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Situation ab dem 2. November – Wann ist Szenario B vorgesehen?

Liebe Schülerinnen und Schüler,

liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

am Freitagnachmittag hat es aufgrund der gestiegenen Corona-Zahlen eine neue Rundverfügung des Kultusministers – begleitet von Briefen an die jeweils an der Schule Beteiligten – gegeben.

Dieses war zu erwarten und hat uns insofern nicht überrascht.

Im Wesentlichen sind in der neuen Verfügung zwei Aspekte sehr klar in Abhängigkeit zum einen von Inzidenzwerten einer Kommune und zum anderen von Infektionsschutzmaß-nahmen, die das zuständige Gesundheitsamt für eine Schule angeordnet hat, geregelt:

  • Dazu zählt das verpflichtende Tragen einer MNB im Unterricht, solange der Inzidenzwert die 50 überschritten hat. Dieses ist nun durch die Verfügung die geltende Gesetzeslage. Wir hatten uns als Schule schon direkt nach den Herbstferien dazu entschieden und ich kann mich nur noch einmal dafür bedanken, dass sich nahezu alle sehr problemlos daran gehalten haben. Und auch diejenigen, die diese Pflicht problematisiert haben, sind in offenen kritischen Gesprächen letztlich sachorientiert und wertschätzend vorgegangen. Klargestellt ist auch, dass keine MNB im Unterricht unterhalb dieses Wertes von 50 zu tragen ist, ebenso nicht im Unterricht im Szenario B, da dann aufgrund der geringeren Lerngruppengröße ein Mindestabstand in der Regel gewährleistet ist. Sollte dieses in Einzelfällen nicht gewährleistet sein (Lerngruppe A oder B zu groß für den Raum /Mindestabstand ist nicht einzuhalten), dann gilt in Ausnahmen doch eine MNB-Pflicht für einzelne Lerngruppen im Unterricht. Ihr werdet dazu in Kürze entsprechende Hinweisschilder an allen Unterrichtsräumen finden.

Zum Tragen der MNB möchte ich heute ganz bewusst hervorheben, dass es sehr wichtig ist, dass die Zeiträume (z.B. große Pausen), in denen die MNB abgesetzt werden kann, dafür genutzt werden, ganz bewusst Sauerstoff aufzunehmen. Bitte nehmt dieses in eurem eigenen Interesse ernst, denn durch das längere Tragen der Masken kann es uns allen, je nach Konstitution, so gehen, dass wir z.B. Kopfschmerzen bekommen. Auf den Schulhöfen findet ihr seid dieser Woche wieder Felder mit Punkten, die euch eine gute Orientierung dafür geben, verlässlich den Mindestabstand untereinander einzuhalten. Dann könnt ihr natürlich und müsst ihr bitte sogar die MNB absetzen, um Sauerstoff „zu tanken“.

  • Der Wechsel vom Szenario A (derzeitiger eingeschränkter Regelbetrieb) zu Szenario B (Schule im Wechselmodell der A- und B-Lerngruppen; geteilte Klassen/Lerngruppen) ist klar geregelt und daran gebunden, dass zum einen der Inzidenzwert von 100 überschritten ist und (!!!) seitens des Gesundheitsamtes für mindestens eine Klasse oder z.B. für einen Jahrgang eine Infektionsschutzmaßnahme (in der Regel eine Quarantäne-Maßnahme) angeordnet ist. Wenn eine angeordnete Quarantäne-Maßnahme ohne weitere neue Maßnahmen abgeschlossen ist, erfolgt wieder der Wechsel zu Szenario A. Diese Rückkehr zu Szenario A regelt die Schule eigenständig. Wir haben uns in der Schule am vergangenen Wochenende und heute vorsichtshalber auf einen solchen Wechsel vorbereitet; ich betone jedoch ganz nachdrücklich, dass für unsere Schule derzeit keine entsprechende Infektionsschutzmaßnahme existiert bzw. erforderlich war. Dieses kann sich natürlich schnell ändern. Einen 100%igen Schutz wird keiner von uns erreichen können, manches aber können wir durch unser eigenes Verhalten doch merklich beeinflussen. Und dafür sind wir alle verantwortlich, ob jung oder alt, ob Schüler oder Lehrer…wir sitzen alle in einem Boot und müssen noch stärker als bisher uns alle füreinander verantwortlich fühlen. Wenn mir beispielsweise aber berichtet wird, dass eine Gruppe von 10.-Klässlern dicht ohne MNB beieinander steht, um gemeinsam per Finger Nutella aus einem Glas zu naschen, dann ist das bestimmt ohne Zweifel sehr lecker, aber momentan einfach einen Verhalten, das zeigt, dass die Bedrohlichkeit des Corona-Virus‘ immer noch nicht von allen wirklich verstanden worden ist. Solche oder ähnliche Situationen dürfen einfach momentan nicht vorkommen.

