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Über Gymnasium Lehrte

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Die französische Gastfreundschaft und NGOs

In der Woche vom 04. November bis zum 10. November ging es für uns, vier Schülerinnen und Schüler des Erasmus+ Projekts „Refugee Crisis: New Concepts, New Ideas, New Chances“, in Begleitung von Frau Busch und Herrn Fasterding nach Saint-Gervais-sur-Mare in Südfrankreich.

Das zweijährige von der EU geförderte Projekt thematisiert Möglichkeiten der Integration in verschiedenen Bereichen von Gesellschaft. So setzten wir uns bereits mit der Politik der drei teilnehmenden Länder, Deutschland, Frankreich, Italien, sowie mit politischen Maßnahmen auf der EU-Ebene auseinander und untersuchten Integrationsprojekte auf der kommunalpolitischen Ebene sowie im Bildungsbereich. Ziel des Projekts ist es, Ideen und Projekte rund um Integration von geflüchteten Menschen miteinander zu vergleichen, besonders gelungene Ideen zu teilen und über Herausforderungen sowie Chancen zu sprechen.

In der dritten Phase haben wir uns mit der Arbeit von NGOs und NGOs in unserer Umgebung und ihrer jeweiligen Idee von Integration beschäftigt. (NGO bedeutet: Non governmental organisation oder auf Deutsch:  Nichtstaatliche Organisation)

Das Ziel dieses Projekttreffens war die Erstellung eines Videos über die Arbeit von NGOs im Ländervergleich und eine Spendenaktion innerhalb der Schule. In den vorherigen Wochen haben wir uns gezielt auf das Treffen der drei Nationen, Deutschland, Frankreich und Italien, vorbereitet, indem wir Interviews mit lokalen NGOs geführt und diese und ihre Arbeit in kurzen Videos vorgestellt haben.

Die ganze Reise begann am 04. November um 8:30 Uhr am Flughafen Hannover. Mit einem Zwischenstopp in Amsterdam kamen wir nach 14 Stunden endlich an der Schule in Saint-Gervais-sur-Mare an und wurden von unseren Gastfamilien herzlich in Empfang genommen.

Die nachfolgenden Tage waren ereignisreich. Wir haben die Schule kennengelernt und für die Spendenaktion, die am Freitag stattfinden sollte, sowie unser Projekt Werbung gemacht. Die Schülerinnen und Schüler der Schule sowie die Lehrer hatten die Möglichkeit während der Woche kleinere Geldbeiträge von einem Euro zu spenden. Das gespendete Geld wollten wir am Ende der Woche an eine der besuchten NGOs spenden.

So hatten wir die Chance im Laufe der Woche in Gesprächen mit verschiedenen NGOs viele unserer Fragen zu klären und über Möglichkeiten wie Herausforderungen zu sprechen. Unser erstes Interview war mit Flore Tixier, die Mitarbeiterin der NGO „L´AMI des Hauts-Cantons“, die von der Hilfsbereitschaft der Menschen auf dem Land, aber auch über die Schwierigkeiten, geflüchtete Menschen vom Landleben zu überzeugen, sprach. Auch lernten wir in den darauffolgenden Tagen die NGO „Sing’A“ in Montpellier kennen, deren Mitarbeiterinnen uns ihre Einrichtung gezeigt und uns an ihre Arbeit herangeführt haben. „Sing‘A“ ist eine weltweite Organisation, die sich dafür einsetzt, dass die geflüchteten Menschen durch Kontakt mit den Einheimischen integriert werden und sich eine Gemeinschaft und ein gegenseitiges Verständnis jenseits von Klischeevorstellungen und Vorurteilen bilden. Dementsprechend vermitteln sie z.B. zeitlich befristete Zimmer bei Einheimischen an geflüchtete Menschen oder bieten verschiedene Aktionen und Workshops zu Kunst, Kochen, Sport etc. an. Wir hatten die Chance uns mit zwei Personen, die durch dieses Projekt zueinander gefunden haben, zu unterhalten. Nach einer gemeinsamen Mittagspause machten wir uns am gleichen Tag zu „LineUp“, einem Streetart-Atelier in Montpellier, auf und nahmen dort an einem Graffiti-Workshop teil. Unsere Aufgabe bestand darin, unser gemeinsam gewähltes Wort „Gleichheit“ und damit auch „Égalité“, „Unguaglianza“ und „Equality“ bildlich umzusetzen. Dabei sind schöne Bilder entstanden.

Der Zusammenschluss der verschiedenen Künstler aus der Graffiti und Street-Art-Szene hilft auch geflüchteten Menschen, das Handwerk zu lernen und somit über die Kunst ihren Erfahrungen Ausdruck verleihen zu können und damit Geld zu verdienen. So wurde der Workshop ebenfalls von einem jungen Mann begleitet, der mithilfe der dort ansässigen Künstler einen eigenen Künstlerstil entwickelte und nun seine Erfahrungen in Bilder ausdrückt und schon die Chance hatte, diese an einige Hauswände Montpelliers zu veröffentlichen.

