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Erasmus+: Der Faden der Ariadne – Arbeitstreffen in Ungarn

logo_erasmus-kleinAm Sonntag, den 26. März 2017, um 8 Uhr morgens, begann die Reise der Erasmus-Gruppe II des Gymnasiums Lehrte mit Herrn Dr. Grobmann und Frau Weiß vom Hauptbahnhof in Hannover aus in Richtung Ungarn.

Nach der Fahrt mit dem ICE nach Hamburg flogen wir von dort aus nach Budapest und wurden von unseren Gastfamilien und Austauschpartnern am Flughafen herzlich empfangen, denen wir viel zu erzählen hatten. Nach einer Stunde Fahrt mit dem Auto in Richtung Süden sind wir schließlich in Kecskemét angekommen; die aufstrebende Industriestadt liegt etwa 80 km von Budapest entfernt. Zunächst erkundeten wir mit unseren Gastfamilien ein wenig die Stadt und im weiteren Verlauf der Woche sollten wir dann auch die traditionelle ungarische Küche mit Gulasch, Kürtöskalács und vielen weiteren Gerichten kennen und schätzen lernen.

Am Montag begann dann gleich unser Erasmus Programm. “Ziel dieses Projekts ist es, mit unseren ausländischen Partnern zusammen eine internationale Website für den europäischen Arbeitsmarkt zu erstellen, damit jugendliche Arbeitslose als auch Berufs- und Studienanfänger sich effizienter über ihre weiteren individuellen Studien- und Ausbildungschancen europaweit über eine Internetplattform informieren können”, erläutert Lehrer Grobmann das Projekt.

Zunächst wurde uns das Gymnasium ’Bolyai Janos’ gezeigt (ein siebenzügiges Gymnasium, von der 7ten bis zur 13ten Klasse), das von unseren ungarischen Austauschschülern besucht wird. Dort lernten wir auch die anderen Schüler und Lehrer aus Lettland, Ungarn und Polen kennen.

Jeder Schüler wurde sodann in eine Gruppe eingeteilt, die unterschiedliche Aufgaben während der Woche zu bearbeiten hatte, wie zum Beispiel Interviews mit Auszubildenden zu führen, sich über Berufsmöglichkeiten zu informieren oder Fotos über die Werksbesuche zu erstellen.

Schließlich haben wir einen informativen Einblick in das ungarischen Schulsystem erhalten, das sich doch sehr von dem unseren unterscheidet – dort gibt es kein Dreiklassen- Modell wie bei uns und die Orientierungshilfen und Möglichkeiten für Studium und Ausbildung stecken noch in den Kinderschuhen. “Unser erprobtes, schulinternes Studien- und Berufsfindungsprogramm, das wir z.B. am Gymnasium Lehrte unseren Schülern als Hilfe zur Orientierung anbieten, ist doch schon viel weitgreifender und zielgerichteter als das, was man in Ungarn bislang kennt”, hebt Lehrer Grobmann hervor. “So kennen die Ungarn bislang z.B. keine Praktika oder entsprechende Orientierungshilfen und Programme zur Vorbereitung auf das spätere Berufsleben bzw. den gewählten Studiengang. Sie haben andere Möglichkeiten, sich zu informieren und zu orientieren – und deshalb ist es wichtig, dass wir voneinander lernen können – innerhalb und außerhalb dieses Projekts.”

Schließlich erläuterten uns Studenten des PAD, welche Voraussetzungen man benötigt, um an der Fern-Uni in Hagen zu studieren und welche Hilfen und Unterstützung man dazu in Ungarn erhält.

Am Nachmittag besuchten wir dann das bekannte Lebensmittelwerk Univer, das etwas außerhalb der Stadt liegt. In diesem Werk werden typische ungarische Saucen, Pasten und Säfte hergestellt. Dort angekommen, musste aus hygienischen Gründen jeder von uns einen Kittel und eine Haube tragen, was sehr unterhaltsam aussah.

Am darauf folgenden Tag haben wir das Tochter-Werk von Mercedes in Kecskemet besucht, wobei wir beobachten konnten, wie eine Marke, die ausschließlich in diesem Werk produziert wird, vom Band läuft. Diese Chance wird nicht jedem Besucher geboten. Vor allem, wie die großen Roboter die einzelnen Teile zusammengeschweißten und zusammenfügten, damit am Ende das fertige Auto erprobt und getestet werden kann, war sehr spannend zu beobachten. Zum Glück waren die Führungen auf Englisch und auf Deutsch, ansonsten hätten wir nicht einmal ansatzweise etwas verstehen können.

Diese Erfahrung machten wir später dann beim Einkaufen in dem Mercedes-Shop, wobei wir öfter Hilfe von unseren ungarischen Freunden brauchten, da wir außer ein paar Worten wie „Szia“ (Hallo) und „Köszönöm“ (Danke), nichts auf ungarisch sagen konnten und somit ein wenig hilflos waren, als uns die Verkäufer an der Kasse in der Landessprache ansprachen.

Nach der Werksführung bei Mercedes besuchten wir noch ein interaktives Musikmuseum in der Stadt. Zwei von unseren Schülern aus Lehrte war es gestattet, interessante und außergewöhnliche Instrumente, wie zum Beispiel ein Alpenhorn, vor den anderen auszuprobieren und vorzuspielen. Abschließend haben alle Schüler an einer Stadtrallye teilgenommen, um Kecskemét mit ihrem geschichtlichen Hintergrund besser kennen zu lernen ; so konnten wir uns zugleich auch mal mit den anderen Schülern aus Ungarn, Polen und Lettland privat unterhalten und uns weiter anfreunden.

Am Mittwoch besuchten wir die Uni in der Stadt, die zu einem internationalen Treffpunkt ausgebaut werden soll; der neue große Campus ist gerade im Entstehen. Die Universität wird aus zwei Fachhochschulen zusammengefügt, zum einen aus der Maschinenbaufakultät und zum anderen aus der Fakultät für Gartenbau, wo wir auch die Plantagen aufgrund des schönen Wetters – es waren bis zu 26 Grad – besichtigten. In der Fakultät für Maschinenbau wurde uns ein selbstgebauter Rennwagen vorgestellt, in den wir uns auch hinein setzen durften. Die Studenten nehmen nämlich oft mit selbstgebauten Autos an internationalen Wettbewerben teil und waren bislang sehr erfolgreich. Abschließend besichtigten wir auch noch ein von ihnen gebautes und erprobtes Solarauto.

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Am nächsten Tag sind wir nach Budapest gefahren und haben dort u.a. das Parlament besichtigt, welches sich doch stark von dem modern gehaltenen Bundestag in Berlin unterscheidet. Besonders durch das viele Blattgold, welches beim 19-jährigen Bau verwendet wurde als auch durch die vielen säulenartig gestalteten Räume und Flure wirkt das Parlament sehr prunkvoll. Eine Besonderheit war auch, dass die Stephanskrone – die Krone der ehemaligen ungarischen Könige – im Kuppelsaal ausgestellt ist.

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Nach der Führung besichtigten wir das Felsenkrankenhaus, ein ehemaliges Krankenhaus, welches unter der Erde liegt und im Zweiten Weltkrieg auch als Atombunker genutzt wurde. Vor einiger Zeit ist es als Museum umgebaut worden und dokumentiert heute seine aufregende, historische Entstehung und Geschichte mittels nachgestellter plastischer Szenen mit vielen Wachsfiguren. Der tiefste Punkt liegt 18 Meter unter der Erde und es ist wie ein Labyrinth gebaut. Zumindest hatte man das Gefühl, da man unten schnell seine Orientierung verlor.

In unserer Freizeit danach hatten wir die Möglichkeit die Matthäus Kirche und die Burg zu besichtigen, von der wir einen fantastischen Blick auf das Parlament und die Donau hatten.

Freitag war leider schon der letzte Tag unseres Arbeits-Besuchs in Ungarn. Hier haben wir unsere Ergebnisse, die wir in den Gruppen bislang erarbeitet hatten, vorgestellt. Schließlich hat unsere Gruppe aus dem Gymnasium Lehrte ihre bereits zusammengetragenen Ergebnisse bezüglich der zu erstellenden Website mit einer Powerpoint-Präsentation allen Anwesenden vorgestellt, sodass die anderen Gruppen daran weiterarbeiten und jeweils ihre Ergebnisse aus ihren Ländern einbinden können, um sie dann auf dem nächsten Treffen in Polen vorzustellen.

Zum Abschluss gingen wir alle Bowlen, wobei einige mehr Erfolge als andere vorweisen konnten. Um auch unseren Familien etwas mitbringen zu können, waren wir noch ungarische Süßigkeiten und Souvenirs einkaufen.

Am Samstag mussten wir zu einer unchristlichen Zeit – 5 Uhr – aufstehen und uns dann leider auch von unseren Gastfamilien und Austauschpartnern verabschieden.

