihren Mitgliedsstaaten genauer in den Blick zu nehmen und sie miteinander zu vergleichen. Es soll vor allem darum gehen, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler einen Überblick über die politischen Entwicklungen der Länder und der EU verschaffen, umso in einen auf Fakten basierenden zukünftigen Austausch zu gehen.

Ziel des ersten Projekttreffens ist es eine internationale Podiumsdiskussion zu simulieren, in der die Schülerinnen und Schüler verschiedene politische Positionen übernehmen und diskutieren.

In der Vorbereitung haben sich die Schülergruppen entsprechend mit den länderspezifischen Antworten auf die Flüchtlingskrise auseinandergesetzt und dabei die nationale Politik, Gesetzgebung und die Reaktionen der Öffentlichkeit analysiert sowie ihre Ergebnisse mit der Reaktion der EU verglichen.

Entsprechend gestaltete sich das erste internationale Projektmeeting unter der Leitfrage: „How does the EU and how do the single states within the EU deal with the challenges of the current refugee crisis?“

 

Das erste Projekttreffen auf Sizilien, Modica

Am Sonntag, dem 13. Januar 2019 war es endlich soweit: Das erste Treffen im Rahmen des Erasmus+-Projektes „Refugee Crisis: New Concepts, New Ideas and New Changes“ mit den französischen und italienischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften der Partnerschulen stand bevor.

Vom regnerischen Hannover reisten wir, 5 Schülerinnen und Schüler mit unseren beiden Lehrkräften des Gymnasiums Lehrte, Herr Fasterding und Frau Busch, über Amsterdam, Rom und Catania in die sizilianische Kleinstadt Modica, wo wir gegen Mitternacht herzlich von unseren Gastfamilien begrüßt wurden.

Der erste Tag begann mit der Begrüßung in der Schule „Istituto d’Istruzione Superiore Giovanni Verga“ durch den Schulleiter sowie einem kleinen Rundgang durch das Schulgebäude, wobei uns die wichtigsten Informationen für unseren Aufenthalt gegeben wurden. Nach drei Unterrichtsstunden ging es für uns mit dem Bus nach Modica bassa, dem im Tal gelegenen Teil der Stadt, wo wir einen Eindruck der Stadt gewinnen konnten und gemeinsam mit den anderen Teilnehmern des Projektes den Abend haben ausklingen lassen.

Der Dienstag begann gewohnt früh mit dem Gang zur Schule. Von da aus ging es direkt weiter nach Pozzallo, ein kleiner Ort direkt am Strand. In der Nähe lag ebenfalls ein Auffangzentrum für die Flüchtlinge, die über das Mittelmeer kommen. Es war eine funktional gebaute Halle, die von einem Zaun eingezäunt wurde. Obwohl Sizilien zurzeit keine Flüchtlinge aufnimmt und das Gebäude entsprechend nicht genutzt wurde, bewachte das Militär das Zentrum, sodass wir mit dem Bus daran vorbeigefahren sind, ohne auszusteigen. Der Eindruck war jedoch tiefgreifend – wie mochten sich wohl die Menschen fühlen, die nach einer gefährlichen Überfahrt hier ankamen?

Dementsprechend war auch die heutige Aufgabe des Projekts aufgebaut, die wir in Marzamemi, ein weiterer kleiner und typisch sizilianische Ort, bearbeiteten. Es sollten kurze Interviews gedreht werden, in denen verschiedene Akteure, wie Politiker der Länder und der EU, Bürger und geflüchtete Menschen, kurze Statements zu den aktuellen politischen Situationen rund um die Flüchtlingskrise in den jeweiligen Ländern formulieren und diskutieren. Auf Basis unserer vorbereiteten Arbeit in unseren jeweiligen Heimatländern erarbeiteten wir gemeinsame Statements und drehten die kurzen Clips in kleinen internationalen Gruppen. Des Weiteren galt es Fotomotive zu finden, die aktuelle politische Haltungen zur Flüchtlingspolitik symbolisierten.

Am Mittwoch besichtigten wir das SPRAR, ein Flüchtlingsankunftscenter. Dieser Besuch war für uns besonders wichtig, da wir uns so zumindest ein flüchtiges Bild der Umstände in unserem Partnerland machen konnten. Mit den dort gewonnenen Eindrücken konnten wir unsere weiteren Aufgaben deutlich reflektierter und mit erheblich gesteigertem Hintergrundwissen bearbeiten, was schlussendlich zu einem zielführenden Ergebnis unserer Arbeitswoche führte. Das Flüchtlingscenter nimmt die Flüchtlinge nach der Erstaufnahme auf und ähnelt einem betreuten Wohnen. Die Menschen dort wohnen in ihren Familien oder in kleinen WGs zusammen und kümmern sich selbstständig um alle Belange des alltäglichen Lebens. Neben Sprachkursen besuchen sie auch Schulen oder arbeiten. Unterstützt werden sie dabei durch Sozialpädagogen und ehrenamtliche Helfer.

Der Donnerstag war in dieser Woche unser persönliches Highlight, da wir Taormina besichtigt haben und somit auch ein antikes griechisches Theater. Dieses war in einem fast makellosen Zustand erhalten, lediglich der große Steinbogen hinter der Bühne war nicht mehr vollständig vorhanden. Von dort aus hatten wir einen fantastischen Blick über das Meer und zum schneebedeckten Ätna. Den Rest des Tages verbrachten wir damit in kleinen internationalen Gruppen einen Podcast zur Flüchtlingskrise zu erstellen, in dem wir uns über unsere Erfahrungen bei SPRAR austauschen sowie im Allgemeinen über die Flüchtlingskrise im internationalen Vergleich sprechen sollten. Diese Aufgabe beschäftigte uns nicht nur während unseres Aufenthaltes in Taormina, sondern auch während der langwierigen dreistündigen Busfahrt zurück nach Modica, wo wir den Abend im gemeinschaftlichen Zusammensitzen mit den Gastfamilien ausklingen lassen konnten.

Freitag war der vermutlich wichtigste Tag für die Arbeit an unserem Projekt. Nicht nur haben wir den anderen Projektteilnehmern unsere zuvor erarbeiteten Ergebnisse in Form von mehreren Prezi-Präsentationen vorgestellt und miteinander verglichen, wir haben auch Rollenkarten und –charaktere erarbeitet, aus deren Positionen heraus wir in einer simulierten Podiumsdiskussion die Flüchtlingskrise und ihre zugrundeliegenden Dynamiken sowie legale Möglichkeiten, humanitäre Notwendigkeiten und pragmatische Lösungsansätze, mit der Krise umzugehen, diskutieren werden. Dazu kam die Übertragung unserer Vorstellungen im sizilianischen Fernsehen, was für viele von uns ebenfalls eine tolle, aber vor allem eine neue Erfahrung war.

Die restliche Zeit wurde ganz frei von Aufgaben von allen Schülern gemeinsam verbracht, so waren wir am Freitagabend alle zusammen Pizza essen, in einem typisch italienischen Café und in einer Shopping Mall. Samstag haben wir mit unseren Gastfamilien verbracht und unterschiedliche Ausflüge unternommen. Alles in allem war die Fahrt also nicht nur geprägt von Arbeit an unserem Projekt, sondern vor allem von interkulturellem Austausch, vom Gewinnen neuer Bekanntschaften und natürlich der überwältigenden Atmosphäre Italiens.

Die Vertreter des Gymnasiums Lehrte

 

 

31 Schülerinnen und Schüler erspielen das Tischtennis-Sportabzeichen

31 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-7 haben sich am 18.02.2019 im Rahmen der Tischtennis-AG das Tischtennis-Sportabzeichen vom DTTB erspielt. Hierzu mussten sie insgesamt sechs Übungen absolvieren und ihre Fähigkeiten in den Bereichen Ballkontrolle, Geschicklichkeit, Effet, Zielen und Platzieren unter Beweis stellen.