Um auf einen möglicherweise schnellen Wechsel auf Szenario B vorbereitet zu sein, stellt bitte bis Donnerstag (05.11.2020) gemeinsam mit euren Klassenleitungen die Tische und Stühle in euren Räumen wieder so auf, wie ihr sie zu Beginn des Schuljahres vorgefunden habt; ggf. müsst ihr dann bitte einen neuen Sitzplan für die gesamte Klasse im Szenario A erstellen und später evtl. für ein Szenario B je einen Sitzplan für die Lerngruppe A und die Lerngruppe B eurer Klasse. Es werden alle Lerngruppen auch im Szenario B in den bisherigen Räumen bleiben; es kann allerdings sein, dass aufgrund der Teilgruppengröße eine MNB-Pflicht im Unterricht ausnahmsweise notwendig wird, wenn der Mindestabstand im Unterricht nicht eingehalten werden kann; dazu wird es Infos an jeder Raumtür geben. Am Freitag (06.11.2020) führen wir eine Art Überprüfung der Sitzordnungen in der Schule durch.

Nun noch ein paar grundsätzliche Punkte, die ihr momentan beachten solltet:

Alle diejenigen unter euch, die vom Präsenzunterricht befreit sind (schriftlicher Antrag muss von mir genehmigt sein), werden von ihren Lehrkräften mit Aufgaben, Materialien, Lösungen und anderen Rückmeldungen betreut.

Klassen/Lerngruppen, die aufgrund einer Infektionsschutzmaßnahme z.B. von einer Quarantäne betroffen sind, werden von ihren Lehrkräften, die sich ja dann in der Regel auch in Quarantäne befinden, mit Aufgaben etc. betreut.

Diejenigen unter euch, die als Einzelperson von einer Quarantäne betroffen sind, kümmern sich bitte aktiv selbst darum, dass sie von Lehrkräften oder über Mitschüler mit Aufgaben etc. betreut/versorgt werden.

Grundsätzlich bitte ich euch alle, dass ihr ggf. ganz aktiv auf eure Lehrkräfte zugeht bzw. sie anschreibt, falls eure Lehrkräfte euch (noch) keine Aufgaben über IServ geschickt haben; genau wie ihr auch sind auch eure Lehrkräfte durch die derzeitige Situation wirklich stark belastet. Daher möchte ich dafür werben, dass wir gegenseitig mit viel Verständnis daran arbeiten, dass das Home-Schooling immer besser und selbstverständlicher funktioniert. Kritisches darf – wenn nötig – in angemessener Weise angesprochen werden, Lob darf aber auch gern kommuniziert werden :).

Liebe Grüße

Silke Brandes

(Schulleiterin)

Gymnasium Lehrte

 

Elternbrief (Aktuelle Situation und mögliches Szenario B) (02.11.20)

Brief des Kultusministers an die Schüler (02.11.20)

Brief des Kultusministers an die Eltern (02.11.20)

Brief des Kultusministers an die Eltern – Kurzfassung (02.11.20)

Schaubild „Neue Regelungen“ vom Kultusministerium (02.11.20)