Diese Woche hat uns allen viel Spaß gebracht und wir hätten gerne mehr Zeit in Ungarn mit unseren Freunden verbracht, die wir alle vermissen werden. Jedoch konnten wir zumindest die schönsten Augenblicke auf Fotos festhalten. (Laura Fischer, Ricarda Hohmann)

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Experimentier-AG belegt dritten Platz mit Video

In der Experimentier-AG von Frauke Bosse werden immer wieder verschiedene kleine oder auch größere Versuche und Experimente ausprobiert. Im letzten Oktober haben die Teilnehmer der AG von einem Videowettbewerb erfahren, der sich um das Thema Milch drehen sollte. Nachdem sich die Schüler zur Teilnahme entschieden hatten, ging es zunächst einmal daran, spannende Versuche rund um die Milch zu finden, zu testen und auszuwerten. Anschließend wurden die schönsten ausgewählt und ein Drehbuch für das Video geschrieben. Die Schüler brachten Kameraausrüstung von zuhause mit und dann wurde gedreht – und das mit Erfolg. Für ihr Video wurden sie im Apollo-Kino ausgezeichnet. Im Anzeiger Lehrte berichtete Katja Eggers über die Ehrung:

Gymnasiasten punkten mit einem Milch-Video

Gymnasium Lehrte belegt dritten Platz bei Wettbewerb der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen

Schüler des Lehrter Gymnasiums haben bei einem Videowettbewerb der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen den dritten Platz belegt. Die Preisvergabe fand im Apollo-Kino in Hannover statt. Warum ist die Milch weiß und nicht grün? Welche Milch macht den besten Schaum für Cappuccino? Diesen und anderen Fragen sind niedersächsische Schüler von der fünften bis zur elften Klasse in dem Wettbewerb rund um die Chemie der Milch nachgegangen.

Vom Lehrter Gymnasium reichten Schüler der fünften und sechsten Klasse einer Experimente-AG unter der Leitung von Lehrerin Frauke Bosse einen Beitrag ein. Die Lehrter waren die jüngsten Teilnehmer des Videowettbewerbs. Die Jury lobt insbesondere das abwechslungsreiche Drehbuch und den hohen Unterhaltungswert ihres fünfminütigen Videos. Darin ist zu sehen, wie sich die Schüler mit dem Reaktionsverhalten von Milch und Flüssigkeiten wie Zitronensaft, Tee oder koffeinhaltigen Getränken sowie mit der Quarkherstellung beschäftigen.

So kreativ wie bei dem Wettbewerb hätten sich Schüler noch nie mit den Inhaltsstoffen der Milch und ihrem chemischen Verhalten auseinandergesetzt, freute sich Kristine Kindler, die Geschäftsführerin der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen. „Aus den Teilnehmern können später gute Molkereiingenieure werden“, sagte Hermann Frister aus dem Studiengang Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie der Hochschule Hannover.

Den ersten Platz belegte schließlich das Viktoria-Luise-Gymnasium in Hameln. Der Preis für die Lehrter Gymnasiasten: einmal Eisessen für die Schulklasse in der Eisdiele vor Ort. (Katja Eggers)

 

17 milch2-webAuf dem Bild sind von links nach rechts zu sehen:  Christine Licher, Frauke Bosse,  Madleen Cellin Hartmann, Leonhard Heindorf, Henry-Philipp Straßer, Janis Weide, Lisa-Marie Kahlert und Dina Behrens.  Ebenfalls teilgenommen haben: Narin Ediz, Christoph Appel und Gedeon Glaser  (nicht auf dem Bild)

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Fußballturnier des 8. Jahrgangs

Beim diesjährigen Fußballturnier des 8. Jahrgangs in der Soccerhalle des  SV 06 Lehrte gab es viel Begeisterung und ein ordentliches Maß an sportlichem Ehrgeiz. Das Tempo in den 15-minütigen Spielen war sehr hoch, weil es durch die geschlossenen Spielfelder keine Zeitverzögerungen durch Seiten- und Toraus gab. Am Ende eines fairen Turniers siegten die Jungen der 8c knapp vor der 8d. Bei den Mädchen siegte die Klasse 8f ungeschlagen vor der Klasse 8b.
Ein großes Dankeschön geht an die kompetenten Schiedsrichter Marvin Schrade, Leonardo Berisha und Jan Wallbaum aus dem Sport-LK. (Daniel Henke & Isabel Winda)

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Anja Janotta liest aus ihrem Buch: Der Theoretikerclub

Die Jugendbuchautorin Anja Janotta hatte einen anstrengenden Vormittag, was man ihr aber nicht anmerkte. Gleich dreimal las sie in einer Doppelstunde jeweils vor zwei sechsten Klassen aus ihrem Buch  „Der Theoretikerclub“ vor und gab Erläuterungen zur Entstehung. So suchte sie vergeblich ein Buch mit einem Helden, der eine Lese-Rechtschreibschwäche hat. Weil sie keins fand, schrieb sie diese Abenteuer um die vier Nerds Linus, Albert, Roman und den Grundschüler Knut, die sich gegen eine Gruppe eher simpel gestrickter Raufbolde und gegen nervige Schwestern zu wehren hat. Eingeleitet wurde die Lesung durch ein Youtube-Video über den Theoretikerclub, das es auf der Homepage zu sehen gibt: www.theoretikerclub.de.

In der Fragerunde erkundigte sich eine Schülerin: „Wird das Buch denn auch verfilmt?“ Anja Janotta zeigte sich sehr interessiert und antwortete: „Ich glaube, das Buch wäre geeignet, denn das Ende ist sehr plakativ!“ Mit etwas Skepsis nannte sie die Zahl von 8000 Jugendbüchern pro Jahr – die können nicht alle verfilmt werden.

17LesungK6-2-webFrau Kluge von der Stadtbibliothek hatte die Autorenlesung organisiert.

Im Lehrter Anzeiger berichtete Sandra Köhler über die Lesungen:

Autorin ermuntert Schüler

 Anja Janotta liest im Gymnasium Lehrte aus ihrem Buch „Die Theoretiker“ vor

Zum Schreiben für Kinder war Anja Janotta eher aus der Not gekommen: Die Journalistin suchte für ihre Tochter ein Buch, in dem ein Mädchen mit Legasthenie die Hauptrolle spielt – und fand keins. Das erfuhren die Sechstklässler des Lehrter Gymnasiums von Janotta bei ihrer Lesung.

„Kennt ihr diese Freundschaftsbücher?“, fragt Janotta ihre jungen Zuhörer. Bei ihr habe unter dem Punkt „das will ich werden“ immer „Schriftstellerin“ gestanden, erzählte die in München lebende Autorin. Aber ihre Mutter habe sie gewarnt: „Davon kannst du nicht leben.“ Also sei sie Journalistin geworden. Ihr erstes Buch schrieb Janotta dann vor vier Jahren – in nur sechs Wochen. „Und weil das meiner Tochter gewidmet war, wollte mein Sohn dann auch ein Buch.“ So entstand der „Der Theoretikerclub“. Auch wenn ihr Sohn jetzt nicht mehr mit Linus, einem der Mitglieder des Theoretikerclubs, verglichen werden wolle, habe er schon ganz schön viel von ihm. „Besonders die Sprüche“, erklärt die Autorin schmunzelnd.

Janotta genießt nicht nur das Schreiben, sondern auch den Kontakt und Austausch mit ihren jungen Lesern. Das war ihr bei den drei Lesungen, die sie auf Initiative von Ingrid Klug, der Leiterin der Stadt- und Schulbibliothek Lehrte, absolvierte, deutlich anzumerken. „Wir machen ein Quiz, die eine Hälfte von euch sind die Theoretiker, die anderen die Praktiker“, forderte sie die Jungen und Mädchen auf.

So wollte sie etwa wissen, was ein echter Nerd so braucht. Das wusste natürlich jeder: eine Nerdbrille, komische T-Shirts, seltsames Spezialwissen und bestenfalls einen Praktiker an seiner Seite. Auch wenn die Theoretiker knapp gewannen, Bonbons gab es schließlich für alle.

Im Roman von Janotta sähen Linus, Albert und Roman – die in der Theorie ausgesprochen genialen Mitglieder des Theoretikerclubs – ohne Knut allerdings ziemlich alt aus. Das zeigte sich an mehreren Beispielen, die Janotta den Schülern vortrug. Die Intention von Bibliotheksleiterin Klug, Lust aufs Lesen zu machen und bei Jugendlichen für die Bücherei zu werben, dürfte mit dieser Veranstaltung aufgegangen sein. Und all jene, die sich selbst im Schreiben versuchen, spornte Janotta an: „Selbst wenn es euch nicht mehr gefällt, werft es nicht weg. Später werdet ihr sehen, dass die Ideen meist ziemlich gut waren.“ (Von Sandra Köhler)

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„Wagner für Sechstklässler? Bist du verrückt!“

Vor wenigen Wochen fragten mich die Schülerinnen meiner Klasse, ob wir nicht gemeinsam in die Oper gehen würden. Ich war überrascht. Kenne ich das doch so, dass man als Lehrer die Schüler fragt – eigentlich mehr bittet und versucht,  sie zu überzeugen, dass ein Opernbesuch doch zu einem kulturellen Ereignis gehöre, was ein jeder mal erlebt haben sollte. In meinem Fall war es anders. Nachdem wir mit der Klasse im Musikunterricht auf den Meeren des Klassenraums gesegelt waren, mit den Geistern des Holländers gefeiert und getrunken hatten und die Musik vom Fliegenden Holländer laut schallend bis in den Nachbarraum gesungen hatten, entschieden einige der Schülerinnen, sie wollen die Oper nun auch live sehen. Schließlich liefe sie gerade im Opernhaus in Hannover. Ich freute mich sehr über solch ein Interesse. Der einzige Haken: es handelte sich um Schülerinnen der sechsten Klasse, von denen die meisten noch niemals eine Oper von innen gesehen hatten. Ich war mir nicht sicher, ob sie einschätzen konnten, was es bedeuten mag, zweieinhalb Stunden still in einem Sessel zu sitzen und Richard Wagner zu hören. Ich hatte Angst, sie würden danach nie wieder ein Opernhaus von innen besuchen wollen. Kollegen und Freunde rieten mir von einem derartigen  Ausflug allesamt ab.

