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Erasmus+ Projekt in Polen

Als wir, die deutschen Schüler und unsere begleitenden Lehrkräfte, Dr. Ralph Grobmann und Markus Bauer, die das Erasmus Programm betreuen,  im polnischen Flughafen in Rzeschowe (Hohe Tatra) ankamen, wurden wir herzlich von einem Teil der Gastschüler  und der betreuenden polnischen Lehrkraft empfangen. An der Schule haben wir dann die anderen Schüler und Lehrkräfte aus Polen, Ungarn und Lettland kennengelernt und sind in unser neues Zuhause für die kommende Woche gefahren. Dort wurde ausgiebig gegessen und die Koffer ausgeräumt. Am Abend trafen sich die deutsche und die polnische Gruppe noch für ein gemeinsames Abendessen in beschaulicher Runde.

Am folgenden Tag ging es dann auch schon in die Schule, wo wir durch den Schulleiter empfangen und begrüßt wurden. Außerdem spielten wir verschiedene Kennenlern- und Integrationsspiele und bekamen mitgeteilt, in welchen Gruppen wir diese Woche arbeiten werden würden. Auch fuhren wir in ein Museum der Flechtkunst, in welcher uns beigebracht wurde, wie man flechtet und uns verschiedene Kunstwerke aus Weidenruten gezeigt wurden. Am Abend feierten wir das polnische Fest der Weissagung, bei welcher die polnischen Schüler verschiedene Spiele vorbereitet hatten, welche uns unsere Zukunft voraussagen sollten. Dazu gab es viele sehr leckere polnische Spezialitäten wie die Piroggen.

Die Politechnika Rzeszowska besichtigten wir am folgenden Tag. Dort bekamen wir Einblicke in die Hörsäle und die Bibliothek der Universität. Etwas Besonderes war die Flugsimulation und der Vortrag über das tragbare Kriminallabor. Anschließend besichtigten wir die universitäre Sporthalle mit sogar einer eigenen Kletterwand. Unsere nächste Anlaufstelle war das Unternehmen PGS Software, wo wir eine Führung bekamen und einen Vortrag über deren Arbeitsprozesse hörten. Daraufhin besuchten wir eine Jobmesse, bei welcher wir herausfanden, dass deutsch sprechende Arbeitnehmer dort sehr dringend benötigt werden, aufgrund der vielen deutschen Kunden. Studenten der technischen Hochschule stellten uns sodann ihren selbst gebauten Mars Rover vor, mit dem sie viele internationale Wettbewerbe gewannen, wobei sie uns erklärten, dass diese freiwillige Arbeit sehr wichtig hinsichtlich der späteren Arbeitssuche wäre.

Der Mittwoch begann mit einer Vorstellung des polnischen Schulsystems und der näheren Vorstellung unserer polnischen Partnerschule. Dort besichtigten wir dann die Werkstatt, wo die Jungen lernen, Mauern zu bauen oder Wände zu verputzen, was wir auch selbst ausprobieren konnten. Anschließend ging es in den Friseurraum, in welchem die Mädchen lernen, andere zu frisieren oder die Haare zu schneiden. Auch werden sie dort als Kosmetikerinnen ausgebildet. Dort wurden den Schülern dann die Haare frisiert und einem Jungen sogar geschnitten.

Anschließend gingen wir in die Universität der Informationstechnologie und Management. Dort nahmen wir an einem Berufsfindungstest teil und erfuhren viel über die Universität. Sehr sportlich waren wir an diesem Tag auch, da wir in den Trampolinpark Happy Jump fuhren und dort sehr viel Spaß gemeinsam hatten.

Der vierte Tag in Polen begann sehr früh, da wir nach Krakau fuhren und dort die Burg und die  Stadt besichtigten und viel über die Geschichte der ehemaligen Königsstadt erfuhren wie die Legende, dass unter der Burg einst ein Drache lebte, der schließlich von einem Schuster besiegt wurde, der somit die Prinzessin befreite. Auch waren viele staunende Gesichter zu sehen, als wir die Königskathedrale besichtigten, die viele Epochen bautechnisch in sich vereint. Daraufhin hatten wir eine Stunde freies Programm, bei dem wir Souvenireinkäufe tätigten. Anschließend führen wir in ein Salzbergwerk, in welchem wir eine sehr schöne Führung bekamen, bei der wir viel über die Hintergründe dieses Bergwerkes erfuhren und die unterirdische Kirche sahen. Dort unten aßen wir auch zu Mittag und vielen brachte eine lange, unterirdische Rutsche Spaß.

Am letzten Tag besichtigten wir Kobex, ein Stahlkonstruktionswerk in Kamien. Bei der Führung durch das Werk waren alle sehr erstaunt, als sie das Sportangebot des Unternehmens gezeigt bekamen – ein eigener Fitnessraum. Das Unternehmen beherbergt auch einen internen Schlafraum (!).

Zurück in der Schule präsentierten wir Schüler aus Deutschland unsere bereits erarbeiteten  Ideen zu der supranationalen Website mittels einer Powerpoint-Präsentation, die wir im EU-Parlament einmal vorstellen wollen und  die wir schon bekannten Politikern in Deutschland erläutert hatten. Unsere Ausführungen stießen auf großes Interesse. Daraufhin präsentierten alle Gruppen ihre Ergebnisse, welche sie in dieser Woche erarbeitet hatten.

Am Ende sangen wir Schüler noch Karaoke – auf polnisch, ungarisch, lettisch und deutsch. Abschließend fanden wir Schüler uns nochmal alle zusammen und gestalteten einen sehr schönen Abschlussabend, welcher diese sehr schöne, interessante und arbeitsreiche Fahrt abrundete. (Alicia Werner)

Im Marktspiegel fand sich folgender Artikel: