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Austauschschüler

Bei uns sind in jedem Jahr Gastschüler zu Besuch, die aus den Schulen kommen, mit denen wir eine enge Partnerschaft pflegen. Auf dieser Seite berichten unsere Gast- und eigenen Schüler:

Andrei, Austauschschüler aus Rumänien

Ich freue mich, einen Artikel über die Eindrücke meines Austauschjahres am Gymnasium Lehrte zu schreiben. Für die, die mich nicht kennen, ich heiße Andrei Olteanu, komme aus Bukarest, der Hauptstadt Rumäniens (das Vaterland Draculas). Am Anfang, bevor ich meine neue Klasse kennen gelernt habe, hatte ich irgendwie Angst. Es war ein neues Land und eine neue Schule und ich wusste nicht, was ich erwarten sollte. Nach dem ersten Tag aber war ich mir sicher, dass alles gut laufen wird. Die Schüler der Klasse 10 A waren im Laufe der Zeit sehr nett zu mir, und dafür bin ich dankbar. Ich habe viele neue Freunde gefunden, nicht nur aus meiner Klasse, und die werde ich sicherlich vermissen, wenn ich zurückfahre. Ich habe diese Schule fast ein ganzes Schuljahr besucht und bin froh, dass ich die Chance gehabt habe zu sehen, wie es in einer deutschen Schule wirklich ist.

Damit ihr die Unterschiede zwischen dem rumänischen und dem deutschen Schulsystem versteht, werde ich euch ein bisschen über das Thema Schule in Rumänien erzählen. Von der ersten bis zu der vierten Klasse gibt es die Grundschule. Von der fünften bis zu der achten gibt es die Mittelstufe, und acht Klassen zu schaffen ist Pflicht in Rumänien, nicht wie in Deutschland zwölf. Nach der Schule kann man sich aussuchen, was man weitermachen will. Man kann entweder eine Art Gymnasium besuchen, die Hochschule, oder man kann die Berufsschule wählen. Beide muss man vier Jahre lang besuchen, um ein Diplom zu kriegen. Nur mit Gymnasium kann man BAC schreiben, eine Art Abitur in Deutschland. Es gibt zwei Profile von Hochschulen, die man sich aussuchen kann: das Realprofil (Mathe, Physik, Informatik) oder ein humanistisches Profil (Kunst, fremde Sprachen). Es gibt noch eine Einteilung der Hochschulen, und zwar gibt es welche für die Schlechten, die Normalen und die Guten. Diese Einteilung hängt ab von der Prüfung, die man in der achten Klasse schreibt. Alle Schüler Rumäniens schreiben dieselben Arbeiten, sodass alle die gleichen Chancen haben. Die Berufsschule teilt sich auch in mehrere Kategorien. Das hängt davon ab, welchen Beruf der Schüler haben möchte.

Unser Notensystem ist anders als hier in Deutschland, es gibt Noten von eins bis zehn, je höher die Note, desto besser. In Rumänien hat jede Klasse ein Klassenbuch und dort werden die Noten jedes Schülers eingetragen. Das Klassenbuch darf kein Schüler ohne Zustimmung des Lehrers öffnen und muss auf alle Fälle immer im Lehrerzimmer bleiben, außer während des Unterrichts. Die mündliche Leistung ist nicht so wichtig in Rumänien, die schriftliche bedeutet aber fast alles, zwischen 70 bis 90 % (es hängt vom Lehrer ab). Bei uns ist es auch so, dass wir mehrere Arbeiten schreiben, und sie werden alle im Klassenbuch eingetragen. In den Hauptfächern schreibt man auch eine spezielle Arbeit, die 25 % der gesamten Note bedeutet. In Rumänien gibt es keine Zeugnisse, sondern kleine Hefte, in die alle Noten eingetragen werden, und die Eltern müssen die ständig unterschreiben. Falls man die Hausaufgabe nicht dabei hat, kriegt man eine Zwei im Klassenbuch. Weil Schüler die Hausaufgaben nicht haben, schwänzen sie, und darum ist leider in Rumänien Schwänzen fast etwas Normales. Hier in Deutschland gibt es meiner Meinung nach keine Gründe, so was zu machen, also finde ich das was Gutes. Das war das Wichtigste, was man über das rumänische Schulsystem wissen sollte, und wie ihr schon bemerkt habt, ist es ein bisschen anders, als es hier ist. Mich hier in der Schule anzupassen, war nicht schwer: Die Lehrer waren immer nett zu mir und haben mir alles von Anfang an erklärt. Herr Hammerschmidt, mein Betreuungslehrer, hat sich um meinen Stundenplan gekümmert, sodass ich alle Fächer, die ich in Rumänien hatte, auch hier in Deutschland haben konnte und darum bedanke ich mich jetzt bei ihm. Nach diesem Austauschjahr möchte ich mein Schuljahr in Rumänien ausgleichen und weiter die elfte Klasse besuchen, also musste ich dieses Jahr wie ein normaler Schüler lernen. In allen Fächer ging es ziemlich gut, außer in Mathe, wo ich nicht genug gearbeitet habe, also muss ich meine Strafe bekommen und eine schlechte Zensur kriegen.