Das Sport-Abzeichen bildete den Schlusspunkt des ersten Halbjahres der Tischtennis-AG, in dem die Kinder behutsam an die Sportart herangeführt wurden. So wurde zu Beginn der AG sogar komplett auf die Platten verzichtet und erst einmal nur Übungen mit Ball und Schläger geübt, damit die Kinder ein Ballgefühl entwickeln konnten. Erst im Anschluss hieran wurden die Grundschläge wie die Konter- und Schupfschläge sowie erste Ansätze des Vorhand-Topspins eingeübt. Mit diesen Kenntnissen gewappnet, traten die Kinder dann erfolgreich die Prüfung an. Keinen versagten die Nerven, sodass 6 Schülerinnen und Schüler das 1-Stern-Abzeichen erwarben und das 2-Stern-Abzeichen sogar an 25 Schülerinnen und Schüler vergeben werden konnte. Hierbei verpassten die Schüler Raphael und Alessio mit 17 von 18 möglichen Punkten das 3-Sterne-Abzeichen nur denkbar knapp.

Herr Gruber, Fachobmann Sport und AG-Leiter, zeigte sich mit dem Ausfall sehr zufrieden und hob die Wichtigkeit von Bewegung und Koordination neben den Wissensfächern hervor. Herr Meuer, Organisator des Ganztagsbereiches, AG-Leiter sowie Hobby-Tischtennisspieler, zeigte sich beeindruckt von der Ballsicherheit der Kinder und freute sich über die hohe Anwahl der AG, die erstmalig in diesem Schuljahr angeboten wurde und eine tolle Ergänzung zum vielfältigen Angebot des Ganztagsangebots darstellt.

Das zweite Halbjahr steht im Zeichen des Wettkampfs. Hierbei sollen die Kinder die unterschiedlichen Wettkampfformen (Einzel, Doppel und Mannschaft) näher gebracht werden und ihr taktisches Geschick geschult werden. Am Ende steht dann ein großes Abschlussturnier an.

Erfreulich – Entscheidung über den Neubau vertagt

Zeitverzögerungen sind zwar nie willkommen, aber in diesem Falle muss der Beschluss der politischen Gremien, die Entscheidung über den Schulneubau bis zum April zu vertagen, als sehr sinnvoll und logisch eingestuft werden. Die politischen Vertreter haben Informationen über alle Bau-Varianten nachgefordert und die Verwaltung beauftragt, eine konkrete Synopse der Bau-Varianten D, E und F zu erstellen. Der Bürgermeister bietet uns eine Schulversammlung an, in der er persönlich die Sachlage darstellen und Fragen beantworten möchte; dieser Bitte werden wir nachkommen; ein Termin muss noch gefunden werden. Anfang April wird der Rat dann nach jetzigem Stand eine Entscheidung treffen, d.h., unser erhöhtes Engagement wird nach wie vor gefragt sein. Silke Brandes dankt allen schon jetzt für bereits Geleistetes noch Kommendes…

 

Der Redakteur Achim Gückel schrieb im Lehrter Teil der HAZ folgenden Artikel:

Gymnasium: Entscheidung ist vertagt -Ratsmehrheit lenkt ein: Studie soll nun die drei umstrittenen Bauvarianten vergleichen

Entscheidung erst Anfang April: Die Debatte um Erweiterung, Sanierung oder Neubau des Lehrter Gymnasiums geht in die nächste Runde.

Die Entscheidung über Sanierung, Erweiterung oder möglichen Neubau des Lehrter Gymnasiums fällt nun doch nicht schon am nächsten Mittwoch. Der Finanzausschuss hat am Dienstagabend etwas überraschend die Bremse gezogen. Statt eine Empfehlung abzugeben, forderten die Politiker die Stadtverwaltung einstimmig auf, schnellstmöglich eine vergleichende Studie über alle drei zur Debatte stehenden Varianten zu erstellen. Dieses Papier soll Mitte März vorliegen und Ende März in den Ausschüssen des Rates eingehend beraten werden. Die endgültige Entscheidung fällt dann der Rat der Stadt am 3. April.

Bevor sich der Finanzausschuss auf diese Marschroute geeinigt hatte, gab es kontroverse, teilweise erbitterte Debatten. Noch am Montagabend im Bauausschuss setzten sich die Vertreter von SPD, Grünen und Die Linke bei einer Kampfabstimmung gegen die CDU-Opposition durch. Die Mehrheitsgruppe votierte für die Variante D, die die Sanierung des Gymnasium-Altbaus an der Friedrichstraße, den Abriss der dortigen Bauten aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren sowie entsprechende Neu- und Erweiterungsbauten auf demselben Grundstück vorsieht. Das sei die finanziell vernünftigste Vorgehensweise, hieß es.

Harte Fronten im Bauausschuss

Die Varianten E und F – nämlich auf dem alten Stadtwerkegelände an der Manskestraße einen Neubau für die Sekundarstufe I zu errichten oder gleich das gesamte Gymnasium auf dem Schützenplatz im Stadtpark neu zu bauen – lehnte Rot-Rot-Grün am Montag ab. Beide Projekte seien nicht zu verwirklichen. Auf dem alten Stadtwerkegelände sei nicht genug Platz, die Hinzunahme von Teilen der Schlesischen Straße wirke sich auf das gesamte Quartier negativ aus. Mithin gehöre das Gelände der Lehrter Wohnungsbau, der man die Fläche erst für viel Geld abkaufen müsse. Einen Neubau auf dem Schützenplatz im Stadtpark schloss etwa Christoph Lokotsch (Die Linke) kategorisch aus. Der Park sei die „grüne Lunge“ der Stadt, die es zu schützen und zu verteidigen gelte.

Burkhad Hoppe (SPD) bezeichnete Stadtpark und Schützenplatz am Montag gar als ein „Heiligtum“ für die Lehrter. Ralf Wengorsch von der CDU nannte den Neubau der Sek I auf dem alten Stadtwerkegelände hingegen „die billigste und am schnellsten zu bauende Variante“ und bat außerdem darum, die Idee mit dem Neubau auf dem Schützenplatz „nicht einfach vom Tisch zu wischen“.

Einen Tag später, im Finanzausschuss, gab es dann eine Annäherung der Fronten. CDU-Fraktionschef Hans-Joachim Deneke-Jöhrens warf der Mehrheit und Bürgermeister Klaus Sidorschuk anfangs zwar noch vor, eine „Verhinderungsplanung“ zu betreiben. Er forderte aber auch mehrfach, man möge die ganze Sache noch einmal in Ruhe durchdenken, die Schule dazu hören und bloß nichts übers Knie brechen. Der Christdemokrat nannte einen Neubau im Stadtpark „die brillanteste Lösung“ – woraufhin Sidortschuk konterte, diese sei aber auch mit rund 40 Millionen Euro Kosten die teuerste. Wengorsch sprach indessen davon, man „puzzele“ in der ganzen Angelegenheit derzeit nur konzeptlos vor sich her. Es bedürfe dringend einer Studie, die alle Varianten des Gymnasiumneubaus in allen Auswirkungen beleuchte.

SPD-Fraktionschef Bodo Wiechmann signalisierte im Finanzausschuss mehrfach vorsichtige Bereitschaft zum Entgegenkommen. Einen Sek-I-Neubau auf dem alten Stadtwerkegelände nannte er „eine interessante Variante, wenn man sie ohne Abstriche verwirklichen kann“. Er äußerte aber auch Zweifel, dass das möglich sei. Der Stadtpark sei allerdings „so bedeutend, dass wir ihn nicht hergeben dürfen“.

Nach einer Sitzungsunterbrechung präsentierte der SPD-Fraktionschef dann die neue Marschroute, auf die alle politischen Kräfte gemeinsam einschwenkten: Die Verwaltung möge die vergleichende Studie für die drei Varianten vorlegen und dabei unter anderem Aspekte des Baurechts, der Finanzierung, der Baudauer, des Verkehrs und der Ökologie darlegen. „Das Thema ist so bedeutend, dass wir uns diese Verzögerung in der Entscheidung erlauben sollten“, sagte Wiechmann.

