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Schriftsteller Wolfram Hänel liest 150 Fünftklässlern vor

121 Bücher -Da staunten die Schüler und Schülerinnen aus dem 5. Jahrgang, als der Schriftsteller Wolfram Hänel nach seiner Lesung auf die Frage eines Schülers, wie viele Bücher er denn schon geschrieben habe, diese hohe Summe als Antwort gab. Bei den beiden Autorenlesungen am Mittwoch, dem 11. April hatten die Schüler des 5. Jahrgangs die Möglichkeit weitere Fragen an den Schriftsteller zu stellen. Offenbar überlegen viele Kinder selbst einmal, diesen künstlerischen und spannenden Beruf zu wählen, weil das Interesse, wie eine selbstausgedachte Geschichte zu einem Verlag gelangt und anschließend zu einem gedrucktem Buch wird, durch die detaillierten Fragen an Wolfram Hänel deutlich wurde. Reich werde man durch das Bücherschreiben allerdings nicht, meinte Wolfram ehrlich. Die Autorin von Harry Potter sei doch eine echte Ausnahme. Er dagegen bekomme 25 bis 80 Cent pro Buch; und das auch immer erst im nachfolgendem Jahr.

Die Schüler lernten bei der Lesung auch Dusty kennen, einen Hund und Helden in der neuen Buchreihe von dem in Hannover lebenden Autor. Die Buchhandlung Feenhuis hatte einige Buchexemplare in der Aula so aufgebaut, dass der Border Collie einen bei der Lesung immer wieder freundlich anschaute. Viele Schüler wollten mehr von Dusty erfahren und kauften sich schon gleich nach der Lesung ein Buch und ließen es vom Erfinder natürlich signieren. (Christina Schulze)

 

Der mitgebrachte Koffer, mit Klebeband geflickt und Ledergürtel, war „etwas aus der Zeit gefallen“. Offensichtlich ist er ein Markenzeichen, denn aufgesprüht auf dem Deckel steht: Leute, kauft mehr Hänel-Bücher! Aus dem Koffer holte Hänel einen Überblick über sein Schaffen.

Die Schlange bei den Autogrammen war recht lang!

 

Für den Anzeiger Lehrte (HAZ) schrieb Katja Eggers:

Autor überhäuft Schüler mit Fragen – Wolfram Hänel liest vor 140 Fünftklässlern

 Was macht ein Schriftsteller? Was braucht er für seine Arbeit? Und wie kommen die Ideen in seinen Kopf? Bevor die Fünftklässler des Lehrter Gymnasiums Autor Wolfram Hänel über seine Person und seinen Beruf ausfragen konnten, ging es in der Aula der Mittelstufe am Mittwoch erst einmal anders herum – Hänel löcherte die Schüler mit Fragen. Die Antworten kamen prompt, ruckzuck war der Hannoveraner mit seinen jungen Zuhörern im Gespräch. „In Hänels Lesungen entsteht immer ganz viel Interaktion“, schwärmte Ingrid Klug, Leiterin der Stadtbibliothek, auf deren Einladung Hänel im Gymnasium zu Gast war.

Mit der Autorenlesung will die Bibliothek bei Jugendlichen das Interesse am Lesen wecken. Hänel gelang das bestens. Als er aus seinem Buch „Dusty – Freunde fürs Leben“ vorlas, war es in der Aula mucksmäuschenstill. Die Geschichte um Paul, dem eine Bande auflauert, war wirklich spannend. Eigentlich hat Paul gegen die fünf Typen allein keine Chance. Aber dann schlägt Dusty, ein verwilderter Hund, die Gruppe in die Flucht. Wie die Freundschaftsgeschichte weitergeht, können die Fünftklässler nachlesen. Alle drei Dusty-Bände sind in der Bibliothek ausleihbar. Viele Schüler ließen sich das Buch von Hänel signieren. (Katja Eggers)

 

Im Marktspiegel erschien folgender Artikel von Susanna Veenhuis:

