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DSP in der Presse: Gymnasiasten beeindrucken mit Theater in Ketten

Action und Absurditäten: Akteure aus dem elften Jahrgang des Gymnasiums Lehrte haben einen bemerkenswerten Theaterabend geboten. Sie spielten in Ketten, mit übergroßem Sombrero und mit Joghurt auf der Bühne. „Sie müssen sich jetzt diesen Firlefanz ansehen, ob sie wollen oder nicht“, drohte Sascha Klein dem Publikum im Forum. Der harten Einführung folgte eine eindrucksvolle und sehenswerte Darbietung mit zwei sehr unterschiedlichen Theaterarbeiten. Während sich der Kurs von Ulla Lorenz kritisch mit Grenzfällen des Lebens in einer Theatercollage auseinandersetzte, beleuchtete der von Gabriele Schrumpf mit Ironie den gnadenlosen Funktionalismus unserer Gesellschaft.

Präzise Monologe wie der von Hannah Hoins, die ihrer Figur, dem Vergewaltigungsopfer Emma, eine emotionale Stimme gab, sowie der minimalistische Bühnenaufbau bildeten klare Statements. Die Schüler griffen Themen wie Mobbing, Drogen, Schizophrenie und Alzheimer auf und setzten diese kreativ um. In der zweiten Inszenierung „Neverland“ war Leon Paul Keanu Gerlitz als tumber Patient Peter Peterson der Publikumsliebling. Sein Genuschel und seine extremen Kopfbedeckungen, etwa der Sombrero, gaben ihm einen Hauch absurden Wahnwitzes. Die Performance hatte aber auch jede Menge Action zu bieten, so flogen volle Joghurtbecher über die Bühne, und eine Gruppe „Patienten“ lieferten sich eine Trockenerbsenschlacht. (Susanne Hanke – Anzeiger Lehrte)

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