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Fair Future II – Der Ökologische Fußabdruck

Eine Riesen-Leinwand im Forum, ein kinotauglicher Projektor und Soundeffekte, dies alles erwartete die gesamte Schülerschaft der Sek I, als sie am 21. Januar in drei Gruppen die jeweils 90-minütige Veranstaltung besuchten. Bevor es mit dem Multivisionsfilm begann, überraschte Moderator Björn Wiele sein Publikum mit Bewegungsübungen. Nachdem alle aufgestanden waren, durften sich 75 Prozent der Schüler nach und nach setzen. Die verbliebenen 25 Prozent der Schüler symbolisierten die 25 Prozent der Weltbevölkerung, die “reich” sind. Wiele definierte “reich” als die Möglichkeit, täglich Nahrung verfügbar zu haben, Zugang zu medizinischer Versorgung und zu Bildung zu haben. Für die Schüler war so greifbar, dass dies für drei Viertel der Weltbevölkerung nicht gilt.

Der Film machte mit dem Begriff des ökologischen Fußabdrucks vertraut. Der Ökologische Fußabdruck zeigt auf, welche Fläche die Natur benötigt, um alle Rohstoffe bereitzustellen, die der Mensch braucht, sowie die Fläche, die die Natur benötigt, um Kohlenstoffdioxid und andere Treibhausgase zu binden. Die Rechnung zeigt, dass wir drei Erden bräuchten, wenn alle so leben würden wie wir.
Deutlich wurde auch, wie viel Fläche für jeden Erdenbürger statistisch zur Verfügung steht. Bei einer nutzbaren Fläche von 12 Mrd. Hektar und einer Weltbevölkerung von über 7 Milliarden ergibt sich ein Wert von 1,4 Globalhektar. In Deutschland beansprucht jeder Einwohner 4,6 Globalhektar. Leicht auszurechnen, dass es viele Menschen geben muss, die unterdurchschnittlich versorgt sind. Der Film zeigte auch, dass es im Bereich der Nahrungsverteilung ungerecht zugeht. Während in Deutschland etwa 50 % Prozent aller Nahrungsmittel in den Müll wandern, verhungert alle sechs Sekunden ein Kind auf der Welt.
Hunger entsteht auch, weil Agrarprodukte aus den Entwicklungsländern hierzulande als Tierfutter genutzt werden. Noch schlimmer sei es, wenn landwirtschaftliche Produkte zur Kraftstoffherstellung herangezogen werden. Dies leitete zu dem Vergleich der ökologischen Verträglichkeit verschiedener Fortbewegungsmittel über. Es war keine Überraschung, dass Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel besser abschnitten als das Auto. Verkehr und Kraftwerke wurden dann auch als Hautursache für den Klimawandel thematisiert.
In der abschießenden Diskussion, in der viele interessierte Schüler Fragen stellten, zeigte Moderator Björn Wiele ihnen mögliche Antworten auf die Problematik auf: „Wie wollt ihr in Zukunft leben“

Das Mobiltätsteam des Gymnasiums, bestehend aus Daniel Henke und Andre Bien, hatte das UN Dekade-Projekt Multivision “FAIR FUTURE II” an die Schule geholt, Dieses Projekt bietet die Organisation “die Multivision” an, mit Oxfam Deutschland e.V. als Projektpartner und in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH