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Erdkunde zum Anfassen: Achtklässler nehmen die Burgdorfer Straße unter die Lupe

Lehrte, 12. Juni. Wer am heutigen Freitagvormittag auf der Burgdorfer Straße unterwegs war, hat sich vielleicht über die vielen Jugendlichen mit ihren Tablets gewundert. Die Klasse 8a des Gymnasiums Lehrte war hier im Rahmen einer Exkursion unterwegs. Der Grund für den Ausflug: Für die Schülerinnen und Schüler stand der praktische Abschluss ihrer aktuellen Erdkunde-Unterrichtseinheit an.

Das Ziel des Tages war der Abschnitt der Burgdorfer Straße zwischen der Friedrichstraße und der Grünstraße.

Bevor die Jugendlichen jedoch ausschwärmten, gab es eine Theoriebesprechung des Forschungsauftrages in der Schule. Fragen zum Ablauf wurden geklärt, der genaue Auftrag besprochen und ein Kartenausschnitt von OpenStreetMap in die Arbeitshefte übertragen. Danach ging es in Kleingruppen auch schon an das eigentliche Kartieren.

Was ist in den Etagen los?

Bei der Kartierung ging es vor allem darum, mal ganz genau hinzuschauen, wie die Gebäude im Lehrter Zentrum eigentlich genutzt werden. Die Schüler erfassten Haus für Haus, welche Läden, Kisoke oder Dienstleister im Erdgeschoss zu finden sind.

Besonders spannend war der Blick nach oben: Was befindet sich in den ersten und zweiten Stockwerken? Wo wird gewohnt, wo sind Büros und wo stehen Räume vielleicht komplett leer? Was im Unterricht unter dem Fachbegriff „vertikale Funktionstrennung“ vorher besprochen wurde, konnten die Achtklässler hier direkt vor der eigenen Haustür im Stadtbild wiederfinden. Mit den eigenen Tablets wurden zusätzlich Fotos von typischen Beispielen gemacht.

Mit der heutigen Exkursion geht die Unterrichtseinheit zur Stadtentwicklung für die Klasse 8a erfolgreich zu Ende.

In der nächsten Woche werden die echten Beobachtungen noch in die Übersichtskarte vervollständigt. Für die Schüler war die Aktion jedenfalls eine willkommene Abwechslung zum normalen Schulalltag und ein gutes Beispiel dafür, dass man das Gelernte aus dem Unterricht auch direkt im Alltag wiederentdecken kann.

Fotos und Text: André Bien

Karte: Nora Meyer: 8a