Die Wochen danach verbrachte ich also damit, die Schülerinnen umzustimmen. Es gelang mir nicht. Sie hakten stattdessen vermehrt nach, wann wir endlich in den Fliegenden Holländer gehen würden. Mir blieb nichts anderes übrig – ich besorgte die Karten.

So traf sich am vergangenen Sonntag eine Gruppe der Hartnäckigen vor der Oper.  Sie warteten gespannt auf das Outfit ihrer Lehrerin, sahen sie doch selbst alle fantastisch aus. Die Karten waren schnell verteilt, die Jacken und Taschen verstaut und die Fotosession in den Räumlichkeiten der Oper mit Freude durchgeführt.

17oper2-webDie Oper beginnt. Die ersten Töne werden angespielt. Leise höre ich hinter mir flüsternde, freudige Ausrufe. Sie erkennen die Musik wieder. Kurz darauf tippt eine ältere Dame meine Schülerin auf die Schulter und bittet lautstark um Ruhe. Von vorne kommt auch ein Grummeln. In einer Oper herrschen strenge Regeln. Meine Schülerinnen lernen jedoch schnell. Ich höre die nicht unterdrückbaren Freudensausrufe nun leider nur noch in wenigen Momenten. Aber die Blicke sind gebannt nach vorn auf die Bühne gerichtet. Neben mir höre ich ein lautes Fiepen eines Hörgerätes. Zwei Stunden sind bereits vergangen. Eine Schülerin kämpft mit dem Schlaf. Sitzpositionen werden immer häufiger gewechselt. Endlich kommt der Applaus, dann geht es zügig nach Hause.

17oper3-webIch treffe sie am nächsten Tag. Alle erzählen: vom Bühnenbild, den Kostümen, den Sängern, der Musik, der alten Frau, die hinter uns saß, der alten Frau, die vor uns saß, den Fotos und immer wieder von der toten Kuh auf der Bühne. Die Schülerinnen und Schüler, die nicht dabei waren, fragen nach, sind neugierig. Sie wollen alles wissen. Einigen sieht man ein kleines Bedauern an, nicht dabei gewesen zu sein.

Manch eines von den Mädchen wird vielleicht nicht so schnell wieder eine Oper besuchen, aber die meisten von ihnen sind mit einem stolzen und zufriedenen Lächeln aus dem Unterricht gegangen.  Sie werden sicherlich noch häufiger den Opernsaal von innen sehen. (Lucie Schäfer)

 

Erasmus-Projekt „Job-Shadowing“ im IES

logo_erasmus-kleinUnsere Spanischkollegin Susanne Himer-Anke nimmt momentan dienstlich an einem Erasmus-Projekt „Job-Shadowing“ im IES (Instituto Educación Segundaria) Albero de Alcalá de Guadaíra in der Gegend von Sevilla teil und schickt uns ihren ersten Erfahrungsbericht (Teil 1). Sie erarbeitet mit den spanischen Kollegen Grundlagen für ein erweitertes Spanischangebot an unserer Schule.

„Quiénno ha visto Sevilla, no ha vistomaravilla“ (Wer Sevilla nicht gesehen hat, hat kein Wunder gesehen), sagt der Volksmund!

Tatsächlich habe auch ich in meiner ersten Woche bisher nur Wunderbares erlebt:  Die Kollegen in unserer Partnerschule in Alcalá de Guadaíra haben mich aller herzlichst empfangen und mir großzügig die Klassenzimmertüren geöffnet. Und so konnte ich vom ersten Tag an in unterschiedlichen Klassen hospitieren und den Schulalltag kennen lernen, sowie die nachmittäglichen „Evaluaciones“ (Pädagogische Konferenzen) und die wöchentliche Dienstbesprechung der Fachgruppe „Lengua y Literatura“ (Spanisch) miterleben.

Auch bezüglich der geplanten Twin-Space-Projekte konnten bereits erste Verabredungen getroffen werden.

In der kommenden Woche wird der Schwerpunkt auf dem Besuch in den Abiturklassen liegen, sowohl im Fach Spanisch, als auch in den Fächern Geschichte und Französisch.

Die Schule, das IES Albero, ist fast genauso groß wie das Gymnasium Lehrte mit ca. 1100 Schülerinnen und Schülern und 80 Lehrerinnen und Lehrern. Ähnlich wie bei uns, gibt es in dieser Schule Raumprobleme, für die man kreative Lösungen finden muss.

Auch wenn meine tägliche Anfahrt im Bus etwas langwierig ist, war es eine gute Entscheidung, eine Unterkunft in Sevilla zu suchen, um zugleich das kulturelle Leben in dieser zauberhaften Stadt kennen zu lernen.

Sevilla und die Sevillanos bereiten sich jetzt bereits auf das kommende Großereignis, nämlich die „Semana Santa“ vor. Von Palmsonntag bis Ostersonntag feiert Sevilla mit Umzügen der verschiedenen Bruderschaften ein ausgelassenes Fest in den Straßen der Stadt. Ich freue mich sehr darauf, das in der Ferienwoche live miterleben zu können.

Besonders beeindruckt war ich bei meiner Ankunft von dem mir unbekannten Duft der blühenden Orangenbäume,der die Straßen meines Wohnviertelserfüllt. Und so macht es viel Freude, der Stadt und den Menschen mit allen Sinnen und offenem Herzen zu begegnen.

Ein besonderes Dankeschön gilt an dieser Stelle dem Schulleiter des IES Albero, Señor Valverde, für seine Einladung und diegroßzügige Unterstützung, weiterhin der Schulleitung und dem Europa-/Erasmus-Team des Gymnasiums Lehrte, die das Vorhaben unterstützt haben und mit tragen und vor allem den Kolleginnen und Kollegen, die den Vertretungsunterricht für mich übernommen haben.

Ich hoffe auf weitere bereichernde Erfahrungen und Begegnungen über die ich auf diesem Wege berichten werde und verbleibe mit herzlichen Grüßen, Susanne Hilmer-Anke

Abiturprüfungen in Niedersachsen beginnen

Mit der schriftlichen Prüfung im Fach Geschichte beginnen am heutigen Mittwoch (22.03) die Abiturprüfungen in Niedersachsen. An unserer Schule betraf dies die Kurse von Silke Santer, Marc Drechsler (s. Foto) und Thilo Lausecker. Voraussichtlich rund 36.000 Schülerinnen und Schüler nehmen an etwa 410 Schulen landesweit daran teil, davon ca. 73 % an Gymnasien und Kooperativen Gesamtschulen. Die übrigen verteilen sich auf Berufliche Gymnasien (ca. 19 %), Integrierte Gesamtschulen (ca. 6 %), Freie Waldorfschulen (ca. 1 %) sowie Abendgymnasien und Kollegs (ca. 1 %). Die Schulen erhalten die Prüfungsaufgaben über ein elektronisches Verfahren. Die letzte schriftliche Abiturprüfung wird in diesem Jahr am 5. Mai im Fach Französisch abgelegt.

Abiturtermine 2017

Mi 22.03. Geschichte

Do 23.03. Kunst,

Fr 24.03. Biologie

Mo 27.03. Politik-Wirtschaft

Di 28.03. Griechisch, Spanisch

Mi 29.03. Physik

Do 30.03. Erdkunde,

Fr 31.03. Latein

Mo 03.04. Sport, Informatik

Di 04.04. Ev. Religion, Kath. Religion, Werte und Normen

Mi 05.04. Chemie

Do 06.04. Musik

Di 25.04. Deutsch

Fr 28.04. Englisch

Mi 03.05. Mathematik

Fr 05.05. Französisch

Die mündlichen Abiturprüfungen beginnen am 8. Mai 2017. Die Abiturzeugnisse werden in Niedersachsen in diesem Jahr im Zeitraum vom 15. – 17. Juni vergeben.