 

Auf derselben Seite gab Redakteur Achim Gückel ein Interview mit Schulleiterin Silke Brandes wieder:

Neubau auf dem Schützenplatz – Die Position der Schulleitung

Während Lehrtes Politiker noch über die Zukunft des Gymnasiums debattierten, hat sich die Schule bereits klar positioniert. Am Dienstag kam ein von Schulleiterin Silke Brandes verfasstes Papier in Umlauf, in dem sie die drei Varianten zu Sanierung und Anbau sowie zum Neubau des Gymnasiums darstellt und Details zu Kosten und Problemen nennt. Am Ende des Papiers fordert sie den Rat der Stadt auf, sich entweder für den Neubau auf dem Schützenplatz auszusprechen oder diese Variante sowie jene des Teilneubaus auf dem alten Stadtwerkegelände wenigstens zu prüfen. Das Schreiben wurde an die Schüler zur Übergabe an die Eltern verteilt.

Brandes kündigte an, morgen beim Elternsprechtag eine Unterschriftensammlung zu starten. Die Listen lägen aber auch schon ab Mittwoch in den Sekretariaten aus. Als Termin für die Übergabe der Unterschriftenlisten nannte Brandes Montag, 11. Februar.

Ob die Unterschriftenaktion nun angesichts der unerwarteten Entscheidung im Finanzausschuss noch gestoppt wird, konnte Brandes am Mittwochmittag noch nicht sagen. Am Abend werde es eine Versammlung des Schulvorstands geben, dort falle eine Entscheidung. Brandes betonte am Mittwoch, dass die Unterschriftenaktion dazu dienen sollte, das politische Verfahren vorerst zu stoppen. Sie sei nun „erst einmal zufrieden, dass das Tempo herausgenommen wurde“. Die Schulleiterin machte aber auch kein Geheimnis daraus, dass ihr Schulvorstand den kompletten Neubau der Schule auf dem Schützenplatz favorisiere. Diese Variante sei „noch nicht ausreichend ausgeleuchtet“.

Auch am Montag im Bauausschuss hatte Brandes sich zu Wort gemeldet und die Varianten mit dem Teilneubau auf dem alten Stadtwerkegelände und dem Komplettneubau im Stadtpark als „fesch“ bezeichnet. Sie und der Schulvorstand seien von diesen Ideen aber vor wenigen Tagen völlig überrumpelt worden. Mittlerweile habe sich der Neubau auf dem Schützenplatz jedoch als „unser klarer Favorit“ herausgeschält, sagte Brandes.

Bürgermeister Klaus Sidortschuk bat Brandes gestern, eine Schulversammlung einzuberufen, in der er unmittelbar über das Thema informieren und Fragen beantworten kann. Alternativ bietet Sidortschuk an, selbst eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen und die Schule dazu einzuladen. Man werde mit größtmöglicher Beteiligung vorgehen.

 

Sie finden hier ein Schreiben der Schulleitung an die Eltern als PDF-Datei.

 

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„Ich hätte nie einsteigen dürfen.“ – Exkursion zur Gedenkstätte Marienborn

Am Donnerstag, dem 24. Januar 2019, um 8.00 fuhren wir, die Klassen a, d und e des elften Jahrganges, in zwei Reisebussen zur „Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn“ in Sachsen-Anhalt. Die Gedenkstätte an der ehemaligen Grenzübergangsstelle Marienborn befindet sich logischerweise nahe der Grenze zum Bundesland Niedersachsen, die zu Zeiten der Teilung Deutschlands (1949-1990) die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten, der BRD und der DDR, darstellte. Aufgrund des starken Transitverkehrs zwischen der BRD und West-Berlin durch Marienborn war die Grenzübergangsstelle Marienborn die bedeutendste an der innerdeutschen Grenze.

 

Geländeführung

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Leiter der Gedenkstätte, begann unser Besuch mit einer klassenweisen Geländeführung. Ehrenamtliche zeigten uns den Zollbereich zur Passkontrolle, die Abfertigungsbereiche für in die DDR einreisende Pkw und Lkw und den Kommandoturm mit Blick auf das Gelände und die Autobahn A2.

Über Fließbänder wurden die Pässe in die Kontrollgebäude befördert. Dort wurden die Pässe mit den Fahndungslisten abgeglichen. Einige passierende Pkw wurden in Kontrollgaragen gründlich auf Schmuggelware oder Personen überprüft. Teilweise wurden, vom Kommandoturm gesteuert, Barrieren auf die Autobahn geschoben, um Fahrzeuge im letzten Augenblick an der Durchfahrt zu hindern.

 

Zeitzeugenbericht

Im Anschluss trafen alle drei Gruppen in einem Seminarraum wieder aufeinander. Nach einer kurzen Pause begann der nächste Programmpunkt: der Zeitzeugenbericht.

Der Zeitzeuge, ein 1946 geborener Mann, der am Neujahrstag 1978 die Flucht aus der DDR über die Grenzübergangsstelle Marienborn versuchte, jedoch scheiterte.

Etwa zwei Stunden lang berichtete er uns anfänglich von seiner Kindheit, seiner christlichen Haltung, familiären Umständen und wieso er im entscheidenden Moment beschloss zu fliehen. Mit seiner Frau und zwei Kindern versteckte er sich im Kofferraum des großen Autos eines Freundes aus der BRD, den er im weiteren Verlauf seiner Erzählung als Fluchthelfer bezeichnete.

Da die DDR finanziell vom Westen abhängig war, galt ein Transitabkommen, das vorsah, dass Autos nur bei „begründetem Verdacht“ kontrolliert werden durften.

Das Ministerium für Staatssicherheit, von ihm „Horch und Guck“ genannt, bekam unter anderem über seine Patentante, die zuvor vom selben Fluchthelfer erfolgreich über die Grenze gebracht wurde, heraus, dass er auch flüchten würde. Bestärkt wurde diese Vermutung durch einen Halt am Rasthof Börde, bei dem es Kontakt zwischen dem Fluchthelfer und einem Bekannten aus der BRD gab.

In einer der Kontrollgaragen an der Grenzübergangsstelle Marienborn wurde die Familie im Auto entdeckt. Der Fluchthelfer, seine Frau und er selbst erhielten eine Haftstrafe, die Kinder kamen zunächst in ein Heim. Seine Gefängniszeit wurde verkürzt, unter dem Zwang für die Stasi zu arbeiten. In seiner Erzählung sagte er, er sei für die Stasi „wie eine Zitrone, die man auspresst“ gewesen.

Nach dem Jahr im Gefängnis freuten er und seine Familie sich über das Wiedersehen.

Nach dem Mauerfall gab es eine „Jagd“ auf die IM, was für ihn besonders tragisch war, da er zur Mitarbeit in der Stasi gezwungen wurde.

Rückblickend nennt er seine Fluchtentscheidung „blauäugig und arglos“ und verdeutlicht, die Risiken der Flucht noch nicht gekannt und bedacht zu haben. Er würde solch eine Flucht nicht noch einmal versuchen: „Ich hätte nie einsteigen dürfen.“

 

Ausstellung zur innerdeutschen Grenze

Da das Zeitzeugengespräch länger dauerte als geplant, hatten wir nur wenig Zeit in der Ausstellung. Die wenige Zeit nutzten viele, um eine Pause zu machen und über die bereits gewonnen Informationen, besonders die des Zeitzeugengesprächs, nachzudenken, statt in der Ausstellung nach weiteren Informationen zu suchen.

 

Gedenkmal Hötensleben

Der letzte Programmpunkt war nun noch die Besichtigung des Gedenkmales Hötensleben, eine erhaltene Grenzbefestigung mit Grenzmauer, Grenzsicherungszaun, Kontrollstreifen, Schussfeld, einem Grenzturm und weiteren typischen Bestandteilen.

Hier blieb uns lediglich Zeit für einen kurzen Spaziergang über das Gelände und ein Gruppenfoto vor dem Grenzturm, damit wir pünktlich in Lehrte einkehren konnten.

Es wäre schön gewesen, vielleicht vor Ort kurz über die Anlage zu reden und zu verstehen, welche Funktionen den einzelnen Grenzbestandteilen und Zonen zukamen.

