Vom 15. bis 19. Juni 2026 waren wir auf Kanufahrt an der Mecklenburgischen Seenplatte in Mirow, in der Nähe der Diemitzer Schleuse. Schon die Anreise begann etwas aufregend: Mit dem Zug strandeten wir erst einmal in Magdeburg, weil unser Anschlusszug zu früh abgefahren war beziehungsweise nicht auf uns gewartet hatte. Also hieß es erst einmal warten, bevor wir schließlich am Camp ankamen.
Dort wurden wir direkt mit leckeren Hotdogs und Kuchen von Herrn Pfeiffers Frau begrüßt. Danach bauten wir unsere Zelte auf, richteten alles ein und konnten zum ersten Mal aufs Wasser. Da die meisten von uns vorher noch nie in einem Kanu gesessen hatten, lernten wir zuerst die wichtigsten Paddeltechniken. Den Abend ließen wir dann gemeinsam bei einem leckeren Essen und einem Lagerfeuer in unserer kleinen Hütte ausklingen. Das Camp war übrigens super ausgestattet! Wir hatten einen Kühlschrank, Wasserkocher und alles, was man so brauchte.
Die erste Nacht war zwar ziemlich kalt, dafür hatten wir danach umso mehr Glück mit dem Wetter. Fast die ganze Woche schien die Sonne und auf dem Wasser wurde es richtig warm. Das merkten einige allerdings ziemlich schnell, denn nach dem ersten Tag hatten wir schon die ersten Sonnenbrände.
Am Dienstag stand unsere erste kleinere Tour über den Labussee (von einigen aus der Gruppe auch gerne Labubusee genannt) an. Unterwegs machten wir natürlich eine Eispause und hörten die ersten Vorträge, die einige aus unserer Gruppe vorbereitet hatten. Die Vorträge wurden immer wieder zwischendurch eingebaut und waren dadurch viel abwechslungsreicher. Am Abend konnten alle, die Lust hatten, noch beim Nachtpaddeln mitmachen, ein echt besonderes Erlebnis.
Der Mittwoch war dann unsere große Tagestour. Wir paddelten über mehrere Seen und durch kleinere Flüsse und konnten dabei die wunderschöne Natur genießen. Zwischendurch gab es eine kleine Pause, wo niemand gesprochen hat, damit wir einfach mal die Ruhe auf dem Wasser erleben konnten. Zusätzlich hatten wir noch zwei Kajaks dabei, sodass wir diese auch ausprobieren konnten. Das war zwar etwas ganz anderes als Kanu fahren, hat aber mindestens genauso viel Spaß gemacht. Nach einer Eispause an der Fleether Mühle ging es weiter zur Diemitzer Schleuse, wo wir uns zusammen mit großen Hausbooten durch die Schleuse quetschen mussten. Am Ende des Tages kamen wir zwar ziemlich müde, aber auch sehr glücklich wieder am Camp an.
Am Donnerstag wurde es dann noch einmal sportlich. Es stand die Abnahme in Schnelligkeit, Technik und Kentern an. Nachdem alle diese geschafft hatten, wartete noch ein echtes Highlight auf uns: Gemeinsam bauten wir auf dem Wasser eine Kanupyramide mit vier Ebenen. Als wäre das nicht schon beeindruckend genug, machte Inger ganz oben sogar noch einen Handstand. Den letzten Abend verbrachten wir noch einmal gemütlich zusammen am Lagerfeuer und ließen die Woche entspannt ausklingen.
Am Freitagmorgen wurden wir mit Taxis zum Bahnhof gebracht und machten uns schließlich wieder auf den Heimweg.
Neben den Kanutouren gab es die ganze Woche über viele zusätzliche Angebote. Wer wollte, konnte zum Beispiel beim „Frühen Vogel“, beim Baden, bei einer Wasserschlacht oder eben beim Nachtpaddeln mitmachen. Abends saßen wir fast immer gemeinsam am Lagerfeuer, haben erzählt, Karten gespielt oder einfach die Zeit zusammen genossen.
Insgesamt hat sich die Woche viel mehr wie ein kleiner Urlaub als wie eine Kursfahrt angefühlt, auch wenn wir durch das viele Paddeln, die Sprints auf dem Wasser oder die schier unfassbaren, täglichen Wanderungen zu den Toiletten trotzdem genug Bewegung hatten. Die Fahrt war super abwechslungsreich, hat richtig viel Spaß gemacht und war dank der tollen Organisation von Herrn Pfeiffer und Herrn Seidel für alle ein unvergessliches Erlebnis.
-Svea Just und Sophie Istel




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