Auszüge aus der Presseinformation des Niedersächsischen Kultusministeriums

Zwei Mannschaften beim Landesfinale JtfO-Volleyball

Auch in diesem Jahr nahmen unsere Volleyball-Mädchen einen weiteren Anlauf beim Landesentscheid 2017 im Bundeswettbewerb der Schulen „Jugend trainiert für Olympia“, der am letzten Donnerstag, 9. März 2017,in Zeven stattfand und zeigten, dass Sie mit Recht zu den besten Schulmannschaften in Niedersachsen gehören. Bei den Landesmeisterschaften treten in jeder Wettkampfklasse (WK) die Sieger der Regionsentscheide Weser-Ems, Braunschweig, Lüneburg und Hannover gegeneinander an.

Leider war unser Gesamtkader der beiden Wettkampfklassen von eigentlich insgesamt 15 Mädchen aus diversen Gründen, von Krankheiten über Verletzungen zu Schulfahrten und anderen Schulveranstaltungen, stark zusammengeschrumpft. Selbst von den beiden kurzfristig mobilisierten Ersatzspielerinnen verletzte sich eine am Vortag, so dass am Ende nur 11 Spielerinnen für eine Sechser-Mannschaft für WK II und eine Vierer-Mannschaft für WK III zur Verfügung standen.

Trotzdem konnten in der WK II zwei Begegnungen souverän in zwei Sätzen gewonnen werden. Allerdings gab es gegen den späteren Turniersieger vom Gymnasium Georgianum aus Lingen eine deutliche Niederlage. Vielleicht wäre in Bestbesetzung in diesem Jahr mehr drin gewesen!?

Die Mannschaft der WK III hat sich in ihren Begegnungen gut verkauft, konnte aber leider kein Spiel gewinnen.

So wurden am Ende des langen Turniertages die Mannschaften vom Gymnasium Lehrte in der Wettkampfklasse II mit einem bemerkenswerten zweiten Platz und in der Wettkampfklasse III mit dem vierten Platz ausgezeichnet. Im nächsten Jahr versuchen wir es wieder. . .

Christoph Gruber

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Wettkampfklasse II Mädchen Jahrgänge 2000 – 2003(von links)

Sportlehrer Christoph Gruber, Nele Wallura, Emely Arbter, Lara Thomas, Svenja Salkowski, Maxima Schröder, Khan Van Nguyen, Christa Höltkemeier

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Wettkampfklasse III Mädchen Jahrgänge 2002 – 2005 (von links)

Evelin Helwer, Helin Demirörs, Lucy Arbter, Leonie Dietrich, Frida Rosendahl, Gruber

17 jtfo voba alle-webAlle Beteiligten am Landesfinale

 

Schüler bitten zur Sportmesse (Anzeiger Lehrte, 09.03.17)

Ein Seminarfachkurs des Lehrter Gymnasiums bietet am Sonntag, 12. März, eine Sportmesse in der Vierfeldhalle im Schulpark am Südring 28 an. Unter dem Motto „Mach mit – werd fit!“ können sich Besucher von 13 bis 18 Uhr über verschiedene Sportarten und Freizeitaktivitäten informieren und diese obendrein auch ausprobieren.

Mit dabei sind der Lehrter Sportverein (LSV) mit Basketball und Tennis, das Fitnesscenter Easy Fitness, die TSG Ahlten (Turnen, Team-Gym und Kickboxen) und die SF Aligse (Volleyball). Darüber hinaus präsentieren sich die Freiwillige Feuerwehr Lehrte und die Bürgerschützengesellschaft. Die 13 Schüler des Seminarfachkurses bieten gesundes Essen zum Verkauf an. Der Eintritt zu ihrer Sportmesse ist frei. Wer vor Ort Aktivitäten ausprobieren möchte, sollte Sportkleidung mitbringen. (Anzeiger Lehrte / Frau Eggers)

Lukas Schulze (6f) gewinnt Silbermedaille bei der Matheolympiade

Bei der Landesrunde der Mathematik-Olympiade an der Universität Göttingen holte Lukas Schulze (Klasse 6f) vom Gymnasium Lehrte eine Silbermedaille! Weiterhin hat sein Mitschüler Tobias Brockmeyer (Q2) an der Landesrunde teilgenommen. Lukas und Tobias hatten sich zuvor durch sehr gute Ergebnisse in der Schul- und der Regionalrunde zur Landesrunde der Matheolympiade qualifiziert. Als betreuende Lehrerin des Gymnasiums Lehrte war Mathematiklehrerin Christina Kreipe vor Ort.

In Niedersachsen hatten rund 5500 Schüler/innen versucht, sich über die Regionalrunde zu qualifizieren, nur die besten 200 davon wurden nach Göttingen eingeladen. Das Mathematische Institut der Universität Göttingen richtete die Matheolympiade nach einem straffen Zeitplan aus. Die höheren Jahrgangsstufen schrieben ihre erste Klausur am Freitag, die zweite dann am Samstag. Die Jahrgänge 5 und 6 starteten am Samstagvormittag ihre Klausur, die genau 180 Minuten dauerte.

Die Organisation war sehr professionell. Nach einer kurzen gemeinsamen Klausureinweisung in einem Hörsaal, wurde jedem Schüler ein vorbereiteter Klausur-Platz zugeordnet. Dort befand sich bereits eine Mappe mit den Aufgaben und bereitgestelltem Papier. Als Hilfsmittel waren nur Schreibzeug, Geodreieck und Zirkel erlaubt, keine Taschenrechner oder Formelsammlungen.

Nach Abgabe der Klausuren wertete ein großes Team von Professoren, Lehrern und Mathe-Studenten die Arbeiten aus. In diesem Team arbeitete auch Christina Kreipe mit. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto aller 200 Teilnehmer gab es ein umfangreiches mathematisches Rahmenprogramm: In Mathematikvorlesungen konnte man als Schüler schon einmal sehen, wie es sich als Student der Mathematik in einem großen Hörsaal so anfühlt. Auch mit zahlreichen mathematischen Knobelspielen vertrieben sich Lukas und Tobias die Zeit bis zur Siegerehrung.

In der stilvollen Aula der Universität Göttingen fand die Siegerehrung am späten Nachmittag statt. Die Medaillengewinner wurden namentlich mit Nennung der Schule auf die Bühne gerufen. Anschließend wurden viele Siegerfotos gemacht.

170224MO-Sieger-webBildquelle: www.mo-ni.de, Mathematikolympiade Niedersachsen: Lukas (2. von rechts) auf dem Siegerpodest

Lukas Mutter Stefanie Klawun-Schulze, die ihren Sohn begleitete, schwärmte: „Es war übrigens auch für mich ein toller Tag in Göttingen: Eine Stadtführung “Auf den Spuren von Gauß”, mathematische Knobelspiele, eine tolle Verpflegung und Betreuung von der Uni Göttingen auch für die Eltern und eine gut organisierte Siegerehrung  haben das ganze zu einem sehr erlebnisreichen Tag gemacht.“
170224MO-2-webLukas Schulze und Tobias Brockmeyer nach einem anstrengenden Tag (weitere Fotos: Stefanie Klawun-Schulze)

 

Schach-Mannschaft WK 1 für das Landesfinale qualifiziert

Ein Forum voller Schachbretter (52 an der Zahl) und voller Schach spielender Schüler aus 16 Schulen (Im Turnier nahmen gut 100 Spieler teil) bot die imposante Kulisse für das am 20. Februar in Lehrte ausgerichtete Bezirksfinale im Schulschach. Das Land Niedersachsen ist im Schulschach in vier Bereiche aufgeteilt: Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Weser-Ems. In jedem Bereich wird ein Qualifikationsplatz für das Landesschulschachfinale ausgespielt. Einen dieser Qualifikationsplätze hat die Mannschaft WK1 mit Lara Schulze, Florian Klein, Tobias Brockmeyer und Felix Nietsch für das Landesfinale am 17. März in Bemerode erreicht.

Insgesamt nahmen 25 Mannschaften aus 16 Schulen teil, die folgendermaßen auf die Altersklassen verteilt waren:  WK 1: vier Mannschaften,  WK 2: sieben Mannschaften,  WK 3: sechs Mannschaften und  WK 4: acht Mannschaften.

Das Gymnasium Lehrte trat mit fünf Teams an, andere Schulen reisten meist mit weniger Teams an. Insgesamt kamen sechs Schulen aus dem Stadtgebiet Hannover und aus dem Umland Schulen aus Barsinghausen, Bückeburg, Hameln, Hildesheim, Isernhagen, Laatzen, Leeste, Neustadt und Rinteln, um sich auf den 64-Felder-Brettern zu messen. Die Turniersieger waren:

  • WK 1 – Gymnasium Lehrte
  • WK 2 – Wilhelm-Raabe-Schule Hannover
  • WK 3 – Schillergymnasium Hameln
  • WK 4 – Adolfinum Bückeburg

Bei der Organisation und beim Aufbau halfen auch Mitglieder des Lehrter Schachclubs mit: Gia Luat Thien, Gia Bao Thien, Jonathan Roßberg und Jens Schmugge sowie als “Möbelpacker” die Schüler eines Geschichtskurses.