Autorenbegegnung auf Augenhöhe

Wolfram Hänel liest und erzählt vor 140 Schulkindern

„Wie sind Sie zur Schriftstellerei gekommen?“ „Woher bekommen Sie ihre Ideen?“ „Zeichnen Sie die Bilder in den Büchern auch selber?“ Fragen über Fragen hatten die Fünftklässler des Lehrter Gymnasiums an Wolfram Hänel. Der Autor vermittelte den Zehn- bis Zwölfjährigen Einblicke in das Leben eines Autors und das Entstehen eines Buchs von der Idee über den Schreibprozess bis hin zur Gestaltung durch Verlage und die Vermarktung über Buchhandlungen. Im Rahmen der Leseförderung hatten Ingrid Klug, Leiterin der Stadtbibliothek, und Lehrerin Christina Schulze den hannoverschen Schriftsteller zu einer Lesung nach Lehrte eingeladen. Einen Hund hatte Hänel dazu mitgebracht, freilich in Buchform: „Dusty – Freunde fürs Leben“ heißt der Kinderkrimi um einen Fund-Hund und den Jungen Paul, die sich vorsichtig einander annähern und schließlich zusammen durch dick und dünn gehen. Doch der Leseteil musste warten, Autor Hänel wollte erst wissen, ob vielleicht jemand gerade nicht so gut drauf ist. Dagegen halfen bestens seine Spaß-Gedichte wie etwa das von der blauen Sau, auch, wenn ein Freund und bekannter Dichter ihm daraufhin empfahl, lieber beim Geschichtenschreiben zu bleiben. Die Mädchen und Jungen waren ihrerseits gefordert, denn sie sollten darlegen, was ihrer Meinung nach fürs Schreiben unabdingbar war. Sie erfuhren, dass man vor allem Fantasie braucht, und man müsse auch schon einiges erlebt haben, um glaubhafte Stories schreiben zu können. So fließen bei ihm durchaus Erlebnisse mit und Beobachtungen an seinem eigenen Hund, wie der tierische Held in dem Buch ebenfalls ein Border-Collie, in die Geschichten ein. Denn Hänel erzählt auch aus der Sicht des Hundes, dem seine Familie abhanden gekommen ist und der sich allein durchschlägt. Als Paul von einer Bande bedroht wird, steht ihm plötzlich der fremde Hund bei und schlägt die Übeltäter in die Flucht – vor allem aufgrund seines Rufs als „Killerhund“. Was es damit auf sich hat, ließ der Autor offen, schließlich sollen die Kinder das Buch selber lesen. „Mir hat das gut gefallen, ich werde mir das Buch gleich in der Stadtbibliothek ausleihen“, sagte Jannis aus der 5f. Einige Mitschüler kauften sich am Büchertisch eines Buchhändlers gleich das Buch und ließen es von Hänel signieren. „Ich fand es toll, dass er uns eine Autogrammkarte geschenkt hat“, freute sich Julia aus der 5e. „Und dass er so offen für alle unsere Fragen war“, ergänzte Pauline. „Die Lesung und auch die Gedichte fand ich gut“, sagte Marvin (5e).

„Sehr viel Spaß gemacht“ hat es auch Lehrerin Lena Busch, die zum ersten Mal einer Autorenlesung für Schüler beiwohnte. „Das Vorlesen ist ja auch eine Kunst, die beherrscht Herr Hänel großartig“, sagte sie. Ingrid Klug hatte Hänel schon öfter nach Lehrte eingeladen. Sie schätze es, dass die Kinder ihm auf Augenhöhe begegnen könnten, „es gibt keine Schwellenangst.“ Warum Hänel die mittlerweile vier Bände umfassende Reihe der Dusty-Bücher unter dem Pseudonym Jan Andersen veröffentlicht, wissen die Schüler nun ebenfalls: Der Verlag wollte es so, weil er bereits ein anderes Hundebuch für jüngere Leser geschrieben hatte. (Susanna Veenhuis)