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Kultusministerin Heiligenstadt informiert sich über Pilotprojekt

Ein gut abgestimmtes kleines Programm erwartete die Kultusministerin Heiligenstadt am 03. Mai am Lehrter Gymnasium. Um 11 Uhr führte Uwe Röber mit seinem DSP-Kurs sein auf eine halbe Stunde gekürztes Theaterstück über Integrationsprobleme auf. Neben Frauke Heiligenstadt zeigten sich auch Bürgermeister Klaus Sidortschuk und der Landtagsabgeordnete Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens sichtlich beeindruckt von der Spielstärke der Schüler aus dem Q1-Jahrgang. Die Ministerin sprach mit den Akteuren und überreichte als Gastgeschenk einen Atlas mit Satellitenbildern.

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Als nächster Punkt stand die Vorstellung selbst erdachter und produzierter Lernspiele auf dem Programm. Lehrer Marc Drechsler hatte die Spiele für vielfältige Fächer mit seinem Seminarfachkurs entwickelt und produziert und Frauke Heiligenstadt sah Schüler der Sprachlernklasse 2 an, die mit Hilfe eines Spiels ihre Deutschkenntnisse verbesserten.

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170503 ministerin2-webNach diesem ersten Eindruck vom Gymnasium Lehrte konnte die Ministerin sich gegen Mittag dem eigentlichen Anlass des Besuchs widmen. Sie ließ sich von den bewährten und ausgebildeten Sprachklassen-Lehrkräften Baranek, Busch, Winda und Wunderlich  die Anwendung des Computerprogramms “2p-Potenzial und Perspektive“ mit Schülern der Sprachlernklasse 1 zeigen. Dieses Programm wurde erstmals in Baden-Württemberg für alle Schulen als sprachreduziertes Analyseprogramm für Migranten eingesetzt. In Niedersachsen gibt es ein Pilotprojekt, an dem neben dem Gymnasium Lehrte auch noch drei weitere Schulen anderer Schulformen teilnehmen. Nach einem Erfolg der Erprobungsphase ist eine Anwendung in ganz Niedersachen geplant. Unterstützend waren Mitarbeiter der Firma “MTO-Physiologische Forschung und Beratung“ anwesend, die diese Software entwickelt hatte. Für die beteiligten Schüler war das Kamerateam vom NDR sicherlich noch aufregender als die Ministerin.

 

Auf der abschließenden Pressekonferenz mit der Ministerin, ihrer  Pressesprecherin Tanja Meister, Schulleiterin Silke Brandes und Karsten Hammer von der MTO wurden Hintergründe zu diesem Pilotprojekt erörtert. Silke Brandes zeigte sich erfreut, dass das Lehrter Gymnasium, auch wegen der frühen Einrichtung von Sprachlernklassen, für dieses Projekt angefragt wurde und bekräftigte, dass dieses Programm mit seinen sieben Modulen eine Hilfe für die individuelle Laufbahnempfehlung sei. Frauke Heiligenstadt umriss die Motivation für dieses Programm. Im Zeitraum März 2015 bis Juni 2016 seien 36.000 Migrantenkinder an die niedersächsischen Schulen gekommen, ein halber normaler Einschulungsjahrgang. Verständlicherweise sei da viel Improvisation gefragt gewesen. Sie dankte den Lehrkräften, den Mitschülern und ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement bei der Bewältigung der Aufgabe. Sie betonte, dass dieses Kompetenzfeststellungsverfahren “2p-Potenzial und Perspektive“  mehr Systematik und Entlastung bieten könne. Sie könne sich ein derartiges Instrument auch für alle Schüler vorstellen, um so individuellen Förderbedarf zu entdecken und anzubieten. Auch der Psychologe Karsten Hammer bekräftigte die Eignung des Software-Programms als Förderinstrument.

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