Wer sich für weitere Einzelheiten interessiert, kann sich folgenden Bericht ansehen, den der Schachspieler Tobias Brockmeyer verfasst hat:

Das Gymnasium Lehrte hat den Luxus, einen sehr guten Standort zu haben. Dass die Schule ziemlich mittig in Lehrte liegt und sich damit praktisch direkt am Bahnhof befindet, ist dabei aber eher nebensächlich. Den viel größeren Standortvorteil stellt der Schachklub Lehrte dar, weil er sicherstellt, dass die Schule in jedem Jahr aufs Neue mit vielen sehr gut aufgestellten Schachmannschaften um den Einzug ins Landesfinale kämpfen kann.

So auch in diesem Jahr, am 20. Februar. Mit fünf Mannschaften, also zwanzig Schülern, sollten beim in Lehrte ausgerichteten Bezirksfinale Qualifikationsplätze für das Landesfinale am 17. März in Bemerode erspielt werden. Nach einem durch viele Helfer schnellen und problemlosen Aufbau konnte das Rennen für unsere Mannschaften beginnen. Dabei traten wir in jeder Altersklasse mit mindestens einer Mannschaft an – in der WK 1 sogar mit zwei Mannschaften.

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Unsere jüngste Mannschaft – bestehend aus Lukas Schulze, Konrad Kosmehl, Jonas Albrecht und Shahnaz Daoud – musste sich vor allem gegen die Konkurrenz vom Adolfinum Bückeburg und vom Scharnhorstgymnasium Hildesheim durchsetzen, um einen Qualifikationsplatz zu erreichen. Nachdem die Mannschaft alle anderen fünf Spiele gefühlt problemlos gewonnen hatte, war Lukas jedoch der Einzige, der gegen Hildesheim einen halben Brettpunkt mitnehmen konnte. Dabei hätte der Kampf auch durchaus anderes laufen können, wenn er noch genug Zeit gehabt hätte, mit einer Mehrfigur das Endspiel zu gewinnen. Gegen Bückeburg musste sich unsere Mannschaft am Ende auch geschlagen geben, schaffte es aufgrund der restlichen Siege aber trotzdem mit einem guten dritten Platz aufs Treppchen. Schade nur, dass es nicht für das Landesfinale gereicht hat. Dafür hätten wir nämlich Zweiter werden müssen.

In der WK 2 (Christopher Kirch, Jonas Wilkening, Fenja Wengorsch, Gordin Winkler) und in der WK 3 (Thore Meiwes, Nico Matuschyk, Felix Waldstein, Ragna Saß) gab es jeweils nur einen Qualifikationsplatz und auch hier verfehlten wir diesen Platz nur knapp. Die Mannschaft um Christopher konnte nach einem Auftaktunentschieden gegen den Turniersieger, die Wilhelm-Raabe-Schule, eine Reihe Siege einfahren und auch gegen die starke Mannschaft von der Lutherschule ein 2:2 erarbeiten. In der letzten Runde hätte dann nach einem Sieg mindestens der zweite Platz gewunken, leider verließen unsere Spieler aber die Kräfte und wir verloren doch noch ein Spiel. Am Ende reichte die Leistung für den dritten Platz.

In der Königsklasse spielten nur vier Mannschaften, davon zwei aus Lehrte, mit. Unsere erste Mannschaft aus Lara Schulze, Florian Klein, Tobias Brockmeyer und Felix Nietsch war klarer Turnierfavorit und es wäre wohl ein Wunder nötig gewesen, um die Qualifikation zum Landesfinale nicht zu schaffen – immerhin haben alle Spieler dieser Mannschaft bereits Bundesligaluft geschnuppert. Tatsächlich lief das Turnier auch reibungslos ab und es musste nur ein einziger Brettpunkt abgegeben werden. Mit 23-1 Brettpunkten gelang uns hier also ein sicherer und überragender Turniersieg vor Isernhagen, der St.-Ursula-Schule und unserer zweiten Mannschaft, die zwar keine Mannschaftspunkte, aber immerhin ein wenig Turniererfahrung und ein paar Brettpunkte mitnehmen konnte. Die Mannschaft bestand aus Mika Henningsen, Jonas Beinsen, Torge Rosendahl, Kent Wilke und Victoria Fricke. Nach einem gut erspielten Sieg von Mika in der ersten Runde hätte es sogar fast zu einem 2:2 gereicht – nur mit viel Pech haben wir eine andere Partie in einer Gewinnstellung noch hergegeben.

Nach einem erfolgreichen, aber leider nur für eine Mannschaft mit einem Qualifikationsplatz für das Landesfinale gerühmten Turnier steht ein neues Ziel für das nächste Jahr fest: Der Einzug ins Landesfinale mit zwei Mannschaften.

170220 Schach-webHinten: Jonas Wilkening, Tobias Brockmeyer, Gia Bao Thieu, Felix Nietsch, Florian Klein, Torge Rosendahl

Vorn: Fenja Wengorsch, Lukas Schulze, Konrad Kosmehl, Shahnaz Daoud, Jonas Albrecht, Victoria Fricke, Lara Schulze

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Geografie-Exkursion zum Klosterstollen Barsinghausen

Ein Ausflug in das Kohlebergwerk als Abschluss einer Unterrichtsthematik – klingt spannend, war es auch. Die Klasse 10f konnte zusammen mit ihrem Erdkundelehrer Herrn Bien diese außergewöhnliche Erfahrung genießen. Da die Stundenplanungen in der Unterrichtsreihe „Industrie- und raumstruktureller Wandel“ eher theoretischer Art waren, sollte nun ein Katalysator der Industrialisierung in Niedersachsen, das Kohlebergwerk in Barsinghausen, aus der Nähe betrachtet werden.

Hier der Bericht von drei Schülerinnen:

Wir haben uns am 26.1.2017 mit Herrn Bien um 8:15 Uhr am Lehrter Bahnhof getroffen und von da aus ging es mit dem Zug nach Barsinghausen. Nach einem kurzen Fußmarsch sind wir am Hauptgebäude des Besucherbergwerks angekommen.

Anschließend hat uns ein Mitarbeiter durch eine Ausstellung geführt, in welcher wir sehr viel Interessantes über das Leben und die Arbeit untertage erfahren haben. Bevor es in den Stollen ging, wurden wir mit Helmen und Lampen ausgestattet. Nun fuhr uns der ‘Stollen ICE’ ca. 1400 m in den Berg hinein. Untertage wurden wir zwei Stunden durch das ehemalige Kohlebergwerk geführt. Unser Guide hat uns viele der früher genutzten Geräte vorgestellt und gezeigt, die wir im Nachhinein auch praktisch ausprobieren durften. Durch die Exkursion wurde uns bewusst, wie schwer die Arbeit untertage war und ist. Die Arbeiter hatten mit lauten Geräten, schlechter Luft und starker physischer Belastung zu kämpfen.

17Bergbau2-webAußerdem haben vor allem die großen Jungs aus unserer Klasse, ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, längere Zeit gebückt zu gehen. Somit ist es kaum vorstellbar, dass die Arbeiter früher tagtäglich diesen Belastungen ausgesetzt waren.

Gegen 14 Uhr ging es mit dem Zug und jeder Menge neu gewonnener Eindrücke zurück nach Lehrte. (Vanessa, Pia und Johanna  aus der 10f)

DKMS-Aktionstag und Spendenübergabe von 3785 Euro

Am 18 Januar fand im Forum ein Aktionstag mit der Organisation „DKMS-Wir besiegen Blutkrebs“ statt. Die Aktionsleiterin Shanthiya Theyagararah bot den ca. 250 Schülern der Q1 und Q2 eine 40minütige Präsentation, in der sie über die Ziele und bisherigen Erfolge ihrer Organisation informierte. Der Vortag zeigte, dass 80 Prozent der Stammzellspenden über ein Dialyse ähnliches Verfahren gewonnen werden, und nur zu 20 Prozent aus dem Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen werden. Nach dem Vortrag übergaben die Lara Thomas von der SV und Ane Holmer mit Vertretern der Musikgruppen den Spendenerlös der Weihnachtskonzerte, insgesamt 3785 Euro, an die Vertreterin der Organisation. Nach der Spendenübergabe ging es dann in den Musikraum, in dem die Registrierung und der Schleimhautabstrich durchgeführt wurden. Insgesamt 65 Schüler und Lehrer ließen sich typisieren.

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Wer mehr über die DKMS wissen möchte, oder selbst eine Typisierung vornehmen lassen will, kann sich hier informieren:

In der HAZ berichtete Sandra Köhler über diese Veranstaltung:

65 Gymnasiasten lassen sich typisieren

3785 Euro sind bei einer Spendenaktion für die DKMS zusammengekommen

„Schüler gegen Blutkrebs“: Das Gymnasium hat einen Aktionstag mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) organisiert. Von den rund 250 Schülern und Lehrern haben 65 eine Speichelprobe abgegeben und sich registrieren lassen. Außerdem übergaben sie dem Verein eine Spende über 3785 Euro.

