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Vortrag des Gedächtnistrainers Gregor Staub

Vor den Türen des Kurt-Hirschfeld-Forums herrschte am Abend des 05.02.2014 großes Gedränge. Nicht nur Eltern, deren Kinder das Lehrter Gymnasium besuchen, wollten den renommierten Gedächtnistrainer Gregor Staub sehen, sondern auch Gäste aus Hannover, Hildesheim und Hameln scheuten eine längere Anreise nicht. Schließlich fanden alle einen Platz in dem dann ausverkauften Forum und Schülerin Katharina Lakisa konnte in ihrer Einführungsrede, in der sie sich wünschte, Methoden vermittelt zu bekommen, die es ihr erleichtern würden, die Fülle des Unterrichtsstoffes effizient und nachhaltig im Gedächtnis behalten zu können, Herrn Staub in Lehrte willkommen heißen. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und gewährte dem Publikum in einem zweistündigen Vortrag, in welchem er immer wieder die Zuhörer zum mitmachen animierte, einen Einblick in seine Lernstrategien. Mithilfe einer „Körperliste“ lernten die Gäste in kürzester Zeit die thailändischen Zahlen von eins bis zehn. Mithilfe einer Geschichte wurden die Zahlen einem Körperteil zugeordnet: So wurde die Zahl sieben (ce᷃d, gesprochen: jet) ein Flugzeug, welches auf der Schulter eines jeden Zuhörers landete.

Eine kurze Verschnaufpause gab es, in der sich die Eltern und Gäste an einem Stand des Q2-Jahrgangs mit Kuchen, Brezeln und Getränken stärken konnten. Nicht nur um das leibliche Wohl hatte sich der Jahrgang gekümmert, er war auch für die gesamte Organisation und Durchführung des mega-memory-days verantwortlich. Dieser begann bereits am Vormittag, wo Herr Staub zunächst in zwei Veranstaltungen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7-12 und am Nachmittag dann das Kollegium des Gymnasiums geschult hatte. Der erzielte Gewinn aus Karten- und Essenverkauf fließt in die Kasse für den Abiturball.

Nach der Pause musste das Publikum sofort wieder hellwach sein und in einer anderen Übung die amerikanischen Präsidenten ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lernen, indem Herr Staub ihre Namen mit Gegenständen im Raum in Verbindung brachte. Seinen Filzstift fragte er z.B.im bayrischen Dialekt: „Kenn’ i di?“ Das hohle Geräusch, das ertönt, wenn man mit dem Fuß auf den Bühnenboden stampft, erinnerte ihn hingegen – unter großem Gelächter des Publikums – an George W. Bush. Als wichtigste Voraussetzung nannte der Gedächtnistrainer, dass man Freude haben solle am Lernen und sich nicht über Fehler ärgern dürfe, denn wenn man in der Lage sei, die eigenen Fehler zu erkennen, dann habe man bereits gelernt. Die Begeisterung und Freude am Lernen übertrug sich an diesem Abend auf alle Zuhörer, sodass auch der letzte Wunsch der Einführungsrede von Katharina in Erfüllung ging: Es war ein Abend, der im Gedächtnis bleibt. (Nikolaus Meuer)

Artikelfoto: Der stellvertretende Schulleiter Claus Wegener begrüßte Gregor Staub.