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Ausstellung zur DDR-Geschichte

Sechs Fallstudien, die aufrütteln sollen: Im Foyer des Kurt-Hirschfeld-Forums zeigt eine Ausstellung bis zum 7. Dezember, wie das SED-Regime Menschen ihre Würde raubte. Die Stellwände der “Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft” dokumentieren eindrucksvoll, wie schnell und unter welchen geringfügigen oder absurden Vorwänden missliebige Bürger verhaftet und eingesperrt wurden. Dabei zeichnen die Lebensläufe die politische Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR von 1945 bis 1989 nach. Alexander Bauersfeld aus Hannover, Jahrgang 1948 und in Nordhausen geboren, führte die 10. Klassen des Gymnasiums Lehrte in die Ausstellung ein. Er weiß, wovon er spricht, schließlich war er selbst politischer Häftling in der DDR. Sein Engagement für die Evangelische Kirche wurde Bauersfeld zum Verhängnis: !983 wurde er wegen landesverräterischer Nachrichtenübermittlung  zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Im Juli 1984 kaufte ihn die Bundesrepublik wieder frei.  Heute will der Publizist Bauersfeld zum Denken anregen. “Er hat den Stellenwert der Menschenwürde sehr deutlich gemacht –  und  dass sie nicht selbstverständlich ist,” sagte Geschichtslehrer Volker Warnecke, der Bauersfeld eingeladen hatte. Die Zehntklässler wurden aufgefordert, die Menschenwürde zu verteidigen, in dem sie sich  für die Demokratie einsetzen.” Die Demokratie ist die beste Gesellschaftsordnung, die wir Deutsche in unserer ganzen Geschichte hatten,“ betonte Bauersfeld.