 

Der Besuch der Gedenkstätten war eine gute Ergänzung zum Unterrichtsstoff. Es ist auf alle Fälle lohnenswert bei der Beschäftigung mit der jüngsten deutschen Geschichte, die Möglichkeit von eindrücklichen Zeitzeugengesprächen und des Besuchs von noch erhaltenen Gedenkstätten wahrzunehmen.

Gedenkstättenbesuche helfen uns, uns bewusst zu machen, dass die Ereignisse, von denen wir sonst in Büchern so daher lesen, tatsächlich von Menschen erlebt wurden, dass sie die Leben der Menschen geprägt haben. (Katharina Brockmeyer und Jonas Prüß)

Um das obere Bild zu vergrößern, bitte anklicken!

Der neunte Jahrgang bewährt sich im Sozialpraktikum

Wir, die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs, hatten vom 21. bis zum 25. Januar die Möglichkeit, während eines Sozialpraktikums neue Erfahrungen zu sammeln und den Berufsalltag hautnah zu erleben. Für diese Zeit hatten wir keinen Unterricht sondern konnten in einem sozialen Beruf mindestens sechs Stunden am Tag schon einmal unsere Eignung für diese Art von Beruf zu überprüfen. Die meisten von uns waren entweder in der Krippe, im Kindergarten, in einer Grundschule oder im Altenheim und haben dort die Mitarbeiter begleitet. Die Erfahrungen in den unterschiedlichen Berufsgruppen waren oft ähnlich, doch hatte jeder etwas Eigenes, Besonderes zu berichten. Beispielsweise berichtete eine Schülerin, sie hätte ganz allein die Kinder im Kindergarten auf dem Spielplatz begleiten dürfen und auch sonst viel Verantwortung übernehmen dürfen, sodass ihr die Kinder schon nach einer Woche ans Herz gewachsen waren.  Ob der Beruf auch eine Möglichkeit für später sei? Da reagierten die Schüler ganz unterschiedlich. Von „Auf jeden Fall!“ bis „Unter garkeinen Umständen!“ ist alles dabei. Manchen sind die Kinder in der Grundschule zu anhänglich, andere kommen wunderbar mit ihnen zurecht. Für manche war selbst der Alltag im Altenheim im Begleitenden Sozialen Dienst zu monoton, andere hatten Zeit für tiefgehende Gespräche mit den Bewohnern und berichteten, ihnen schon durch ein einfaches Brettspiel wie „Mensch ärgere dich nicht“ ein Lächeln aufs Gesicht zaubern gekonnt zu haben.

Ich persönlich war in einem Altenheim und habe durchweg positive Erfahrungen gemacht. Dadurch, dass die alten Menschen viel Zeit alleine verbringen, kann man ihnen leicht eine Freude machen, einfach nur, indem man sich zu ihnen setzt und sich Zeit für sie nimmt. Ich durfte auch eigenständig Gedächtnisspiele anleiten und habe festgestellt, dass manche der Bewohner nur körperlich krank waren, geistig aber noch komplett klar waren und dadurch Rätsel gelöst haben, die selbst mir schwergefallen sind. Ob ich den Beruf einer Betreuerin im Begleiten Sozialen Dienst später ergreifen möchte weiß ich noch nicht. In jedem Falle war es eine wichtige und gute Erfahrung für mich, mich um die Bewohner dort zu kümmern und in einem guten Maße Verantwortung übernehmen zu können und zu dürfen.

Insgesamt gesehen war dieses Sozialpraktikum eine wertvolle Erfahrung für uns alle, das allen schon einmal eine Idee gegeben hat, was wir später einmal für einen Beruf ergreifen werden, sei es im positiven oder negativen Sinne. (Hannah Fischer)

Handball: Sieglos beim Bezirksfinale JtfO

Beim Bezirksfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Wunstorf wurden den Lehrter Handballern der Wettkampfklasse III (2004 – 2006) ihre Grenzen aufgezeigt. Den Bezirksvorentscheid konnte man noch gewinnen; in der zweiten Runde hingegen gab es drei knappe Niederlagen. Die vier Turnierteilnehmer waren alle auf Augenhöhe, so dass einzelne Fehlwürfe oder Ballverluste über Sieg und Niederlage entschieden.

Das erste Spiel gegen das Gymnasium Großburgwedel endete mit einer 15 : 16 – Niederlage. Lehrte zeigte ein starkes Spiel im Angriff und deutliche Probleme in der Verteidigung. Der letzte Angriff führte leider nicht mehr zum möglichen Unentschieden.

Das zweite Spiel gegen das Hölty-Gymnasium aus Wunstorf ging mit 11: 14 verloren, nachdem man kurz vor Schluss noch 10 : 9 geführt hatte. Mehrere Ballverluste nach überhasteten Abschlüssen sorgten dafür, dass das Spiel kippte.

Im Spiel gegen die Schillerschule Hameln wiederholte sich der Spielverlauf auf kuriose Weise. Wieder führte man 10 : 9 und musste sich schließlich etwas unglücklich mit 11 : 15 geschlagen geben.

Insgesamt war es eine ordentliche Leistung der Lehrter Mannschaft, der in einigen Situationen das Wurfglück fehlte. Letztlich wurden die Spiele in der Defensive verloren.

Eine starke Leistung bot Christian Kormann im Rückraum, der fast die Hälfte der Lehrter Tore erzielte.

Dank an Malte Schwitters, der das Team mit betreute (Ralf Seidel).

Hinten von links: Christian Kormann (18 Tore), Herr Seidel, Michel Grumser (4), Jesse Diesmann (3), Marc Bodemer (3).

Vorne von links: Jorin Schulze, Florian Becker (2), Dominik Fritz, James Yastrebov (5), Justus Riechers (Tor), Julian Rath (1) und Mika Hänies (1).

Vier neue Lehrkräfte und vier neue Referendare

Zum zweiten Halbjahr gab es wieder erfreuliche Veränderungen im Kollegium. Vier neue Kolleginnen und Kollegen und vier neue Referendarinnen und Referendaren können als Zugänge verbucht werden. Wir heißen sie herzlich willkommen und wünschen ihnen eine schnelle Einarbeitung und eine gute Zeit am Gymnasium Lehrte. Weiter lesen →

Verabschiedung von Ursula Lorenz

In der letzten Dienstbesprechung des vergangenen Halbjahres wurde die langjährige und geschätzte Kollegin Ursula Lorenz verabschiedet. Sie war nach einem Start am Gymnasium Hankensbüttel lange Jahre hier in Lehrte tätig und unterrichtete Deutsch, Englisch und Darstellendes Spiel. Diese Fachgruppen verabschiedeten sie herzlich und augenzwinkernd. Silke Brandes sprach für die geleistete Arbeit den Dank der Schule aus.

 

Der Fachobmann der Deutschgruppe, Heinrich Vahl, hielt eine launige Rede über eine gemeinsame Abitur-Korrektur.

 

Well, if you want to sing out, sing out

and if you want to be free, be free

‘cause there’s a million things to be

You know that there are

Die Englischfachgruppe zelebrierte ein Lied von Cat Stevens mit einem neuen Text und fand folgende lobende Worte:

Liebe Ulla,

Dieser ursprünglich aus dem Erfolgsfilm Harold and Maude, einer Geschichte über eine Beziehung zwischen einem 19-jährigen Jungen und einer 79-jährigen Frau, aus dem Jahre 1971 stammende Song von Cat Stevens kam uns in den Sinn, als wir überlegten, was deine Lebenseinstellung gut widerspiegelt. Der Song ist ein Loblied auf die Individualität. Er ermutigt uns, unsere eigenen Wege im Leben zu gehen, und macht deutlich, dass es immer viele unterschiedliche Optionen auf dem Weg zum Glück gibt. Diese Haltung spiegelt nicht nur das Lebensgefühl der frühen 1970er Jahre wider, sondern wir fanden ihn auch passend für dich.