Es war und es ist noch sehr spannend, bei Familie Klee in Sievershausen zu wohnen. Ich bin glücklich, viele Gastgeschwister zu haben, drei Gastbrüder und eine kleine Gastschwester, mit denen ich viel Zeit verbringe.

Die Organisation, mit deren Hilfe ich hier hergekommen bin, ist YFU (www.YFU.de), die seit Ende des Zweiten Weltkriegs Schüleraustausche zwischen den USA und Deutschland organisiert. Mit der Zeit aber hat YFU viele Länder in sein Austauschprogramm aufgenommen. Es wäre schön, wenn sich noch mehr Gastfamilien finden würden. Darum bitte ich alle, die diesen Artikel lesen, darüber nachzudenken, ob sie nicht auch einen Gastschüler für ein Jahr nach Deutschland einladen möchten. Ich hoffe, dass ihr alle dieses Schuljahr gut überstanden habt.

Liebe Grüße, Andrei.

Our guests from England (April 2010)

From April 10th to April 17th Alex (17), Ben (17), Amelie (15) and Tiago (16) visited our school together with their teacher Ms Rachel Flanagan. They were here for a week and joined different classes with whom they worked as teaching assistants. They gave presentations on the English school system and introduced the German students to their school life in England. Students in our year 11 were lucky enough to be informed about the use of media in England. The English students told them about their reading and viewing habits at home in England. During the week they went on a trip to Wolfsburg and other local points of interest. They were welcomed by our senior staff during a welcome breakfast at our school as well as by our mayor Mrs Voss in the town hall of Lehrte.

Our guests came from Conyers School in Yarm, which is located south of Newcastle in the Northeast of England. They came over to Germany during their Easter holidays. They returned the visit of six German students from our year 10 to Yarm in March this year. The English students have been learning German for three to six years; two of them even want to study German at university later. They admitted that the hardest things to learn are German grammar and sentence structure. They said that they had never been to Germany before, but they definitely liked it. Their stay in Germany had been really pleasant; they loved German culture and lifestyle. The boys were fascinated by the cars they had seen during their visit to the Autostadt in Wolfsburg. All of them enjoyed staying with their host families and made friends with a lot of people. That is why they really want to come back to Germany some time. And, of course, they could have imagined staying here for some more time (in fact, they had to stay one day longer because all the flights to England were cancelled due to the volcanic ash in the air), but they had to be back at school for their exams. When they came to Germany they had some stereotypical ideas about the Germans, e.g. that the Germans wear leather shorts, eat sauerkraut and that German teachers are very strict. But they realized that these notions were wrong. According to them, the main differences between the schools are that the German students do not wear any school uniforms and that the teachers do not have their own rooms. Moreover, in England school starts at 9 o´clock and in every classroom at Conyers you can find an interactive whiteboard.

HAZ – Anzeiger für Lehrte, 27.06.2009 – Katerina Jarolim-Vormeier

Gäste mögen Schnitzel gern

USA-Schüler besuchen Lehrte – Austausch mit dem Gymnasium besteht seit einem Jahr

Zehn Schüler und sechs Betreuer aus Brookings in South Dakota sind derzeit in Lehrte zu Gast. Die Besucher aus Amerika schätzen das deutsche Essen sehr.

„Ein paniertes Schnitzel schmeckt ausgezeichnet“, lobte Mery Selberg, Deutschlehrerin an der High School in Brookings. Auch das italienische Eis mundete ihr sowie den 17- und 18-jährigen Schülern sehr. Im Vorjahr hatten die Lehrter Gymnasiasten die neue Partnerschule in den USA besucht. Jetzt empfing die Schule den Gegenbesuch. Seit vier Tagen ist die Gruppe aus Amerika, die Bürgermeisterin Jutta Voß am Mittwoch begrüßt hat, bereits in der Eisenbahnerstadt zu Gast.

Die jungen Leute haben sich bereits das Gymnasium angeschaut, den Zoo und Hannovers Innenstadt erkundet. René Kolloge, Lehrer und Organisator des Austauschs, hatte gestern eine Kaffee- und Kuchen-Tafel im Lehrter Stadtpark aufgebaut. Vom Marmorkuchen über Himbeertorte bis zu den so genannten Amerikanern wurde nahe beim Rodelberg viel Leckeres verputzt.

Schüler und Lehrer sind in Gastfamilien untergebracht. „Alle sind sehr freundlich zu uns“, sagte Cathrin Luze. Bemerkenswert fand die 17-Jährige auch, dass Deutschland im Vergleich zu Amerika so fußgängerfreundlich ist. Außerdem waren die Gäste über die Schrebergartenkultur erstaunt. „Das kennen wir gar nicht“, stellte Rachel Henson fest.

Zuvor hatte die Gruppe Saarbrücken, München und Trier besucht. Zum Abschluss des Austauschs steht heute ein Berlin-Besuch auf dem Programm.