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Erasmus+: Der „Faden der Ariadne“ in Brüssel

Für fünf Schüler sowie für die Schulleiterin, Silke Brandes und die Leiter des Erasmus+-Projekts, Dr. Ralph Grobmann und Markus Bauer als auch für Klaus Perk, Koordinator und Leiter der Europa-Projekte unseres Gymnasiums starteten die Sommerferien etwas später. Denn am Dienstagmorgen, den 26.6.2018, trafen wir uns am Bahnhof in Hannover, um in Brüssel vor einigen EU-Parlamentariern unsere Idee von einer supranationalen Website vorzustellen, die als Impulsgebung und Orientierung dienen soll, der Jugendarbeitslosigkeit in Europa zu begegnen.

Eingeladen wurden wir von der EVP, die nicht nur Kost und Logis übernahm, sondern auch ein ausgeklügeltes und sehr interessantes Programm für uns zusammenstellte. Durch einen Zwischenstopp in Köln hatten wir die Möglichkeit, den Kölner Dom zu bestaunen, Fotos zu machen sowie Essen und natürlich auch ganz dringend Kaffee für uns zu besorgen.

In Brüssel angekommen entstand auch relativ schnell das erste Problem: Die Sprache. Besonders unter den Schülern ist Französisch nicht unbedingt die beliebteste Sprache, aber mit einer Mischung aus Französisch und Englisch haben wir uns erfolgreich bis zum Hotel durchgeschlagen, von wo aus wir uns auch gleich nach dem Einchecken in Kleingruppen die Innenstadt unsicher gemacht haben, um die für Belgien bekannten Waffeln zu probieren, Souvenirs oder Postkarten zu besorgen, schöne Stadtansichten zu sehen oder auch einfach nur durch Geschäfte zu bummeln.

Am späten Nachmittag haben wir uns alle zum gemeinsamen Essen in einem kleinen Restaurant in der Nähe unseres Hotels getroffen. Danach haben wir noch einmal unsere Präsentation, die während des Erasmus-Projektes erstellte Website zur Ausbildungsorientierung (http://www.ariadnes-labyrinth.com) mit Herrn Grobmann überarbeitet sowie die Reihenfolge der vier selbstgedrehten Videos zu unserem Projekt festgelegt, so wie wir es am nächsten Tag vorstellen wollten und haben dann an-schließend den Abend  gemeinsam in der Lobby ruhig ausklingen lassen.

Der nächste Tag, der 27.6., begann mit einem zeitigen Frühstück im Hotel, bevor wir aufgebrochen sind, um rechtzeitig zu unserem ersten Termin in der Europäischen Kommission bei Frau Susanne Conze zu erscheinen, wo sie administratives Mitglied ist. Von unserer Präsentation, die aus vier selbstgedrehten Videos („Unser Team für Europa“; „Das Lehrter Gymnasium – Europa-Schule“; „Problem der Jugendarbeitslosigkeit in der EU“, „Grußwort und Appell der Schulleiterin“) sowie der inzwischen online-gestellten Website besteht, war sie sehr angetan und versprach uns, nach einer ausführlich geführten Diskussion, unser Projekt weiter voranzutreiben und aktiv zu unterstützen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen unmittelbar vor dem Europäischen Parlamentsgebäude gingen die Vorstellungen auch gleich weiter und wir haben uns mit Frau Sabine Verheyen MdEP aus dem Ausschuss für Kultur und Bildung des EP, dem sogenannten CULT Ausschuss, mit Herrn Burkhard Balz MdEP, dem Koordinator der EVP-Fraktion im Ausschuss für Wirtschaft und Währung des EP und mit Herrn Thomas Bickl, dem Pressesprecher der EVP-Fraktion getroffen und jedem unsere Website vorgestellt. Diese wurde mit viel Begeisterung aufgenommen und uns wurde zugesichert, dass es im September/Oktober zu einem weiteren Treffen kommen wird, bei dem dann auch Schüler unserer Partnerschulen der Länder Lettland, Polen und Ungarn vertreten sein werden und wir gemeinsam die Möglichkeit bekommen werden, mit weiteren Abgeordneten zu sprechen, um eine breitere Informationsstreuung herstellen zu können und somit eine Fortführung des Projektes über das Projektende im Dezember 2018 hinaus durch das Europäischen Parlament zu sichern.

Die Lehrter Delegation: Dr. Ralph Grobmann, Schulleiterin Silke Brandes, Klaus Perk, Kent Wilke, Markus Bauer, Sarah Böttcher, Lara Scholz, Alicia Werner und Finn Schmidt

Im Anschluss an die Gespräche folgte noch ein kleiner Rundgang durch das Europäische Parlament und danach waren wir pünktlich zur zweiten Halbzeit wieder im Hotel um das Ausscheiden unserer Nationalmannschaft miterleben zu müssen. Davon haben wir uns aber nicht die Laune verderben lassen, denn schließlich waren wir am Abend noch von Herrn Balz, der sich bis nach Mitternacht für uns Zeit nahm, zum Essen eingeladen.

Am nächsten Morgen, den 28.6., blieb nach dem Auschecken leider nur noch kurze Zeit, das Parlamentarium, das Parlamentsmuseum des EP zu besuchen, bevor wir wieder zum Bahnhof eilen und die Heimreise antreten mussten. Und wie es im Sommer offensichtlich zur Tradition geworden ist, fiel in unserem Zug natürlich die Klimaanlage aus. Aber nach kurzem Umzug in den Speisewagen konnte die Zugfahrt entspannt und gut gelaunt weitergehen, so dass wir ohne Verspätung zuhause ankamen. Diese Fahrt und alles, was wir in Brüssel erlebt haben, werden uns bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben. (Sarah Böttcher)