Als wir uns trafen, um deine Verabschiedung zu gestalten, stets im Bewusstsein, dass wir deinen Grad an Kreativität und Originalität nie erreichen würden, fragten wir uns, wie wir dich außerdem wahrgenommen haben. Die folgenden Eindrücke wurden spontan geäußert:

  • Du seist sehr kommunikativ. Mit dir könne man nach Unterrichtsschluss im Lehrerzimmer lange Gespräche führen, ohne dass du gehetzt auf einen Heimweg drängen würdest. Du seist dabei stets locker und entspannt gewesen. Mit dir sei viel und herzlich gelacht worden.
  • Du seist engagiert für das, wovon du überzeugt seist. Sei es fürsorgliches Interesse und Einsatz für Belange der insbesondere jüngeren Schüler. Deine schülerzugewandte Art sei lobenswert. Oder aber die spontane Bereitschaft, am Tag der offenen Tür mit Schülern ein englischsprachiges Theaterstück aufzuführen oder einen witzigen und kindgerechten Song zu inszenieren.
  • Auch habest du stets bereitwillig Aufgaben für die Fachgruppe übernommen. Sie es die Organisation der Sprechprüfung für einen Jahrgang oder aber die Übernahme der Spätschicht beim sommerlichen Kollegiumsgrillen, als es die Fachgruppe Englisch ausrichten musste. Hier zeigte sich deine gesellige Art. Auch warst du stets spontan bereit, Glück-und Genesungswünsche von der Fachgruppe an Kolleginnen persönlich zu überbringen.
  • Am auffälligsten sei jedoch deine Kreativität gewesen. Allen von uns ist deine fast abendfüllende musikalische Revue anlässlich der Verabschiedung von Franz Alberding im letzten Sommer noch gut im Gedächtnis. Du hast nicht nur ein umfassendes Wissen von passenden Pop-Songs, sondern du bist auch sehr musikalisch und verstehst es, ein musikalisches Ganzes zu gestalten.

Die Leiterin der Englischfachgruppe, Christiane Niemeier, findet herzliche Worte!

Mit einem Lied und Pantomime verabschiedeten sich die „Darstellenden Spieler“

Lehrkräfte für darstellendes Spiel unter sich: Manfred Filsinger verabschiedet sich von Ursula Lorenz.

Keine Qualifikation für den Landesentscheid JtfO-Volleyball – Mädchen

Nachdem das Gymnasium Lehrte in den letzten Jahren immer zumindest mit einer Mannschaft am Landesentscheid für JtfO-Volleyball-Mädchen teilnehmen konnte, wurde in diesem Jahr in beiden Wettkampfklassen die Qualifikation dafür verpasst. Nachdem die Mannschaft der WK II schon beim Bezirksentscheid im November 2018 scheiterte, verpasste nun auch die Mannschaft der Mädchen der Wettkampfklasse III (Jahrgänge 2004 – 2007) die Chance beim Bezirksentscheid, der am Dienstag, 5. Februar 2018, an dem Humboldt-Gymnasium in Bad Pyrmont stattfand.

Allerdings zeigten unsere Mädchen eine engagierte und respektable Leistung gegen starke Gegner, die überwiegend Spielerinnen aus Jahrgang 2004 hatten. Zudem musste Milena Warnecke aufgrund einer Erkrankung kurzfristig absagen, die unser Team sicherlich verstärkt hätte. Am Ende eines langen Turniertages belegte unsere Mannschaft einen vierten Platz bei fünf teilnehmenden Mannschaften.

 

Bild „Mannschaft WK III“:

Oben von links: Begleitender Sportlehrer Christoph Gruber, Frida Rosendahl, Jette Siever,

unten von links: Sophie Gebauer, Anna Seydel, Sophie Charlotte Dunker

Angabe von Sophie Charlotte Dunker

 

Schulentwicklung – wie geht es weiter?

Die Entscheidung über die bauliche Zukunft des Gymnasiums Lehrte rückt in die entscheidende Phase. Am Mittwoch, dem 13.02.2019, soll im Forum in einer öffentlichen Ratssitzung über die drei verbliebenen Varianten entschieden werden (siehe unten: Sachinformation). Wie der Presse zu entnehmen war, läuft es nach Sicht der politischen Mehrheit auf eine Sanierung der bestehenden Gebäude mit Teilneubau auf dem alten Gelände hinaus. Da dies eine mehr als dreijährige Bauzeit mit Abriss der meisten Gebäude und einer Übergangslösung mit Containern bedeuten wird, kann dies nicht die beste Lösung für unsere Schule sein. Die beiden anderen Varianten gäben die Möglichkeit, die alten Gebäude weiter zu nutzen und dann nach Fertigstellung der Neubauten einen kurzen Umzug ohne Störung des Schulbetriebs zu realisieren. Als wichtigen Aspekt sollte man noch ins Auge fassen, dass die anderen Varianten preislich attraktiv sind und es vermieden werden könnte, vier Millionen Euro für die Interims-Containerlösung einzusetzen. Schulvorstand, Elternrat, Schülervertretung und Lehrerschaft setzen sich dafür ein, dass nochmals alle Optionen geprüft und zu Ende gedacht werden. Dazu werden aktuell Unterschriften in den Sekretariaten gesammelt; diese sollen dann am nächsten Montag an den Bürgermeister übergeben werden.

 

Sachinformation zum Thema „Lehrte Mitte Gymnasium Sanierung vs. Neubau“

Die politischen Vertreter der Stadt Lehrte beraten derzeit in diversen Ausschüssen (Schulausschuss, Bau- und Verkehrsplanungsausschuss, Ausschuss für Haushalt, Wirtschaft, Liegenschaften und Feuerschutz, Verwaltungsausschuss, Rat) die Frage der räumlichen Schulentwicklung des Gymnasiums. Dazu gibt es eine Verwaltungsvorlage (Nr. 006/2019), die vom derzeitigen Bürgermeister Sidortschuk unterzeichnet ist. Diese stellt drei Varianten gegenüber:

„Variante D“:

Sanierung und Umbau des unter Denkmalschutz stehenden Altbaus, Abriss Anbau (Sporthalle) und Erweiterungsbau. Errichtung eines Neubaus (ca. 6.794 m²) mit Sporthalle (640 m²) zur Abdeckung des Flächenmehrbedarfs und als Sporthallenersatz.

Baukosten Schulgebäude neu: 18.940.000 €

Sanierungskosten Schulgebäude alt 4.244.000 €

Baukosten Mensa: 0 €

Baukosten Sporthalle (1-Feld-Halle): 1.863.000 €

Baukosten Außenanlagen: 359.000 €

Abrisskosten Bestandsgebäude Sek I 851.000 €

Interimskosten: 4.050.000 €

Zwischensumme San./Neubau Sek I: 30.307.000 €* (ohne Sanierungskosten Sek II)

Bauzeit Sanierung/Neubau: ca. 2,5 Jahre**

* In diesen Kosten sind 4.050.000 € für die sog. Interimslösung, also für eine Container-Unterbringung aufgeführt.

**Diese Angabe wurde im Schulausschuss auf 3,5 Jahre korrigiert, weil die Zeit der Abrissarbeiten versehentlich nicht berücksichtigt wurde.

 

„Variante E“:

Neubau eines SEK I Gebäudes auf einem freien städtischen Grundstück, Abriss aller Gebäude auf dem Grundstück der SEK I mit Ausnahme des unter Denkmalschutz stehenden Altbaus. Für den Altbau ist eine neue Nutzung zu finden, das Gebäude ist entsprechend umzubauen und zu sanieren.

Baukosten Schulgebäude: 22.731.000 €

Baukosten Mensa: 2.717.000 €*

Baukosten Sporthalle (3-Feld-Halle): 5.246.000 €*

Baukosten Außenanlagen: 825.000 €

Zwischensumme Neubau Sek I: 31.519.000 €

Abrisskosten Bestandsgebäude Sek I 851.000 €

Interimskosten: 0 €

Gesamtkosten Sek I: 32.370.000 €

Bauzeit Neubau: ca. 1,5 Jahre

*Die knapp 8 Mio. Euro, die für den Bau einer Mensa und einer 3-Feld-Halle vorgesehen sind, sollten sich erheblich reduzieren lassen, wenn sich der Neubau in der Nähe des jetzigen Schulstandortes realisieren lässt. Vermutlich reicht dann der Bau einer Ein-Feld-Halle.