Für den Aktionstag hat die Schülervertretung einen Vortrag, die Typisierungsaktion und eine Spendenübergabe an den gemeinnützigen Verein auf die Beine gestellt, der seit 1991 versucht, für Blutkrebspatienten einen passenden Stammzellspender zu finden. „Wir haben uns gesagt: Das wäre doch eine gute Sache“, sagte Schülersprecherin Lara Thomas. „So erfahren Schüler, dass sie Menschen helfen können, auch wenn sie so jung sind.“

Gemeinsam mit Mitschüler Lorenz Steinweg, der Schülervertretung und Musiklehrerin Ane Kristin Holmer hatte sie Kontakt zur DKMS und dessen Aktionsleiterin Shanthiya Theyagararah aufgenommen. „Wir wollten den Verein nicht nur mit potenziellen neuen Stammzellspendern unterstützen, sondern auch mit Geld für die Typisierungen“, sagte die Schülersprecherin. So waren die Spenden, um die die Mitwirkenden des Weihnachtskonzertes traditionell bitten, diesmal für die DKMS bestimmt. 3785 Euro waren zusammengekommen. Bei 40 Euro, die jede Typisierung kostet, eine hilfreiche Summe.

Wer sich typisieren lassen will, muss aber auch über den Nutzen und mögliche Risiken einer Spende wissen. Deshalb erklärte Shanthiya Theyagararah den Schülern im Kurt-Hirschfeld-Forum alles Wissenswerte rund um die Stammzellspende: „Beim Blutkrebs vermehren sich die degenerierten weißen Blutkörperchen zu sehr.“ Dadurch ist die Abwehr von Krankheiten gestört. Trotz sechs Millionen potenziellen Stammzellspendern finde immer noch jeder siebte Blutkrebspatient in Deutschland keinen Spender. Denn dafür müssen die Gewebemerkmale des Spenders mit denen des Patienten zu 100 Prozent übereinstimmen. „Dass es rund 15000 verschiedene Gewebemerkmale gibt, und der genetische Zwilling auch auf der anderen Seite der Erde leben kann, machen es schwierig, ihn zu finden.“ Je mehr Menschen sich typisieren ließen, umso größer sei die Chance.

Um sich typisieren lassen zu können, muss man zwischen 17 und 55 Jahre alt sein, dazu gesund und mindestens 50 Kilogramm wiegen. „Wer erst 17 wird, kann dann auf die Internetseite der DKMS gehen und ein Typisierungsset anfordern, zurückschicken und sich so registrieren lassen“, sagte die Aktionsleiterin. 65 der 250 Schüler und Lehrer nutzten die Chance, dies gleich vor Ort zu tun. Wie der 17-jährige Leon Thomas. Nachdem Nils Domenz seine Daten aufgenommen hatte, hieß es „Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein“. Mit zwei Wattestäbchen wurde ein Abstrich von der Wangenschleimhaut genommen, der im Labor ausgewertet wird – fertig.

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Musiklehrerin Ane Holmer und Schülersprecherin Lara Thomas (hinter dem Scheck) übergeben symbolisch die 3785 Euro, die als Spende beim Weihnachtskonzert zusammengekommen waren. Nils Domenz (unteres Bild, links) nimmt die Daten auf, während Leon Thomas die Typisierung mittels Wattestäbchen durchführt. (Fotos: Sandra Köhler)

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 Keine Angst vor Spende

„Man braucht vor einer Spende keine Angst zu haben“, sagt Arezu Djafari. Die heute 25 Jahre alte Frau hatte als zwölfjähriges Mädchen miterlebt, wie eine Freundin gegen Leukämie kämpfte. Deshalb hatte sie sich typisieren lassen, als es ihr Alter schließlich erlaubte. Und tatsächlich wurde Arezu Djafari für eine Stammzellspende angefragt. „Mein genetischer Zwilling war eine 13-Jährige in Russland“, berichtet sie. Die Angst, „dass da was am Rücken entnommen wird und das gefährlich ist“, sei aber unbegründet gewesen.

Wie bei 80 Prozent aller Stammzellspenden kam bei der 25-Jährigen die sogenannte periphere Spende zur Anwendung, bei der die Zellen direkt aus dem Blut gefiltert werden. Bei einer anderen Methode wird das Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen – und nicht aus dem Rückenmark. „Das einzig Unangenehme war, dass ich mir einige Tage vorher eine Spritze geben lassen musste, die die Zellenproduktion anregt“, erinnert sich Arezu Djafari. Danach habe sie sich schlapp und wie bei einer Erkältung gefühlt.

Die Voruntersuchungen und die Entnahme selbst seien aber problemlos gewesen. „Ich habe jederzeit bei der DKMS anrufen können, die haben mir alle Fragen beantwortet und alle Kosten übernommen“, berichtete die junge Frau von ihren Erfahrungen. Zu einem Treffen mit der Jugendlichen, der sie ihre Stammzellen gespendet hatte, und wie es nach deutschem Recht nach zwei Jahren möglich ist, kam es jedoch nicht. „Sie hat es leider nicht geschafft. Aber sie hatte wenigstens die Chance“, warb Djafari bei den Schülern für eine Typisierung. „Viele Menschen wollen gerne anderen helfen. Sie haben heute die Möglichkeit dazu“, schloss sich der stellvertretende Schulleiter Manfred Filsinger dem Appell an. (Von Sandra Köhler)

 

Erasmus+: Der Faden der Ariadne – Treffen in Lehrte

logo_erasmus-kleinUnter dem Motto „Der Faden der Ariadne – ein Ausweg aus dem Labyrinth der Ausbildungs- und Studienorientierung“ fand vom 04. bis zum 10. Dezember 2016 das erste internationale Treffen des neuen Erasmus+-Projektes in Lehrte statt. Zusammen mit Partnerschulen aus Lettland, Polen und Ungarn hat sich das Gymnasium Lehrte zum Ziel gesetzt, eine Homepage zu entwickeln, die europäischen Jugendlichen Hilfe bei der Ausbildungs-und Studienorientierung bieten soll, damit die Chancengleichheit auf dem europäischen Arbeitsmarkt gewährleistet wird, quasi eine „supranationale Arbeitsagentur“ per Website.

Denn die Arbeitslosenquote junger Schulabsolventen in Europa ist alarmierend. Zur Vorbereitung auf das Projekt fand bereits im Vorfeld eine Umfrage am Gymnasium Lehrte zum Thema Ausbildungs-und Studienorientierung statt, in der die Schüler der Jahrgänge 9 bis Q2 zu ihren persönlichen Ambitionen und Stärken sowie Erfahrungen, die sie bislang  mit Hilfen zur Studien- und Ausbildungsorientierung  gemacht haben, befragt wurden.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler nebst ihren begleitenden Lehrern am Sonntag, 4.12.2017, aus ihren Ländern angereist waren und einen Tag in ihrer Gastfamilie verbringen konnten, begann das offizielle Programm am Montag: Zuerst begrüßte unsere Schulleiterin Silke Brandes am Morgen die einzelnen Delegationen der angereisten Länder. Daraufhin folgte ein allgemeines Kennenlernen der Schüler und Schülerinnen. Am Nachmittag stellte Herr Dr. Grobmann das Berufs-und Studienorientierungskonzept vor, das er für das Gymnasium Lehrte entwickelt hat und erläuterte in diesem Zusammenhang die Planung für die kommende Woche, indem er u. a. eine Einweisung der am Arbeitstreffen beteiligten Schüler für die jeweiligen Praktika bei Hellmamm world-wide-logistic, Miele als auch econ-Gehrke vornahm. Jeweils acht Plätze wurden paritätisch besetzt, so dass die ausländischen wie auch deutschen Schüler jeweils in alle drei Praktika Einblicke bekamen, um sich im Nachhinein über die gewonnenen Erfahrungen austauschen zu können. Bereits im Vorfeld ließen sich starke Unterschiede zwischen den Ländern feststellen. In Ungarn beispielsweise finden gar keine Praktika statt, wohingegen bei uns in Lehrte, wenn G9 greift, zwei Praktika durchgeführt werden (ein Sozialpraktikum in Klasse 9 sowie ein Orientierungspraktikum in Klasse 11).

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Am Dienstag und Mittwoch hatten die Schüler dann die Chance, ein Kurzpraktikum bei renommierten, ortsansässigen Firmen zu absolvieren. Eine Gruppe besuchte „hellmann worldwide logistics“ in Lehrte und erkundete dort die Lagerhallen und die Büros, wo ihnen logistische sowie kaufmännische Aufgaben erläutert wurden. Eine zweite Schülergruppe suchte dann  „econ-Gehrke“ in Kirchhorst auf und durfte dort anhand eines Fallbeispiels im Bereich der Steuerberatung den Beruf des Steuerberaters genauer kennen lernen. Zudem bot Miele für eine Gruppe ein Praktikum an, in dem Designs für Küchen- und Haushaltsgeräte entwickelt wurden; am Donnerstag konnte dann das Stammwerk, das Miele Center in Gütersloh besucht werden. Die Praktika wurden jeweils von mindestens zwei Lehrern begleitet. Die dort gemachten Erfahrungen wurden sodann gemeinsam in Bezug auf Orientieren, Informieren und Bewerben ausgewertet und nachhaltig noch am gleichen Tag besprochen.

