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Partnerschulen

Die Schule sieht es als eine wichtige Aufgabe an, sich auch international zu öffnen. Seit mehr als 30 Jahren besteht unsere Partnerschaft mit dem Lycée Flaubert in Rouen (Frankreich). Durch die Städtepartnerschaft zwischen Lehrte und Trzcianka hat unsere Schule auch einen regelmäßigen Austausch mit Polen. Bisher war es leider organisatorisch noch nicht möglich, auf einem gemeinsamen Seminar aller drei Schulen europäische Fragen zu diskutieren.

Partnerschaft Lycée Flaubert Rouen – Gymnasium Lehrte

Hannover hat eine Städtepartnerschaft mit Rouen, Lehrte seit 30 Jahren eine mit Vanves bei Paris. Außerhalb dieser offiziellen Städtepartnerschaften wurde 1973 ein Austausch zwischen unseren beiden Schulen geplant und im folgenden Jahr geboren.

In Frankreich nennt man ein außereheliches Kind ‚enfant naturel‘. Ganz natürlich entwickelte sich dann auch dieses Kind und ist nun längst volljährig. Das bedeutet nun noch nicht, dass es auf eigenen Füßen steht, sondern es ist angewiesen auf die Betreuung durch die Kollegen auf der französischen und der deutschen Seite. Den Freundschaften, die hier entstanden sind, ist es auch zu verdanken, daß der Austausch seit fast 30 Jahren regelmäßig stattfindet.

Der Austausch ist möglich für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9/10 bei uns und denen der „classe européenne“ in Rouen. Diese Klasse des Lycée Flaubert hat verstärkten Deutschunterricht ähnlich wie wir ihn in unsern bilingualen Klassen für Englisch haben. In der Regel nehmen ca. 30 Schüler/innen an dem Austausch teil.

Neben dem 12-tägigen Austausch gibt es immer wieder Besuche früherer am Austausch beteiligter Schüler in den Ferien. Wir versuchen sehr intensiv, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, in der 10. oder 11. Klasse einen individuellen Austausch mit ihrem Partner zu machen, der bei einem Aufenthalt von 8 bis 12 Wochen zu Beginn eines Schuljahres von dem Deutsch-französichen Jugendwerk unterstützt wird durch einen Zuschuss zu den Fahrtkosten.

Erstmalig im Januar 2005 machten wir mit der „classe préparatoire“ (Vorbereitungsklasse auf die Elitehochschulen nach dem Baccalauréat) ein europa-politisches Seminar in Würzburg. Diese Seminar sollten auch in der Zukunft abwechselnd in Deutschland und Frankreich stattfinden.

Diese Fortsetzung der ersten Begegnungen führen erst zu einem echten Verständnis des Landes und zu einer wirklichen Verbesserung der sprachlichen Leistungen.

Die Ziele des Schüleraustauschs lassen sich folgendermaßen definieren: Motivation für den als nicht leicht geltenden Unterricht. Gerade in Klasse 10 denken viele Schüler nur daran, wie und wann man Französisch abwählen kann. In beiden Ländern ist ein Rückgang derer zu verzeichnen, die über einen längeren Zeitraum die Sprache des Nachbarn lernen, obwohl die wirtschaftlichen Verflechtungen der beiden Länder immer enger werden. Vielleicht trägt der Austausch dazu bei, einmal selbst zu spüren, wozu es gut ist, diese in Europa so wichtige Sprache zu beherrschen (bzw. sich mit den vorhandenen Kenntnissen durchzuschlagen). Für viele ist es das erste Mal, dass sie über längere Zeit ihre erworbenen Kenntnisse in der Praxis einsetzen können.

Kennenlernen des Nachbarn (Land und Leute und Familie) Durch Presse, Rundfunk, Fernsehen und teils durch eigene Reisen sind die Schüler zwar inzwischen über das Nachbarland informiert, doch gibt es noch zahlreiche Klischees und falsche Vorstellungen. Persönliche Freundschaften sind die beste Gelegenheit, diese über den Haufen zu werfen.