 

„Variante F“:

Neubau eines Gymnasiums mit SEK I und SEK II auf einem freien städtischen Grundstück, Abriss aller Gebäude auf dem Grundstück der SEK I mit Ausnahme des unter Denkmalschutz stehenden Altbaus. Für den Altbau der SEK I und das Gebäude der SEK II sind neue Nutzungen zu finden, die Gebäude sind entsprechend umzubauen und zu sanieren.

Baukosten Schulgebäude: 27.899.000 €

Baukosten Mensa: 2.717.000 €*

Baukosten Sporthalle (4-Feld-Halle): 7.348.000 €*

Baukosten Außenanlagen: 825.000 €

Zwischensumme Neubau Sek I + Sek II: 38.789.000 €

Abrisskosten Bestandsgebäude Sek I 851.000 €

Interimskosten: 0 €

Gesamtkosten Sek I + Sek II: 39.640.000 €*

Bauzeit Neubau: ca. 2 Jahre

*Die gut 10 Mio. Euro, die für den Bau einer Mensa und einer 4-Feld-Halle vorgesehen sind, reduzieren sich erheblich, entfallen ggf. ganz, da bei einem Neubau in der Nähe des jetzigen Standorts die bisherige Mensa und die vorhandenen Sporthallen weiterhin genutzt werden können. Vielleicht reduziert sich der zusätzliche Bedarf auf ein Bistro und eine Halle mit max. zwei Feldern.

 

Fazit aus Sicht des Gymnasiums Lehrte:

Die einzig wirklich im Detail durchgeplante Variante ist D; allerdings fehlen hier noch Konkretisierungen zur Frage der Interimslösung (z.B. Standort der Container…Schützenplatz?).

Weder die Variante E noch die Variante F, obwohl sie von der Stadtverwaltung und/oder den politischen Vertretern selbst ins Spiel gebracht worden sind, sind sachlich und verlässlich konkretisiert (zu E: ehemaliges Gelände der Stadtwerke, Schulhofgestaltung, Einbeziehung von Straßenflächen, Nachnutzungsmöglichkeiten des Sek. I-Gebäudes;

zu F: Schützenplatz, stadtplanerische Konsequenzen, baurechtliche Konsequenzen, Umweltschutz-/Naturschutzaspekte, Nachnutzungsmöglichkeiten sowohl des Sek. I- als auch des Sek. II-Gebäudes).

Trotz allem positionieren sich die Fraktionen der SPD, der Grünen, der Linken und der FDP in den Ausschüssen zum jetzigen Zeitpunkt unmissverständlich und derzeit unverhandelbar für die Variante D und muten damit der Schulgemeinschaft einen über ca. drei Jahre andauernden Unterricht in Containern für die Sek. I zu. Dabei werden über 4 Mio. Euro für Container ausgegeben, anstatt sie in einen Neubau zu investieren und damit auf dem neuesten Stand zu sein. Der Zustand des Sek. II-Gebäudes wird dabei schlichtweg außer Acht gelassen.

Vergleicht man die Kosten für die Variante D (30.307.000 €) mit den maximal „bereinigten“ Kosten für die Variante F (39.640.000 € – 10.065.000 = 29.575.000 €), dann spätestens wird deutlich, dass man mit einem Neubau sowohl der Sek. I als auch der Sek. II nur gewinnen kann. (Eine reine Sanierung der Sek. II im bestehenden Gebäude wird derzeit mit knapp 9,5 Mio. Euro beziffert.) Selbst wenn doch Kosten für eine kleine Mensa/Café und eine 1- oder 2-Feld-Halle entstehen, ist der Kostenunterschied zwischen D und F nahezu marginal.

Ein Vergleich der Bauzeit (inkl. Erforderlicher Abrisse) spricht ebenfalls nicht für die Variante D, die mit 3,5 Jahren deutlich über den ausgewiesenen Zeiten für die Varianten E (1,5 Jahre) und F (2 Jahre) liegt. Selbst wenn sich für die Varianten E und F weitere Zeitfaktoren ergäben (z.B. Änderung des Bebauungsplans), sind sie zeitlich mindestens nicht nachteilig und vor allem ersparen sie beide die lange Container-Zeit!

Wir halten es daher für absolut unplausibel, sich bei dem jetzigen Kenntnisstand gegen die Varianten F sowie E und für die Variante D zu entscheiden.

Wir fordern daher den Rat der Stadt Lehrte auf, sich entweder jetzt schon klar für die Variante F auszusprechen und alles zu unternehmen, diese Lösung auf dem Schützenplatz zu realisieren oder wenigstens die Varianten F und E einer sorgsameren Prüfung als bisher geschehen zu unterziehen und von der Verwaltung entsprechend sachlich fundiert darlegen zu lassen.

 

Wir wollen als Schule deutlich zeigen, dass uns diese Entscheidung nicht gefällt:

  • Am Freitag, dem 08.02.2019, werden wir an vier Stellen in den Gebäuden während des Elternsprechtages eine Unterschriften-Aktion durchführen gegen die Variante D (Sanierung/Neubau auf bestehendem Sek. I-Gelände) und für eine intensive Prüfung der Varianten F (Neubau der gesamten Schule) und E (Neubau der Sek. I).
  • Unterschriften-Listen liegen ab Mittwoch, dem 06.02.2019, in den Sekretariaten aus.
  • Wir werden die Unterschriftenlisten in einer gemeinsamen öffentlichen Aktion am Montag, dem 11.02.2019, ins Rathaus bringen und sie dem Bürgermeister überreichen.
  • Am Mittwoch, dem 13.02.2019, 18 Uhr, besteht die Möglichkeit, die öffentliche Ratssitzung im Forum zu besuchen. Unter den Tagesordnungspunkten 2 (Fragestunde der Einwohnerinnen und Einwohner) und 22 (Anfragen und Anregungen der Einwohnerinnen und Einwohner) besteht die Gelegenheit, sich einzubringen.

Lasst/Lassen Sie uns gemeinsam für unsere Schule eintreten.

Silke Brandes, Schulleiterin

Die Zukunft des Lehrter Gymnasiums in der Presse

Im April des Jahres 2018 begann die von der Stadt Lehrte beauftragte Planungsfirma Drees und Sommer mit der „Nutzerbedarfsplanung im Beteiligungsprozess“, bei der die pädagogischen Wünsche der Beteiligten (also von uns – dem Gymnasium Lehrte) abgefragt wurden. Im Laufe des vergangenen Jahres entwickelten diese Fachleute, die schon oft  an der Planung diverser Großprojekte beteiligt waren, verschiedene Szenarien für die Sanierung, einen Teilneubau oder einen Komplettneubau des Lehrter Gymnasiums. Nach verschiedenen Sitzungen der Lehrter Gremien geht es nun recht zügig auf eine Entscheidungsfindung zu. In der vergangenen Woche fiel im Schulausschuss ein Vorentscheid, über dem am Mittwoch, dem 13.02.2019, im Forum in einer öffentlichen Ratssitzung entschieden wird. In besagter Schulausschuss-Sitzung kam eine neue Idee auf den Tisch, die die Attraktivität des Gymnasiums und der Stadt Lehrte insgesamt stärken könnte.

 

Am 2. Februar schrieb Achim Gückel im Lehrter Teil der HAZ folgenden Text:

 Neues Gymnasium auf Schützenplatz?

CDU kann sich das durchaus vorstellen – SPD, Grüne und Linke sagen Nein zu dem Vorschlag

Bekommt Lehrte einen kompletten Neubau für sein derzeit aus allen Nähten platzendes Gymnasium? Und könnte dieser auf dem Schützenplatz im Stadtpark entstehen? CDU-Politiker beantworten diese beiden Fragen mit einem vorsichtigen Ja. SPD, Grüne und Linke sagen zumindest zur zweiten Frage entschieden Nein. In den kommenden Wochen muss der Rat sich entschließen, was nun mit dem Gymnasium geschehen soll. Denn über eines sind sich alle einig: Die Zeit drängt!