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Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz. Mit allen Teilnehmern ging es am Donnerstag nach Bremen, um dort das Universum Science Center und den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Durch die Hektik am Hannover Hauptbahnhof sind drei polnische Gastschülerinnen ‚verloren gegangen‘; sie schlossen sich irrtümlicherweise einer Gruppe von Schülern an, die zum Landtag in Hannover gingen, wobei auch Beteiligte des Seminars dabei waren. Natürlich versuchten die beiden polnischen Lehrerinnen sofort per Telefon ihre Schülerinnen zu kontaktieren, um sie zum Bahnhof zurückzuführen; dabei halfen ihnen die deutschen Lehrer, indem sie als Übersetzer und Navigator fungierten. Von allen anderen, bereits im Zug verbliebenen, Schülern und Lehrern blieb diese Aktion zunächst unbemerkt. Im Zug herrschte Verwirrung. Kann und darf man ohne die anderen nach Bremen fahren? Nach ausgiebigen Telefonkonferenzen wurde schließlich beschlossen, dass die „Zurückgeblieben“ einfach einen Zug später nehmen und dann ins Universum Science Center nachkommen würden.

Vorort gab es nach Klärung des Karten-Problems zunächst eine Einführung in das Museum und dann ging die Entdeckungstour durch die Bereiche Menschen, Natur und Technik. Gegen Mittag trafen sich alle wieder und machten sich auf den Weg zum Weihnachtsmarkt, wobei natürlich auch ein Foto vom Roland und den Bremer Stadtmusikanten nicht fehlen durfte. Am Abend fuhren alle wieder zurück nach Lehrte, wo die meisten auch blieben, denn um 20 Uhr ging die Abschiedsparty los. In kleinen Grüppchen unterhielten wir uns in einer entspannten Atmosphäre und hatten eine Menge Spaß.

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Am Freitag fand abschließend die Auswertung der gesamten Woche statt und es wurde bereits eine erste grobe Planung für die zu erstellende Website vorgenommen. Sodann sollten alle Beteiligte ein erstes Feedback über die ereignisreiche und gleichsam arbeitssame Woche in Lehrte geben – alle Anwesenden bekundeten einheitlich, dass sie mit vielen neuen und positiven Informationen und Erfahrungen zurück in ihre Heimatländer fahren werden und gespannt auf die weiteren Treffen und die dort zu erarbeitenden Themen sind. Der Rest des Tages wurde noch in der Gastfamilie verbracht oder zu kleinen Ausflügen genutzt. Die polnische Delegation reiste bereits am Freitagabend mit dem Linienbus aus Hannover in Richtung Heimat ab; die Letten fuhren am Samstag mit einem Kleinbus zurück und die Ungarn flogen ebenfalls am Samstag zurück. Das Wiedersehen in Ungarn im Frühjahr 2017 wird schon mit großer Freude erwartet.

Ein großes Dankeschön geht an Frau Weis, Herrn Dr. Grobmann und Herrn Bauer, den Organisatoren der Woche in Lehrte. (Kaja Klenke)

Weihnachtskonzerte 2016 – Das Nachmittagskonzert

In der letzten vollen Schulwoche, am 14. Dezember, stimmte der Fachbereich Musik etwa 800 Gäste im Kurt-Hirschfeld-Forum festlich auf Weihnachten ein. In zwei vollbesetzten Konzerten musizierten insgesamt 270 Schülerinnen und Schüler des Lehrter Gymnasiums. Neben den musikalisch sehr anspruchsvollen Darbietungen hatten die Konzerte auch noch einen anderen Zweck. Der Eintritt war zwar frei, aber Spenden wurden erbeten für die Stammzellenspende-Organisation DKMS. Die Leiterin der Bigband Ane Holmer und Lara Thomas von der Schülervertretung, die den Vorschlag für diesen Spendenzweck gemacht hatte, freuten sich über das Rekordergebnis von 3785 Euro.

Das erste Konzert begann um 17:00 Uhr und wurde von Schülerinnen und Schülern der vier Chorklassen der Jahrgänge 5 und 6, sowie der Bläserklasse 7e gestaltet. Unterstützt wurden Sie durch die Streicher-AG. Im verdunkelten Forum schritten die jüngeren Sänger feierlich mit Teelichtern auf die Bühne und stimmten ein Weihnachts-Quotlibet an. Schulleiterin Silke Brandes begrüßte mit ihren Erfahrungen aus New York: „Dort wird man andauernd gelobt: Schöne Schuhe, fantastisches Make-up, netter Hut! Wir als nüchterne Norddeutsche haben es nicht so damit – dabei wäre es hier sehr angebracht. Die beteiligten Musiker haben sehr viel Übungszeit neben dem Unterricht investiert, um uns zu erfreuen.“ Im weiteren Verlauf traten die Chorklassen des 6. Jahrgangs auf und erfreuten das Publikum unter anderem mit “Gamler Moder Jord“ und “Heaven is a wonderfull place“. Die neue Bläserklasse 7e von Annika Barenscher überzeugt mit “Jingle Bells“ und “Ode an die Freude“, obwohl sie erst seit den Sommerferien gemeinsam musizieren. Mit roten blinkenden Nasen und Pappgeweihen spielte die Streicher-AG von Kristina Rutschitschka den einzig passenden Song: “Rudolph the rednosed reindeer“.

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Handballturnier WK III „Jugend trainiert für Olympia“

Die Jungen der Wettkampfklasse III (2002-2005) belegten beim Turnier in Großburgwedel nach drei weitgehend ausgeglichenen Spielen den vierten Rang. Zunächst gab es eine 10:17 – Niederlage gegen die KGS Laatzen. Ausschlaggebend dafür waren eine hohe Anzahl von Fangfehlern sowie ein überragender Rückraumspieler auf Seiten des Gegners. Das zweite Spiel wurde nach einem Torwartwechsel (Justus Riechers für Levin Stade) mit 14:11 und jeweils 6 Toren von Levin und Ole gegen das Gymnasium Burgdorf gewonnen. Im abschließenden Platzierungsspiel gegen die KGS Sehnde gab es für die Lehrter Mannschaft gegen den physisch deutlich überlegenen Gegner eine akzeptable 12:17-Niederlage.

Die junge Lehrter Mannschaft bot ein variables und mutiges Angriffsspiel mit vielen Torschützen und den starken Rückraumspielern Levin Stade und Ole Hänies.

Die Defensivarbeit ist noch ausbaufähig. Dank an Freddy Wilde für die Unterstützung.

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  1. l.: Freddy Wilde, Hendrik Range (2 Tore), Levin Stade (11), Jan Liesenberg (5), Thore Meiwes (1), Justus Riechers, James Yastrebov (2), Ole Hänies (14), Simon Schaldach (1) und Michel Grumser.

Bei den Mädchen der Wettkampfklasse III gab es in der Vorwoche nach zwei deutlichen Niederlagen in der Gruppenphase das vorzeitige Aus. Die Mädchen, überwiegend aus dem Jahrgang 2004, waren jünger und körperlich unterlegen, folglich gab es ein 1:8 gegen die KGS Sehnde und ein 4:11 gegen das Gymnasium Himmelsthür.

Laura Bode als größte Spielerin wurde dabei von ihren Gegnerinnen hart attackiert und aus dem Spiel genommen.

Folgende Mädchen wurden eingesetzt: Jasmin Bremer, Fay Fischer, Laura Bode (3), Annika Kluge, Emma Magiera (2), Elsa Hajdini, Lana Rüdiger, Emily Bode und Marie Wilkening.

Das Turnier hatte bei 7 teilnehmenden Schulen einen hohen zeitlichen Umfang und einen geringen Anteil an Spielzeit. Vielen Dank an Lara Sievers für die Betreuung der Mannschaft.

(Ralf Seidel)

Rollenspiel des Politik-Leistungskurses im Landtag

Die Legalisierung weicher Drogen – ein heftig umstrittenes Thema auf internationaler Ebene. Die Niederlande und einige Staaten der USA haben den Besitz weicher Drogen bereits legalisiert oder tolerieren ihn, andere Staaten jedoch halten strikt dagegen. – Doch was sagen wir zu diesem Thema? – Mit dieser komplexen Thematik hat sich der Politik Leistungskurs von Herrn Bien am 08.12.2016 in einem Rollenspiel im Niedersächsischen Landtag auseinandergesetzt.

Das Ziel war es, den Weg der Entstehung eines Gesetzes besser zu verstehen, indem wir uns selbst in die Rollen der Abgeordneten hineinversetzen und miteinander diskutieren konnten. Die Idee für diesen speziellen Gesetzesentwurf war unsere eigene, mit der wir uns bereits im Unterricht auseinander gesetzt hatten, indem wir zwei Fraktionen mit unterschiedlichen Meinungen gebildet haben, die sich dann über die Argumente austauschen konnten.

Die Besonderheit bei dem Thema der Legalisierung weicher Drogen war hierbei, dass diese auf Bundesebene auch noch diskutiert werden müsste, wir also nur einen Entschließungsantrag hätten stellen können – nicht direkt ein Gesetz ausformulieren. Auf Landtagsebene ist das Prinzip trotzdem das Gleiche. Auch wichtige Rollen wie die Schriftführer, Landtags – und Ministerpräsidenten und die Fraktions – und Ausschussvorsitzenden wurden im Voraus festgelegt.