Neben dem Besuch des Unterrichts steht in jedem Jahr ein Schwerpunktthema im Mittelpunkt, zu dem die Schüler/innen vor und nach dem Aufenthalt im Gastland arbeiten und das bei dem Besuchsprogramm eine besondere Rolle spielt.

Diese Ziele sind ohne weiteres einsichtig und einfach zu formulieren. Wenn es aber um die praktische Verwirklichung des Austauschs geht, dann wird es deutlich schwieriger. Es bedarf auf Seiten der Schüler und der beteiligten Lehrer eines Einfühlungsvermögens und einer Bereitschaft zur Kommunikation, die Voraussetzungen sind für das Gelingen des Austauschs.

H. Michael

Partnerschaft Liceum Ogolnoksztalcace Trzcianka – Gymnasium Lehrte

Seit 1997 wird der deutsch-polnische Austausch von den Schülern/Schülerinnen mit Interesse und Engagement wahrgenommen; er besteht z. Zt. aus zwei Komplexen:

1. Der privaten Begegnung der beiden Schulgruppen sowohl in Trzcianka als auch in Lehrte. Dazu gehört

    • das Miteinander in der Familie,
    • der Schulbesuch mit Sprach-Unterricht auf Deutsch bzw. Polnisch,
    • Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung (z.B. Posen, Danzig, Gnesen, Biskupin)
    • sportliche Vergnügungen.

2. Bei entsprechendem Interesse wird begleitend eine AG angeboten, die historische, wirtschaftspolitische, kulturelle und alltägliche Fragestellungen aufgreift. Das deutsch-polnische Nebeneinander zum Miteinander werden zu lassen ist Anliegen dieses Austausches.


2013: Auch Völkerfreundschaft geht durch den Magen: Der Polenaustausch vom 3.-9.4.2013
Mit einem Abschiedsfoto vor dem Gebäude der Sek. 2 begann unsere Fahrt zur polnischen Partnerschule in Trzcianka. Die Teilnehmer machten sich auf den Weg, das polnische Leben im wahrsten Sinne des Wortes auszukosten, da der aktuelle Austausch unter dem Thema „Kochen“ steht. Nach einer Bahnreise von ca. 8 Stunden am Ziel angekommen, wurden wir von den Gastfamilien herzlich aufgenommen und verlebten den ersten Abend gemeinsam mit unseren Familien auf Zeit. An diesem Abend, wie auch an den weiteren Tagen waren wir von der polnischen Gastfreundschaft beeindruckt. Besonders in Erinnerung bleiben wird uns das gute und reichhaltige Essen, das den einen oder anderen Teilnehmer mengenmäßig an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit brachte. Neben dem offiziellen Empfang beim Bürgermeister und Ausflügen rund um den Ort Trzcianka mit unseren Gastgebern war die Fahrt nach Posen ein besonderes Ereignis. Hier besichtigten wir ein großes Einkaufszentrum, welches mit einem Architekturpreis ausgezeichnet worden war, untersuchten die gastronomischen Strukturen der Stadt und lernten etwas über die Spezialitäten der japanischen Küche. Während unseres Aufenthaltes fand auch der Theaterwettbewerb „Deutsch auf der Bühne“ statt. Den Wettbewerb gewann unsere Partnerschule mit dem Theaterstück, welches im letzten Jahr bereits in Lehrte am Tag der offenen Tür aufgeführt wurde. Es war beeindruckend, wie gut die Schüler in der für sie fremden Sprache Deutsch Theaterspielen konnten. Am Abschlussabend veranstalteten wir eine Kochshow und beglückten unsere Gasteltern mit Gerichten, die wir aus zufällig erhaltenen Zutaten herstellten. Außerdem konnten wir unsere während des Austausches erworbenen Polnischkenntnisse in einem Quiz unter Beweis stellen. Damit näherte sich das Ende des ereignis- und eindrucksreichen Austausches, aber leider bereits dem Ende. Mit dem Trost, dass unsere Gastgeber uns im Schuljahr 2013/2014 in Lehrte besuchen werden, verabschiedeten wir uns von unseren neugewonnen Freunden und traten die Heimreise mit der Bahn an.


