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6600x „prüfen, rufen drücken“ – Das Gymnasium Lehrte übt sich im bereits sechsten Schuljahr in Laienreanimation in der Woche der Belebung

Auch in diesem Jahr haben eigens geschulte Lehrkräfte des Gymnasiums Lehrte den Schülerinnen und Schülern des sechsten bis elften Jahrgangs das Prinzip der Laienreanimation nähergebracht. Auf eigens für diesen Zweck neu angeschafften Reanimationsphantomen, also Puppen zur Übung der Herzdruckmassage, haben die Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse zur Ersten Hilfe bei Kammerflimmern und Atemstillstand erworben oder erneut vertieft. Dass diese regelmäßige Schulung der Jahrgänge eine sinnvolle Maßnahme ist, um die Angst vorm Helfen in Notsituationen abzubauen, zeigte sich vor allem in den Jahrgängen, die diese Schulung bereits mehrfach absolviert haben. So ist der elfte Jahrgang zum letzten- und immerhin sechsten Mal – zur Laienreanimation angetreten und das zeigte sich im unaufgeregten und zugleich fokussierten Umgang mit den gespielten Notsituationen. Umgebung sichern, Notruf absetzen, Person ansprechen, Atmung überprüfen und reanimieren – für zahlreiche Schülerinnen und Schüler ist dies an dieser Schule mittlerweile eine Selbstverständlichkeit.

Für den Jahrgang 8 steht am heutigen Donnerstag eine besondere Fortbildung an: Sie lernen in diesem Jahr zusätzlich die Nutzung eines Defibrillators, den meisten besser als Defi bekannt. Diese werden in der Öffentlichkeit, wie an Bahnhöfen und in Bankgebäuden, an immer mehr Orten montiert und gewinnen damit in der Reanimation mehr und mehr an Bedeutung. Diese in einem ruhigen Übungssetting ausprobieren zu können, bevor sie im Notfall verwendet würden, ist der Schule besonders wichtig. Und damit die Achtklässlerinnen und Achtklässler dieses Wissen erhalten, kommen die Profis, die Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter, zum Einsatz. Von Schülern für Schüler ist hier die Devise, die die Schulung für diesen Jahrgang so besonders macht. Das Bewusstsein zu schaffen, dass jeder helfen und sich dabei sicher fühlen kann, ist den Lehrkräften Sylke Bohlen und Mareike Mathews, die diese Initiative am Gymnasium ins Leben gerufen haben, ein besonderes Anliegen. Die konzentrierte und aktive Teilnahme der Schulgemeinschaft zeigt, dass sie mit diesem nicht allein dastehen.

(Mathews)