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Nachdem wir uns morgens im Provisorium des Landtages getroffen hatten, folgte eine kurze Vorstellung des Landtages und des Rollenspiels. Anschließend mussten wir über die bereits im Voraus schon festgelegten Ämter abstimmen, um den Verlauf im Landtag so wahrheitsgetreu wie möglich nachzustellen. Danach hielt jede Partei eine interne Sitzung ab, in der wir über die Regeln im Landtag aufgeklärt wurden und jeweils eine Rednerliste erstellen mussten. Da nun die jeweiligen Argumente und Strategien noch einmal besprochen worden waren, konnte die erste Sitzung durch das Wort der Landtagspräsidentin Lisa Lezius auch schon beginnen. Daraufhin stellte der Fraktionsvorsitzende Christian Komischke der Pro – Cannabis Partei den Antrag zur „Regulierung, statt Kriminalisierung weicher Drogen“. Die Contra – Fraktion hielt dagegen, wodurch eine Diskussion beider Gruppen entstand.

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Wichtige Argumente für die Legalisierung oder Regulierung waren hierbei die medizinische Nutzung, aber auch die etwa gleichstellbare Gefahrenquelle von Cannabis mit der von Nikotin. Dagegen spricht jedoch die Tolerierung von Sucht und dass sich der Staat seiner Fürsorgepflicht entzieht, da Drogen zu Gesundheitsschäden führen können. Der Ministerpräsident Phillip Blanke, welcher der mitgliederstärkeren Pro – Cannabis Partei angehörte, konnte zwischendurch immer zu Wort kommen und seine Partei unterstützen. Nach weiteren Diskussionen in einer Ausschusssitzung, trug der Vorsitzende Leon Gerlitz die Empfehlung dem Antrag zuzustimmen vor, welcher in der Endabstimmung auch eine deutliche Mehrheit nachkam.

Das Rollenspiel hat uns allen verdeutlicht, dass es viel schwerer ist als gedacht ein Gesetz, oder in unserem Fall – einen Entschließungsantrag zu stellen, was uns dann aber doch viel Spaß gebracht hat. Anschließend hatten wir das Glück, dass wir noch MdL Dr. Deneke-Jöhrens (CDU) einige Fragen stellen und mit ihm diskutieren konnten – unter anderem auch über die Legalisierung weicher Drogen. (Ricarda Hohmann)

16landtag2-webDie Teilnehmer des Politik-LKs, Herr Bien und Herr Dr.  Deneke-Jöhrens – wer hätte das gedacht: Auf einem Bild mit Che Guevara

Nikolausaktion der SV

Die SV hat wieder ihre traditionelle Nikolausverteilungsaktion durchgeführt. Aus Termingründen wurden in diesem Jahr sogar am Sonntag, den 04.12. die Nikoläuse sortiert. Die zehn Schülerinnen und Schüler brauchten dafür über 3 Stunden, dazu kamen noch 1,5 Stunden am Montag. Dies war nötig, um die 1360 Nikoläuse auf die Kartons für die Klassen zu verteilen. Wie immer, eine schöne Aktion der SV – Danke an alle Beteiligten! Am Nikolaustag konnten einige besonders beliebte Schüler mit bis zu acht Nikoläusen beobachtet werden. Dass die Aktion vom Bund Deutscher Zahnärzte unterstützt wird, ist übrigens nur ein Gerücht!

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Auf dem Foto sind zu sehen: (vlnr.)
hintere Reihe: Jonas Wilkening, Simon Hoppe, Christopher Oppermann, Lorenz Steinweg
vordere Reihe: Sophia Huwald, Marleen Jolitz, Hannah Rotermund, Lara Thomas, Janosch Brandt

“Jugend trainiert …“ in Lehrte – Handball der Mädchen

Das diesjährige Handballturnier „Jugend trainiert für Olympia“ der Mädchen in der Wettkampfklasse III fand am 06. Dezember in Lehrte statt. Das Team des Lehrter Gymnasiums belegte bei sechs teilnehmenden Mannschaften den 5. Platz. In den Vorrundenspielen setzte es zwei Niederlagen mit 0:6 gegen das GBG Seelze und 3:9 gegen das Gymnasium Himmelsthür. Die Abwehrleistung mit einer sehr guten Maria Zervas im Tor war akzeptabel, die drei erzielten Tore waren natürlich viel zu wenig. So gab es freistehend viele Fehlwürfe über die Außenpositionen und auch zwei Siebenmeter wurden verworfen, Würfe aus dem Rückraum und Anspiele an den Kreis wurden von den Gegnern frühzeitig abgeblockt. Im Platzierungsspiel gab es mit dem 8:3-Sieg gegen Barsinghausen einen versöhnlichen Abschluss. Dabei gelangen Efsane Kezer fünf schöne Tore. Das Turnier gewann die Humboldtschule überlegen mit 16:5 im Endspiel gegen das Gymnasium Himmelsthür.

Die Lehrter Tore erzielten Efsane Kezer (7), Paula Weiß, Inka Haack, Katharina Brockmeyer und Mona Schmitz (je 1). Betreut wurde die Mannschaft von Lara Sievers.

Vielen Dank auch an die Schiedsrichter Fynn Ahlvers, Samantha Betero, Niklas Fröhlich und Jan Pusch und an Marnie Hundt und Maja Krusche vom Kampfgericht. Ebenso an die Sanitäter und die Waffelbäcker aus der Q2. (Ralf Seidel)

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Hintere Reihe: Johanna Tillmann, Katharina Brockmeyer, Wiebke Lahmann, Emily Bödecker, Mona Schmitz, Lara Sievers, Paula Weiß Erste Reihe: Inka Haak, Sarah Wilkening, Maria Zervas, Florentina Sylejmani, Efsane Kezer

Ergebnisse

9:30   Gymnasium Lehrte – GBG Seelze 0: 6

9:55   HAG Barsinghausen – Humboldtschule Hannover 0: 21

10:20   GBG Seelze – Gymnasium Himmelsthür 8: 8

10:55   Humboldtschule Hann. – KGS Sehnde 17: 1

11:20   Gymn. Himmelsthür – Gymnasium Lehrte 9: 3

11:45   KGS Sehnde – HAG Barsinghausen 15: 5

12:15 Spiel um Platz 5 (Dritter Gruppe 1 : Dritter Gruppe 2)

Gymnasium Lehrte – HAG Barsinghausen 8: 3

12:40 Spiel um Platz 3 (Zweiter Gruppe 1 : Zweiter Gruppe 2)

GBG Seelze – KGS Sehnde 11: 6

13:05 Finale (Sieger Gruppe 1 : Sieger Gruppe 2)

Gymn. Himmelsthür – Humboldtschule Hann. 5: 16

Rangliste:

  1. Humboldtschule Hannover
  2. Gymnasium Himmelsthür
  3. GBG Seelze
  4. KGS Sehnde
  5. Gymnasium Lehrte
  6. HAG Barsinghausen

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen

Freudestrahlend wie die Wintersonne am 02. Dezember hielten nach einem spannenden Vorlesewettbewerb die stolzen Sieger des diesjährigen Vorlesewettbewerbs (ausgerichtet vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels), die drei Erstplatzierten, ihre Urkunden in die Kamera und freuten sich über den Applaus des Publikums. Eric Winkelmann aus der 6b erreichte den 1. Platz und konnte sich durch gestalterisches und sicheres Vorlesen aus seinem selbst gewähltem Abenteuerroman „Die seufzende Wendeltreppe“ von Jonathan Strout gegenüber den anderen 11 Vorlesern und Vorleserinnen behaupten.

16lesen2-webLeona Ahmetaj aus der 6g belegte den 2. Platz, Ceyda Keyik aus der 6f den 3. Platz. Die Jury wendet die vorgegebenen Bewertungskriterien des bundesweiten Vorlesewettbewerbs an.  Die Jury am Gymnasium Lehrte setzte sich zusammen aus einer Elternvertreterin (Frau John), einer Lehrerin aus der Albert-Schweitzer-Schule (Frau Rivera), einer Bibliothekarin aus der Lehrter Stadtbibliothek (Frau Klug), zwei Schülern aus dem 5. Jahrgang (Henri und Shanaz aus der 5b) und der Lehrerin und Organisatorin Frau Schulze.

16lesen3-webGutes Vorlesen des eigenen Textes bedeutet, die Zuhörer/innen mit einer sinnvoll ausgewählten Textstelle zu bannen, das heißt bei angemessener Lautstärke, Tempo und Betonung den Textinhalt lebendig und interpretierend vorzutragen. Die geübten Leser mussten allerdings noch einen unbekannten Text vortragen und ihr Lesekönnen der Zuhörerschaft unter Beweis stellen. Erik, Leona und Ceyda konnten bei einer Gruselgeschichte die passende Spannung erzeugen. Erik wird im kommenden Frühjahr am Regionalwettbewerb teilnehmen.