2012: Gemeinsamer Auftritt verbindet: Schüler aus Polen zu Gast in Lehrte
Theaterspielen verbindet. Das haben Schüler des Lehrter Gymnasiums und Austauschschüler aus einer Partnerschule in Trzcianka, Lehrtes polnischer Partnerstadt, am Freitagabend eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In der Mensa des Lehrter Gymnasiums führten sie gemeinsam ein selbst geschriebenes Stück in englischer Sprache auf: „Homeland“ handelte vom Verlust der Erinnerungen, vom Verlust der Heimat und von Identität. Erste Schauspiel- und Improvisationsübungen waren bereits im Oktober des vergangenen Jahres über die Bühne gegangen, als die Gymnasiasten die Partnerschule in Polen besucht hatten. Über den Inhalt des gemeinsamen Theaterstückes tauschten sich die Schüler im Anschluss via Internet aus. Intensiv geprobt wurde jetzt beim Gegenbesuch in Lehrte und unter Anleitung eines professionellen Schauspielers zudem in Berlin.

Die gemeinsame Theateraufführung bildete für die polnischen Gäste den Abschluss ihres Besuchs in Lehrte. Dort waren die Schüler im Rahmen eines Comenius-Projektes zuvor eine Woche lang in Gastfamilien untergebracht gewesen. Sie nahmen am Unterricht im Gymnasium teil und lernten den Lebensalltag in Deutschland kennen. Jede Menge Informationen über Lehrte und seine Geschichte bekamen die Austauschschüler aus Polen auch im Rathaus. Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk hatte die Gruppe zu sich eingeladen und verteilte emsig Broschüren und Bücher. Neugierig war er zudem auf die Erfahrungen, die die polnischen Schüler in Deutschland gemacht haben. „Wir hatten schön Theaterworkshops“, antwortete ihm eine junge Polin. Ein Mitschüler sagte: „Und wir haben in Lehrte viele neue Freunde gewonnen.“ Den Schüleraustausch mit dem polnischen Lyzeum pflegt das Lehrter Gymnasium bereits seit mehr als einem Jahrzehnt.
(Katja Eggers, Anzeiger für Burgdorf und Lehrte vom 23.04.2012)


2011: Schulaustausch mit Trzcianka
Am Dienstag, den 04.10.2011 brachen Thilo Lausecker und Matthias Jäger mit 11 Schülern aus den Jahrgängen 9, 10 und Q1 auf, um die seit Jahren bestehende Schulpartnerschaft mit dem Ort Trzcianka in Polen zu pflegen. Der diesjährige Austausch wurde im Rahmen eines Comenius-Projektes durchgeführt und von der Europäischen Kommission finanziell unterstützt. Die Schüler lebten während ihres zehntägigen Aufenthaltes in den Gastfamilien und besuchten den Unterricht der Partnerschule, um die Kultur des Gastlandes besser kennen zu lernen. Außerdem besuchten sie die Städte Posen, Breslau und Krakau.

Das Thema der Reise war der kreative Umgang mit Theater. Die Schüler besuchten nicht nur Workshops und Theateraufführungen, sondern entwickeln auch ein eigenes Stück, welches voraussichtlich im April 2012 während des Tages der offenen Tür am Gymnasium Lehrte gemeinsam mit den polnischen Partnern aufgeführt werden soll.

„Die wichtigste Erfahrung war für mich, eine andere Kultur erleben zu können“, erzählt Kevin aus der 9d. Dabei half ihm auch ein Polnisch-Kurs, den er in der Schule belegte. „Trotzdem haben wir mit den polnischen Schülern meistens Englisch gesprochen.“ Kevin ist vor allem von der großen Gastfreundschaft und der Freundlichkeit der polnischen Austauschpartner beeindruckt. „Ich kann anderen Schüler nur empfehlen, an diesem Austausch teilzunehmen. Es ist wirklich eine gute Erfahrung.“ Geschichtslehrer Lausecker wird u.a. auch der Besuch in Breslau in sehr guter Erinnerung bleiben. „Es ist erstaunlich, wie detailgetreu das Zentrum der zerstörten Stadt von polnischen Restauratoren wieder aufgebaut wurde.“