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Geldspende an die Hilfsorganisation “Robin Aid”

Die Projektwoche im Juni 2011 hatte das Gymnasium Lehrte unter das Motto “Die Welt” gestellt. Am Ende der Woche fand ein Schulfest statt, auf dem über 50 Projekte nicht nur die bunte Vielfalt unseres Planeten darstellten, sondern auch auf die soziale und materielle Not vieler Menschen hinwiesen. Eine Projektgruppe präsentierte ein Video, das die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf die besonders schwierige humanitäre Lage in Afghanistan lenkte. Dabei stellten Schüler aus zwei Politikkursen des jetzigen Jahrgangs Q2 auch die Arbeit von Robin Aid in Kabul vor.

Der Erlös aus dem Verkauf von Kuchen und anderen selbst hergestellten Produkten sollte einem Krankenhaus zu Gute kommen, das die medizinische Hilfsorganisation dort gemeinsam mit einem französischen Partner betreibt. Hinzu kamen Geldspenden und das Pfand unzähliger Flaschen, die Oberstufenschüler gesammelt hatten, sowie die Einnahmen aus einer Tombola und eines Bläserkonzerts im Einkaufszentrum Zuckerfabrik. Am 6. Januar nahm Dr. Matthias Angrés von Robin Aid einen symbolischen Scheck in Höhe von 4580 Euro entgegen.

Dr. Angrés bedankte sich für die Geldspende. “Ich finde es einfach großartig, was ihr da geleistet habt”, sagte der Hamburger Arzt einer Delegation von Schülern, die das Schulfest im Rahmen der AG Event-Management vorbereitet hatte. “Das Geld fließt zur Hälfte direkt in die Projektarbeit in Kabul. Mit dem anderen Teil finanzieren wir die Behandlung von afghanischen Kindern hier in Deutschland.” André Wiedemann, Zeno Schnelle und Felix Ahrens freuten sich über das Lob.

Verschiedene Mitglieder des Kollegiums nahmen an der Scheckübergabe teil. Der Kontakt zu Angrés, der “Robin Aid” ins Leben gerufen hatte, war durch Schulleiterin Silke Brandes hergestellt worden. Gerrit Brauner trug als zuständiger AG-Leiter viel zum Gelingen der Projektwoche bei. Sylke Bohlen und Frauke Grade kümmerten sich um das korrekte Verbuchen der Einnahmen. Dorit von Löbbecke und Mike Nolte begleiteten als Politiklehrer die Herstellung des Videos über Robin Aid, der auch auf dem Schulfest präsentiert wurde.

Von Löbbecke lud Angrés dazu ein, am 6. Januar in ihrem Politikkurs über die Sicherheitslage in Afghanistan zu sprechen. “Er ist ein Idealist mit Bodenhaftung, indem er zeigt, was an humanitärer Hilfe real machbar ist.” Der Kurs mit erhöhten Anforderungen bearbeitet das Thema “Internationale Sicherheits- und Friedenspolitik”. Dr. Angrés Arbeit ist ein Stein im Mosaik “Friedensprozess”. Der ehrenamtlich Tätige nahm die Einladung gern an und referierte seine subjektive Sichtweise zur Lage im Land am Hindukusch. Dabei sparte er nicht mit Kritik an der Politik der USA und des afghanischen Präsidenten Kasai.

“Der Kontakt mit jungen Menschen ist mir ebenso wichtig wie das Werben für Spenden”, erläutert Dr. Angrés. “Ich möchte das Bewusstsein der Schüler dafür schärfen, dass sie selbst in einem Paradies leben.” Die Lehrter Gymnasiasten haben sein Anliegen verstanden und fragten intensiv nach. Tobias Zimmermann und Vanessa Caballero-Catania leiteten die Diskussion. “Ich war beeindruckt von der intellektuellen Reife meiner Gesprächspartner”, betonte Dr. Angrés.

Bei Robin Aid handelt es sich um eine unabhängige und gemeinnützige Stiftung, die ein humanitäres Netzwerk für schwer kranke und lebensgefährlich verletzte Kinder knüpft. Für diese Aufgabe hat Robin Aid die Partnerschaft mit der französischen Hilfsorganisation “La chaîne de l’espoir” (Kette der Hoffnung) aufgebaut. Deren Kernpunkt ist die Beteiligung von Robin Aid an dem medizinischen Betrieb des French Medical Institutes for Children (FMIC), das La chaîne de l’espoir in der afghanischen Hauptstadt Kabul unterhält. “Spenden werden zu hundert Prozent für die Kinder eingesetzt, da wir keine Verwaltungskosten haben. Wir von Robin Aid arbeiten alle unentgeltlich”, unterstreicht Dr. Angrés.