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Erasmus+ Projekt: Refugee Crisis

Erasmus+ Projekt: Refugee Crisis:  New Concepts, New Ideas and New Chances

Unser drittes bewilligtes Erasmus+-Projekt an unserer Schule thematisierte die Integration von geflüchteten Menschen im Kontext der 2015 beginnenden Flüchtlingskrise auf verschiedenen gesellschafts-politischen Ebenen. Gemeinsam mit unseren Partnern aus Frankreich und Italien suchten wir drei Jahre nach besonders erfolgreichen Integrationskonzepten und -initiativen in Politik, Wirtschaft und im Privaten.

Unsere Projektergebnisse, weitere Informationen sowie Lehrmaterial findet man auf unserer projekteigenen Webseite:

http://erasmus-refugeesintegration.eu/

 

Eine Zusammenfassung unseres Projekts

Im Jahr 2015 erreichte die Zahl der in der EU Asyl suchenden Menschen einen Höchststand von 1,3 Millionen und löste damit die Flüchtlingskrise aus. Auch sechs Jahre danach haben die EU und ihre Mitgliedsstaaten die Flüchtlingskrise noch nicht gelöst – ertrinken noch immer geflüchtete Menschen oder wohnen unter menschenunwürdigen Voraussetzungen in Flüchtlingscamps der sogenannten Erststaaten. Integration bleibt nach wie vor eine der größten Herausforderung des 21. Jahrhunderts für Politik und Gesellschaft.

Während der letzten 30 Monate begegneten wir Projekten, Maßnahmen und Ideen, die zeigten, mit welchen kreativ vielfältigen Ansätzen auf Herausforderungen der Integration von geflüchteten Menschen reagiert werden kann. In einem beständigen, multidimensionalen Ländervergleich untersuchten wir die Strategien vorbildhafter Projekte, Integrationsprozesse von Zuwanderern erfolgreich zu gestalten.

  1.  Internationales Treffen in Sizilien, Januar 2019

 

Neben einer Sensibilisierung für die Komplexität von Integrationsprozessen fokussierte das Projekt die sukzessive Förderung politischer, sozialer und staatsbürgerlicher Kompetenzen der Schüler:innen. Darüber hinaus entwickelten sie einen tiefgreifenden und lösungsorientierten Blick auf die Zusammenhänge von Integration, was dazu diente sie in einer kritischen Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Prozessen zu stärken. Zugleich sollte der Austausch zwischen den verschiedenen Partnern angeregt werden, damit diese von Ideen und Strategien der anderen profitieren können.

Hierfür konzentrierten wir uns auf verschiedene Schwerpunkte in einer modularen Struktur:

C1 De jure: Recht und Politik in der internationalen Politik

C2 De facto: Integrationskonzepte der Regionen& des Bildungssektors

C3 Private Integrationsinitiativen & NGOs

C4 Integration auf dem Arbeitsmarkt

die Kumulation in C5: Präsentation & Dissemination

Die Ergebnisse der einzelnen Module sowie unser in C4 entworfenes Planspiel sind auf unserer Webseite http://erasmus-refugeesintegration.eu/ für eine weitere Verwendung als digitales Lehrmaterial und einer Austauschbörse frei zugänglich. Dies entspricht unserer Philosophie, dass sich die Zusammenarbeit nur dann als gegenseitig produktiv erweist, wenn die eine Seite von der anderen lernt.

 

2 . Internationales Treffen in Frankreich, November 2019

 

Die Module strebten einen multidimensionalen Blick an, der sowohl die Perspektive der Migranten, der betroffenen Stakeholder sowie die gegebenen Voraussetzungen und Restriktion fokussierte.

Das erste Modul untersuchte die politische Entscheidungsfindung bezüglich der Aufnahme von Flüchtlingen innerhalb des europäischen Rechtsrahmens. Um ein Verständnis von politischen Entscheidungsprozessen zu schaffen, kreierten die Schüler:innen während der ersten Mobilität verschiedene Politikerrollen des Europäischen Parlaments, die sich in Interviews zu den Ursachen, rechtlichen Möglichkeiten, humanitären Notwendigkeiten und pragmatischen Ansätzen zur Bewältigung der Krise äußerten. Diese Auseinandersetzung schulten die politischen, sozialen und staatsbürgerlichen Kompetenzen der Schülern:innen sowie ihr kritisches Denken und entwickelte ein Verständnis für die Notwendigkeit von Integration.

 

Das zweite Modul verglich vorbildhafte Integrationsansätze der lokalen Behörden und des Bildungssektors. Die ausgewählten Projekte fokussierten verschiedene Aspekte und Probleme von Integrationsprozessen. Darauf aufbauend besuchten wir regionale Integrationsprojekte. Der gemeinsame Dialog mit externen Partnern fokussierte einen transnationalen Austausch über Strategien und Lösungsansätze und schulte einen kritischen und lösungsorientierten Blick auf Voraussetzungen für Integrationsprozesse.

 

Im Modul C3 wurden private Initiativen von NGOs in unseren Regionen analysiert. Ziel war es, den Schülern:innen Einblicke in soziales Engagement zu bieten, zu verstehen, welche essenzielle Rolle soziale Verantwortung spielt, umso ihre Bereitschaft zu fördern, selbst sozial aktiv zu werden. Hierfür entwickelten wir gemeinsam ein Motivationsvideo für junge Menschen. Des Weiteren suchten wir das Gespräch mit lokalen NGOs und sprachen über Chancen und Herausforderung von Integrationsprozessen und sozialer Verantwortung.

 

Online setzten sich die Teilnehmer in Modul C4 mit der Frage auseinander, wie erfolgreiche Integrationsprozesse auf Ebene der Arbeitsmärkte und der Berufsausbildung gestaltet werden können und wie Unternehmen auf verschiedene Herausforderungen reagieren. Neben verschiedenen Interviews entwickelten die Schüler:innen ein Planspiel, in dem Vertreter der drei Länder ein gemeinsames Projekt zur Verbesserung der Integration Geflüchteter auf den Arbeitsmärkten entwickelten. Hierbei wurden die Erkenntnisse der vorherigen Module inkludiert. Dieses Vorgehen fördert auf besondere Art und Weise den multidimensionalen, handlungsbezogenen Blick unserer Schüler:innen.

Modul C5 diente der Übersicht und Zusammenfassung unseres Projekts. Während dieser Online-Mobilität setzten wir uns kritisch mit den gewonnenen Kenntnissen, Fakten und Informationen sowie unseren Ergebnissen auseinander.

3 . Internationales Treffen in Deutschland, März 2019

 

Für einen genauen Überblick unseres Reiseweges haben unsere französischen Partner eine Roadmap angelegt, die hier zu finden ist:

https://cec-erasmus34.travelmap.net/