Bereits vor mehreren Monaten hatten Gutachterinnen aus Hamburg den Lehrter Politikern mehrere Varianten zur Sanierung und Erweiterung des Sek-I-Gebäudekomplexes an der Friedrichstraße vorgestellt. Dieses ist zu klein, und sein Altbau steht unter Denkmalschutz. Übrig geblieben ist von den ursprünglichen Varianten mittlerweile nur noch eine. Sie sieht den Abriss der Sek-I-Anbauten aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren sowie einen Neubau inklusive kleiner Sporthalle an gleicher Stelle vor. Rund 30 Millionen Euro würde das kosten, und für die SPD ist diese Marschroute die einzig richtige. Die „zentrale, integrierte Lage“ des Gymnasiums mit Sek I an der Friedrichstraße und Sek II an der Burgdorfer Straße sei „eine Bereicherung für die Innenstadt“ und habe sich bewährt, schreibt SPD-Fraktionschef Bodo Wiechmann jetzt in einer Presseerklärung.

Soll die Stadt den Park opfern?

Wiechmann erteilt überdies einer von der CDU-Opposition ins Spiel gebrachten völlig neuen Überlegung eine Abfuhr: Das Gymnasium neu auf dem Schützenplatz zu bauen lehne seine Fraktion einmütig ab, sagt der SPD-Chef. Ähnlich äußerte sich unlängst in einer Sitzung des Schulausschusses bereits Carsten Milde für die Grünen. „Das kommt nicht infrage“, sagte er insbesondere im Hinblick darauf, dass für einen Gymnasium-Neubau auf dem Schützenplatz auch etwa 4000 Quadratmeter Parkfläche weichen müssten. Der Sprecher der Lehrter Linken, Christoph Lokotsch, lehnte die Überlegung jetzt in einer schriftlichen Stellungnahme ab. Bereits heute sei die Stadt mit etwa 600 Ersatzpflanzungen von Bäumen im Rückstand. Was die Stadt brauche, sei mehr Grün, nicht weniger.

Bauphase ohne Container

Anders die CDU: Im Schulausschuss betonte Christdemokrat Reneé-Michael Friedrich, dass ein neues Gymnasium auf dem Schützenplatz durchaus seinen Reiz habe. Das mache den Schulbetrieb in der Bauphase einfacher, die Schüler müssten nicht in Container umziehen. Die unter Platznot leidende Stadtverwaltung könne später vielleicht die frei werdenden Räume des alten Gymnasiums nutzen. Friedrichs Fraktionskollege Ralf Wengorsch sagte, von den Baukosten her (etwa 40 Millionen Euro) ergebe sich „kein großer Unterschied“ zur Sanierungs- und Neubauvariante an der Friedrichstraße. Er gab aber ebenso zu bedenken, dass ein Gymnasium auf dem Schützenplatz wohl neue Probleme schaffe.

Diese Probleme sind nach Ansicht von Jürgen Adloff, Leiter des Fachdienstes für Gebäudewirtschaft, erheblich. Rein rechnerisch könne die Größe des Schützenplatzes zwar für einen Neubau reichen. Die Fläche in L-Form sei aber schwierig zu bebauen. Lehrtes Erster Stadtrat Uwe Bee erinnerte daran, dass auf dem Schützenplatz nicht einmal Baurecht bestehe. Eine Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans seien nötig. Das sei kompliziert und dauere mindestens ein Jahr. Wo die Schützen künftig ihr Fest feiern würden, wäre ebenfalls unklar. Dafür müsse man einen neuen Platz schaffen, hieß es. Auch das sei nicht so ganz einfach.

C-Fläche ist keine Alternative

Noch zwei weitere Varianten für einen Neubau des Gymnasiums wurden im Schulausschuss erstmals erörtert – ein Neubau auf dem alten Stadtwerkegelände an der Manskestraße oder einer auf der sogenannten C-Fläche zwischen Pfingstanger und Mielestraße. Beide haben ihre Tücken.

Auf der C-Fläche würde zwar der Platz reichen, der Standort sei aber zu weit entfernt von der Innenstadt sowie laut Adloff „planerisch und pädagogisch nicht machbar“. Denn schon vor mehreren Jahren hatte ein Gutachten ergeben, dass eine Wohnbebauung auf der C-Fläche wegen des Bahnlärms unmöglich sei. Das gelte dann sicher ebenso für eine Schule, hieß es nun. Dieser Ansicht schlossen sich die Politiker an.

Wäre hier genug Platz für ein neues Gymnasium: Das alte Stadtwerkegelände an der Manskestraße, auf dem die Lehrter Wohnungsbau eigentlich einen neuen Mini-Stadtteil mit Mietwohnungen bauen will. Katja Eggers

Zentrale Lage

Das alte Stadtwerkegelände indessen liegt zwar zentral, gehört aber mittlerweile der Lehrter Wohnungsbau, die dort schon bald einen neuen Mini-Stadtteil mit Mietwohnungen errichten will. Adloff sagte im Ausschuss, dieses Gelände reiche auch „maximal für einen Sek-I-Neubau“. Man müsse ansonsten möglicherweise viergeschossig bauen und Teile der Schlesischen Straße zum Schulgelände dazuschlagen. Positiv wären aber die Nähe zu Sporthallen und der Mensa an der Friedrichstraße. SPD-Fraktionschef Wiechmann nennt letztgenannte Variante jetzt eine „interessante Alternative“, die jedoch an der geringen Grundstücksgröße von knapp 6800 Quadratmetern scheitere. Die CDU sieht das ebenso. Linke und Grüne wollen hingegen, dass die Stadt diese Idee wenigstens noch einmal prüft. (Achim Gückel – HAZ)

Exkursion der Klasse 9a zum Amtsgericht Lehrte

Das Ergebnis: Eine Freiheitsstrafe, ein Versäumnisurteil, eine Strafe auf Bewährung und eine Verfahrenseinstellung! Was sich wie eine Schlagzeile der Bildzeitung anhört, meint nichts anderes als einen Besuch unserer Klasse beim Amtsgericht Lehrte im Rahmen des Politikunterrichts.

 

Unser Gerichtstag fand am 29.01.2019 statt und begann um 9:00 Uhr. Zwischen den vier angesetzten Verhandlungen hatten wir Gelegenheit, mit dem Richter Glaß, gleichzeitig auch Direktor des Amtsgerichts, zu sprechen. Er informierte uns darüber, wie man sich im Gerichtssaal zu verhalten hat, zum Beispiel, dass man aufsteht, wenn der Richter den Raum betritt oder sich erhebt, dass Kaugummis verboten sind, dass man die Handys ausmacht und bei der Verhandlung ruhig und konzentriert ist. Herr Glaß berichtete von seiner Arbeit und zeigte uns den Keller des Gerichts, in dem sich Haftzellen und eine Unmenge an Akten befinden.

Vor jeder einzelnen Gerichtsverhandlung erzählte er uns kurz, worum es in dem folgenden Fall ging. Wir wussten nun Bescheid und waren gespannt.

Der erste „Hauptdarsteller“ war ein seit 10 Jahren drogenabhängiger, mit 18 Straftaten vorbelasteter, junger Mann. Nachdem seine Versuche, von seinen Eltern Geld zu bekommen und in ein Haus in Lehrte einzubrechen, scheiterten (die Eltern verweigerten ihm ihre Unterstützung und am Haus entdeckte er auf einmal eine Überwachungskamera), beobachtete er auf der Busfahrt zu seiner Schwester, die er ebenfalls um Geld bitten wollte, eine ältere Dame, die gerade ihr Haus verließ. Kurzentschlossen beendete er also seine Fahrt in Immensen und verschaffte sich Zutritt zu dem Haus. Dort erbeutete er Bargeld in Höhe von 280 Euro.

