Am 15. April 2026 machte sich unser Französisch-Grundkurs der Q1 mit zehn Schülerinnen und Schülern auf den Weg zur Goetheschule Hannover, um am „Prix Liberté“ teilzunehmen – einer internationalen Initiative zur Förderung von Freiheit, Menschenrechten und demokratischem Engagement.
Der Prix Liberté, organisiert unter anderem vom Institut français und der Region Normandie, richtet sich an junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren. Ziel ist es, jährlich eine Persönlichkeit oder Organisation auszuzeichnen, die sich in besonderer Weise für Freiheit und Menschenrechte einsetzt. Das Besondere: Jugendliche sind aktiv am gesamten Prozess beteiligt – von der Nominierung bis zur finalen Abstimmung.
Für das Jahr 2026 standen drei beeindruckende Nominierte zur Wahl:
• China Labor Watch, eine Organisation, die sich für bessere Arbeitsbedingungen und die Rechte von Arbeiterinnen und Arbeitern in China einsetzt.
• Matiullah Wesa, der sich in Afghanistan für das Recht auf Bildung – insbesondere für Mädchen – engagiert.
• Nemonte Nenquimo, die sich für den Schutz indigener Völker und der Umwelt im Amazonasgebiet einsetzt.
Eine Anreise, die in Erinnerung bleibt
Schon die Anfahrt entwickelte sich allerdings zu einem kleinen Abenteuer: Der Zug hatte zunächst 25 Minuten Verspätung – dann 45, dann 50 Minuten… bis er schließlich ganz ausfiel. Zwischenzeitlich standen wir sogar vor der Frage, ob wir spontan ein Alternativprogramm auf die Beine stellen sollten – schließlich wussten wir nicht mehr so genau, wann (oder ob überhaupt) wir jemals in Hannover ankommen würden. Ideen wurden schon gesammelt, Pläne halb ernsthaft geschmiedet… doch am Ende siegte der Optimismus – und irgendwie haben wir es ja dann doch noch mit 20 Minuten Verspätung zur Veranstaltung geschafft.
Ein spannendes Programm auf Französisch
Trotz des holprigen Starts konnten wir schnell inhaltlich anknüpfen. Die Vorstellung der Nominierten war sehr interessant gestaltet und – erfreulicherweise – gut verständlich auf Französisch. Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben und so aktiv am internationalen Auswahlprozess teilzunehmen. Der zweite Teil der Veranstaltung bestand aus einem Gespräch mit der französischen Sängerin und Schauspielerin Camélia Jordana. Dieser Austausch war insgesamt spannend, verlangte aber auch einiges an Konzentration: Die Künstlerin antwortete ausführlich und holte in ihren Erklärungen oft weit aus, sodass man zum Teil den roten Faden verlor. Besonders stolz bin ich darauf, dass sich zwei unserer Schülerinnen und Schüler getraut haben, eigene Fragen auf Französisch zu stellen – auch wenn sie vorher vor Aufregung „Rotz und Wasser geschwitzt“ haben.
Inhaltlich hätte der Übergang zwischen den beiden Programmpunkten etwas klarer gestaltet sein können: Während zunächst das gesellschaftliche Engagement der Nominierten im Mittelpunkt standen, lag der Fokus im Gespräch stärker auf der Sängerin selbst als auf ihrem Engagement.
Ein echtes Highlight bildete der Abschluss: Drei Lieder, die Camélia Jordana a cappella sang – ein beeindruckender und sehr persönlicher Moment.
Französische Pause und moderne Schule
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: In der Pause gab es Croissants (klassisch und mit Schokolade) von der bekannten hannoverschen Pâtisserie Élysée sowie Apfelschorle – stilvoll serviert in Sektgläsern.
Die Goetheschule selbst beeindruckte mit ihrer modernen Architektur und Ausstattung – nicht nur die Schülerinnen und Schüler waren ein wenig neidisch. Vielleicht macht unser eigener Schulneubau ja eines Tages Konkurrenz…
Ein gelungener Ausflug – trotz allem
Trotz aller organisatorischen Herausforderungen durch die derzeit schwierigen Zugverbindungen war es ein gelungener Ausflug: Neben den inhaltlichen Impulsen, die auch an unser aktuelles Thema und den Roman „Illégitimes“ anknüpfen, bot der Tag auch die Gelegenheit, sich einmal außerhalb des Unterrichts auszutauschen und ins Gespräch zu kommen.
Ein Bericht von Lea Mundt




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