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Die Schülerfirma versieht historische Gebäude und Stolpersteine mit QR-Codes

Die Schülerfirma unterstützt den Stadtmarketingverein, indem sie QR-Codes an historischen Gebäuden und bei den in Lehrte verlegten Stolpersteinen erstellt. Am 27.10. kam es im Oberstufengebäude zu einem „Treffen der Generationen“ zwischen der Schülerfirma und den Herren des Lehrter Stadtmarketingvereins. Horst-Günter Gnest und Willy Goronczy vom Arbeitskreis stellten in einem Rückblick die beiden Aufgabenkreise des Stadtmarketing vor: Die Stolpersteine, die an die NS-Verfolgten erinnern sollen und die historischen Gebäude Lehrtes. Beide Bereiche sollen mit QR-Codes versehen werden und über diese Codes kann die geplante Homepage aufgerufen werden. Hier kommt die Schülerfirma ins Spiel. Leon Röttig präsentierte einzelne Beispielseiten, die die Schülerfirma recherchiert und gestaltet hat. Das Projekt läuft und man wartet gespannt auf das Ergebnis.

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Ausschnitt aus der Präsentation und eine Beispielplatte mit QR-Code

Im Lehrter Anzeiger schrieb Redakteur Oliver Kühn Folgendes:

Tafeln bieten viel Information

Schülerfirma erarbeitet für Stadtmarketingverein QR-Codes über historische Gebäude.

Es ist wahrlich ein Generationenprojekt: Die Schülerfirma New Energy des Gymnasiums Lehrte und die gesetzten Herren des Arbeitskreises Natur erleben im Stadtmarketingverein haben für ihr Projekt eines virtuellen Stadtführers QR-Codes für sogenannte Erinnerungssteine entworfen.

Die Schüler sollen Hintergrundinformationen für die QR-Codes erarbeiten, die auf den „Steinen“, quadratischen Kunststofftafeln, angebracht werden. „Jetzt kommt Schwung in das Projekt“, freut sich Horst-Günter Gnest, der zu den Machern des Projekts gehört: „Wir haben Informationen auf dem Server und nicht nur auf Papier.“ Die neuen Tafeln sollen an den 30 historischen Gebäuden installiert werden, die bereits mit Bronzetafeln zur Geschichte versehen sind. Diese enthalten nur kurze Informationen – auf den QR-Codes, die aus den Strichcodes etwa auf Verpackungen entstanden sind, können viel mehr Daten hinterlegt, mit dem Mobiltelefon gescannt und abgerufen werden – auch Fotos und Videos. „Damit kann man dann Lehrte virtuell erkunden“, sagt Willy Goronczy vom Arbeitskreis.

Beispiel Rats-Apotheke: Lehrtes älteste Arzneiausgabe wurde 1878 als „Apotheke in Lehrte“ in der Bahnhofstraße eröffnet, wo sie sich noch heute befindet. Dazu kommen historische Fotos. In einem zweiten Schritt soll die Schülerfirma mit den Informationen die entsprechende Internetseite des Stadtmarketingvereins bestücken. Dazu hat der Verein ein eigenes Programm angeschafft.

Gymnasiast Leon Röttig gefällt vor allem die „innovative Idee“, wie er sagt. „Das ist etwas Neues, ein Schritt zur Digitalisierung und damit auch für junge Leute interessant.“ Aber offenbar nicht für jeden Gebäudeeigentümer: Die Matthäuskirche etwa habe denkmalschutzrechtliche Bedenken, sagt Goronczy. Doch der ehemalige Pastor Bernd Böhm, Mitglied im Arbeitskreis, macht Hoffnung. „Das wird noch kommen, da bin ich zuversichtlich.“ Er freue sich jedenfalls, dass junge Leute die Kirche auf ein „modernes Level“ bringen wollten.

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