Zur zweiten Verhandlung trat nur ein Zeuge in den Gerichtssaal. Er konnte diesen aber kurz darauf wieder verlassen, da die Angeklagte nicht zum Termin erschienen war. Ihr wurde vorgeworfen, Arbeitslosengeld zu beziehen und gleichzeitig einen Nebenjob auszuüben.

Beim dritten Fall handelte es sich um einen ca. 40-jährigen, seit seinem 16. Lebensjahr drogenkonsumierenden Mann, der immer mal wieder beim Gericht „vorbeischaut“. Richter Glaß und er sind sozusagen alte Bekannte. Diesmal soll der Angeklagte dreimal schwarzgefahren sein. Die letzte Beschuldigte an diesem Tag, eine ältere Frau, soll sechsmal schwarzgefahren sein.

Zu allen Fällen äußerte sich auch der Staatsanwalt. Und so sind die Verhandlungen ausgegangen:

Der junge Mann, der Geld für Drogen brauchte, wurde zu 2 Jahren und 3 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Zugute kamen ihm sein Geständnis, seine Entschuldigung bei der Geschädigten und seine Therapiebereitschaft.

Die Dame, die wahrscheinlich zum Zeitpunkt der Verhandlung ihrem Nebenjob nachging, wird einen schriftlichen Strafbefehl erhalten.

Der „Bekannte“ bekam eine zweimonatige Haftstrafe auf Bewährung, weil er geständig war und sich bereits einer Entgiftung unterzog.

Das Verfahren im letzten Fall wurde eingestellt. Hier wurde die Tat als zu gering angesehen. Auch die Schwere der persönlichen Situation, eine Depression und der Verlust des Ehemannes, hatten Einfluss auf diese Entscheidung.

Um 12:25 Uhr ging der für uns interessante Gerichtstag zu Ende.
Der Tipp des Tages kam vom Richter höchstpersönlich: Finger weg von Drogen!

(Bericht von Aurea Gräve)

Schülervertretung organisiert DKMS-Aktion

Die erfreulich aktive Schülervertretung hat in diesem Jahr wieder eine Aktion mit der Deutschen Knochenmarkspenderkartei (DKMS) organisiert. Am 25.01.2019 fand in der 3. und 4. Stunde im Forum für die Schülerinnen und Schüler des 11. und 12. Jahrgangs ein 45-minütiger Vortrag über die Bedeutung von Knochenmarkspenden zur Bekämpfung von Blutkrebs statt.

Neben dem souveränen Sachvortrag der DKMS-Repräsentantin Nadja Schmidt war auch der Bericht der Spenderin Anna-Lena von Glahn sehr eindrucksvoll. Anschließend konnten sich die Zuhörer auf freiwilliger Basis testen und in die Kartei eintragen lassen. Auch das Schülersprecherteam Lara Thomas und Leonard Hunte ging in dieser Hinsicht mit gutem Beispiel voran. Bereits vor zwei Jahren gab es eine DKMS-Registrierung am Gymnasium Lehrte im Rahmen der Spendenaktion nach den Weihnachtskonzerten. Die Fotos stammen von Rabea Viola Schmitz.

Der Vortrag im Forum

Im Musikraum fand das Screening statt.

Connor Noch nimmt den Wangenabstrich vor.

Sören Weihkopf entnimmt mit einem Wattestäbchen einen Wangenabstrich, Valeria Homutov und Marleen Jolitz nehmen seine Daten auf.

 

Im der HAZ berichtete Katja Eggers über diese Veranstaltung:

Gegen Blutkrebs: Schüler machen den Mund auf.

 76 Gymnasiasten lassen sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) als Stammzellenspender registrieren.

 Leben retten kann ganz einfach sein. Sören Weihkopf hat dafür gestern Vormittag lediglich den Mund aufgemacht und mit drei Wattestäbchen Abstriche von seiner Wangenschleimhaut genommen. Das dauerte gerade einmal drei Minuten. „Eine Minute für die linke Seite, eine für die rechte und noch mal eine Minute für beide“, erklärte ihm Mitschülerin Marleen Jolitz und maß die Zeit mit dem Handy. Mit dem Wangenabstrich hat sich Sören als potenzieller Stammzellenspender bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen.

An der Schule ist niemand erkrankt

Der 17-Jährige ist einer von insgesamt 76 Schülern des Lehrter Gymnasiums, die mit der Aktion das Leben von Leukämiekranken retten wollen. Zur Registrierung hatte die Schülervertretung aufgerufen. Vor zwei Jahren hatten sich bei der DKMS schon einmal 65 Schüler im Lehrter Gymnasium registrieren lassen. Einen Mitschüler oder Lehrer mit Blutkrebs gibt es laut Schülersprecherin Lara Thomas am Gymnasium nicht. „Wir wollen einfach generell helfen“, sagt Lara.

Die Bereitschaft ihrer Mitschüler war gestern groß. Die Schlange vor dem Musikraum, in dem die Registrierungen vorgenommen wurden, war lang. „Dass die Schule das anbietet, finde ich super“, sagte Sören. Auch Mitschüler Connor griff bereitwillig zu den Wattestäbchen. Angst vor einer Knochenmarkentnahme, falls er als Spender in Frage käme, hat er nicht. „Da wäre ich ja unter Vollnarkose“, sagte Connor.

„Jede Registrierung ist wichtig“

Dass die Stammzellenspende über eine Knochenmarkentnahme nur in etwa 20 Prozent der Fälle angewandt wird und Stammzellen vor allem über ein spezielles Verfahren direkt aus dem Blut gewonnen werden, hatten die Schüler zuvor in einem Vortrag im Forum erfahren. Nadja Schmidt von der DKMS hatte dabei über die beiden Methoden der Stammzellenspende und ihre Bedeutung bei der Bekämpfung von Blutkrebs gesprochen. „Alle 15 Minuten erhält ein Patient in Deutschland die Diagnose Leukämie, zum Überleben ist oftmals eine Stammzellenspende nötig“, betonte Schmidt. Einen passenden Spender zu finden könne jedoch schwer sein, da die Gewebemerkmale zwischen Spender und Patient übereinstimmen müssen. „Jede Registrierung ist daher wichtig“, betonte Schmidt. (Von Katja Eggers)

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Im Marktspiegel berichtete Gabriele Gosewich über diese Aktion:

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Dritter Platz der Handball-Mädchen bei JtfO WK III

Beim Handballturnier „Jugend trainiert für Olympia“ der Mädchen gab es in der Wettkampfklasse III einen dritten Platz für das Gymnasium Lehrte. Gleich im ersten Turnierspiel kam es zum Aufeinandertreffen mit dem späteren Sieger vom Gymnasium Sarstedt. Bei der 5:15 – Niederlage war man leider chancenlos.

Der zweite Gegner von der Realschule Himmelsthür lieferte der Lehrter Mannschaft ein robustes Spiel mit vielen Fouls auf beiden Seiten. Nach einer knappen Pausenführung und einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit konnten die Lehrter schließlich mit 12:6 (5:4) gewinnen.

Im letzten Spiel gegen die Humboldtschule aus Hannover boten die Gastgeber aus Lehrte ihre stärkste Leistung und erreichten ein verdientes Unentschieden (15:15). Dabei überzeugten insbesondere Emma Magiera, Sophie Klußmann und Elsa Hajdini.

Die KGS Laatzen konnte krankheitsbedingt nicht antreten, die Sarstedter gewannen mit drei klaren Erfolgen letztendlich auch das Turnier und die Lehrter belegten auf Grund des schlechteren Torverhältnisses den dritten Platz hinter der punktgleichen Humboldtschule.

Vielen Dank an die beiden Schiedsrichter Inka Haack und Simon Schaldach, an die Betreuerinnen Kyra Komischke und Johanna Tillmann und an das Kampfgericht mit Wiebke Lahmann und Lara Sievers (Ralf Seidel).

Hinten von links: Lilli Karich, Narin Kezer, Emma Magiera, Denise Lyke, Lena Hübner

Vorne von links: Marie Wilkening, Elsa Hajdini, Sophie Klußmann und Annika Kluge.
Es fehlen: Hannah Scheuer und Fiona Schlicke