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Gymnasium wird Europaschule beim Tag der offenen Tür

Der Tag der offenen Tür am 27. Mai begann mit der feierlichen Verleihung des Titels “Europaschule in Niedersachsen“. In der Mensa hatten sich zahlreiche Schüler, Eltern und Lehrer versammelt, um der kurzweiligen Veranstaltung beizuwohnen. Klaus Perk und Lena Busch, die Hauptakteure in Europafragen, moderierten die Verleihung und bezogen alle Lehrkräfte des Europateams mit ein.

In den einleitenden Worten betonte Klaus Perk: „Europaschulen setzen sich zum Ziel, interkulturelle Lernprozesse zu fördern, die es Heranwachsenden ermöglichen, eine eigene Identität zu finden und in der Begegnung mit anderen Kulturen Toleranz zu entwickeln. So gelingt es uns, unsere Schülerinnen und Schüler auf dem Weg hin zu aufgeklärten, kritischen Bürgern Europas zu unterstützen. Als Schulgemeinschaft sind wir bereits gut aufgestellt und wir möchten gemeinsam mit Ihnen hieran anknüpfen. Unser Ziel wird es sein, diese europäische Idee zu einem selbstverständlichen Teil unseres Schulalltags werden zu lassen, indem wir noch stärker fächerübergreifend kooperieren, internationale Projekte durchführen und so unsere Schüler auf den europäischen Arbeitsmarkt vorbereiten.“

Ein Quiz über Nachbarländer und Interviews mit Schülern, die bei dem Erasmusprojekt oder bei Schüleraustauschprogrammen beteiligt waren, rundeten die Veranstaltung ab. Lehrtes Erster Stadtrat Uwe Bee betonte die Wichtigkeit, sich gerade in der heutigen Zeit mit Europa positiv auseinanderzusetzen: „Sie leisten mit Ihren Schülern einen wichtigen Beitrag, den europäischen Gedanken lebendig zu erhalten.“

16TdoT3-webDer für das Gymnasium zuständige Dezernent Andreas Blasche-Hesse von der Niedersächsischen Landesschulbehörde und Dagmar Kiesling, Koordinatorin für europäische und internationale Angelegenheiten überreichten an Schulleiterin Silke Brandes das begehrte Schild, die Urkunde und eine Europafahne. Auch diese beiden Gäste lobten das vielfältige Engagement des Lehrter Gymnasiums, das sich neben der Erasmusteilnahme in vielfältigen Austauschprojekten und Unterrichtsbezügen widerspiegelt. Ausdrücklich wurde die detailreiche Bewerbungsmappe gelobt. Ergriffen betonte Schulleiterin Silke Brandes, dass die Verleihung des  Titels eine große Ehre für die Schule darstelle, mit einem Schmunzeln bemerkte sie dann, dass damit aber keinerlei materiellen Vorteile verbunden seien. Die scherzhafte Frage, wer denn nun für das Anbringen des Schildes finanziell aufkommt, wurde durch die Übergabe eines Paketes mit Schrauben und Dübeln beantwortet.

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Im weiteren Verlauf des Nachmittags fanden im Gebäude der Unterstufe zahlreiche Mitmachaktionen statt, die es den Viertklässlern ermöglichen sollten, sich mit ihrer neuen Schule anzufreunden.

16TdoT4-webDie Bläserklasse 8 und Thomas Schachschal spielen in der Pausenhalle.

16TdoT11-webSchummelwürfel werden gebaut

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16TdoT12-webDie geniale Magnetschwebebahn mit Supraleitung unter 196° C

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Das Artikelfoto zeigt: Lehrtes Erster Stadtrat Uwe Bee, Dagmar Kiesling, Andreas Blasche-Hesse, Silke Brandes, Klaus Perk und Lena Busch halten nach der Übergabe des Schildes und der Urkunde gemeinsam die Europa-Fahne.

Der Lehrter Anzeiger veröffentlichte folgenden Artikel:

Gymnasium wird Europaschule

 Titel gilt fünf Jahre – Einrichtung für Umsetzung des europäischen Gedankens gewürdigt

 Das Lehrter Gymnasium wird zur „Europaschule in Niedersachsen“. Mit diesem Titel würdigt die Landesschulbehörde das jahrelange Engagement der Schule, den europäischen Gedanken in Unterricht, Projekte und Austauschprogramme zu integrieren. Schild und Urkunde wurden gestern übergeben.

Mit dem Titel darf sich das Gymnasium nun fünf Jahre lang schmücken. Das dazugehörige Schild, eine Urkunde und die Europafahne haben Dezernent Andreas Blasche-Hesse von der Niedersächsischen Landesschulbehörde und Dagmar Kiesling, Koordinatorin für europäische und internationale Angelegenheiten, beim Tag der offenen Tür in der Mensa vor Schülern, Lehrern und Vertretern der Stadt an Schulleiterin Silke Brandes überreicht.

Die Auszeichnung sei eine symbolische Belohnung für die Ausrichtung auf Europa im Unterricht. „Das Gymnasium leistet damit auch einen wertvollen Beitrag zum Fortbestehen des Schengen-Abkommens“, betonte Blasche-Hesse. Lehrtes Erster Stadtrat Uwe Bee schloss sich der Lobeshymne an: „Im Gymnasium wird der europäische Gedanke wirklich gelebt.“

Die Schüler berichteten, welche Projekte es an ihrer Schule gibt und welche persönlichen Erfahrungen sie damit gemacht haben. Neuntklässlerin Sina hat in der bilingualen Klasse beispielsweise Biologie und Erdkunde auf Englisch gehabt. Mitschülerin Sarah hat vor allem die Austauschfahrt nach Frankreich gefallen. „Durch meine Austauschfahrten habe ich jetzt Freunde in Polen und England“, sagte Elftklässlerin Melissa.

Darüber hinaus hatte sich das Gymnasium mit der Teilnahme am Erasmus+-Projekt, dem Bildungsprogramm der Europäischen Union, um den Titel beworben. Der Antrag der Lehrer Klaus Perk und Lena Busch, der beiden Europa-Koordinatoren des Gymnasiums, bleibt nun sogar ein Jahr lang in der Landesschulbehörde. „Der Antrag war so vorbildlich, dass er anderen Schulen nun als Beispiel dienen soll“, sagte Kiesling.

Von Katja Eggers