Die Woche war ebenfalls von den Vor- und Nachbereitungen der Interviews in internationalen Gruppen geprägt, wodurch wir ins Gespräch über die Bedingungen von der Aufnahme und Integration geflüchteter Menschen in unseren jeweiligen drei Ländern kamen. Dies und weitere Aktivitäten, wie eine Streetart-Rally in Sète zur Vorbereitung unseres Graffiti-Workshops und ein Ausflug an den riesigen und wunderschönen Lac du Salagou zum gemeinsamen Mittagsessen ermöglichten uns, Freundschaften zu schließen und uns als Gruppe besser kennenzulernen.

Der Abschluss der Woche war ein besonderer, da wir von dem Bürgermeister eingeladen wurden und die Ehrenbürgerschaft von Saint-Gervais-sur-Mare verliehen bekamen – eine große Ehre. Danach ging es direkt zu der Farewell Party, wo wir uns alle voneinander verabschiedeten und uns an schöne Erlebnisse dieser ertragreichen Woche erinnerten.

Am Sonntag ging es dann schon früh los Richtung Heimat. Den Tag haben wir noch mit den italienischen Schülerinnen und Lehrkräften in Marseille verbracht. Nachdem wir alle am Flughafen eingecheckt hatten, ging plötzlich alles ganz schnell und wir waren mit einem Zwischenstopp in Amsterdam gegen 22:00 Uhr wieder zurück in Hannover.

Obwohl wir alle froh waren wieder zu Hause zu sein, können wir rückblickend sagen, dass es eine sehr schöne und erfahrungsreiche Woche war.

Autoren: Charlotta Steinweg, Henriette Lippert, Rafaela Schubert-Martínez, Gustavo Schubert-Martínez

Praktikum im Landtag

Praktikumsbericht zur Hospitation bei der Landtagsabgeordneten Thordies Hanisch (SPD) 23.9-27.9.2019: „Legislative“, ein Begriff, aufgegliedert in verschiedene Institutionen, durch Pfeile mit der Judikative und Exekutive verbunden. Aber was bedeutet der Begriff? Die meisten von euch werden jetzt wie aus der Pistole geschossen antworten: „Na, gesetzgebende Gewalt, das weiß man doch.“ Ja, das bedeutet der Begriff, aber was steckt eigentlich dahinter?

Es gibt Abgeordnete, denen wir durch unsere Wahlentscheidung das Recht geben, Entscheidungen zu treffen. Soweit war mir das klar, auch den Gesetzgebungsprozess haben wir im Politikunterricht besprochen. Aber so richtig vorstellen, wie der Alltag eines Abgeordneten aussieht, was innerhalb der Parlamentsgebäudes so alles passiert und wie Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik funktioniert, das konnte ich mir nicht. Als unser Politiklehrer Herr Bien dann auf die Aktion des Landtags „Schüler begleiten Abgeordnete“ hinwies, war mir sofort klar, das will ich machen und hoffentlich Antworten auf diese drei Fragen und auf viele mehr finden.

Ich werde nicht stumpf alles aufzählen, was ich wann wo gemacht habe. Berichten möchte ich von den Erkenntnissen, die ich in der Woche gewann, von den aufgelösten Fragen und von den neuen Blickwinkeln.

Um den Hospitationsplatz zu bekommen, habe ich mich auf der Seite des Niedersächsischen Landtags über das Programm informiert und dann direkt über die angegebene Mailadresse mit der Abgeordneten Kontakt aufgenommen. Frau Hanisch ist verheiratet, hat einen Sohn und sitzt sein November 2017 im Niedersächsischen Landtag.

https://www.landtag-niedersachsen.de/hospitation/

An meinem ersten Praktikumstag war ich bei der Eröffnung des Volkswagen Center of Excellence zur Fertigung von Batteriezellen für elektrobetriebene Fahrzeuge und bei der Sitzung der SPD Fraktion mit Vertretern des VW Betriebsrats zum Thema „Wandel der Industrie, wie gestalten wir das im Sinne der Arbeitnehmer und wie kann man Wirtschaft und Umweltschutz zukunftsfähig miteinander verbinden?“ Ich musste im Laufe dieser Termine zugeben, dass ich zum Teil unberechtigte Vorurteile gegenüber Wirtschaftsvertretern hatte. Die Ehrlichkeit, mit der Fehler eingeräumt und Entscheidungen erläutert wurden, haben mich positiv überrascht. Fazit für mich; die Politiker und Wirtschaftsvertreter sträuben sich nicht gegen Umweltschutzreformen, sie haben es nur schwerer als wir Bürger, die keine politische Verantwortung übernommen haben, denn sie sind verantwortlich für die Sozialverträglichkeit und Wirtschaftsverträglichkeit dieser Reformen, die wir zu häufig vergessen. Mir ist bewusst geworden, dass wir als Bürger nicht vergessen dürfen, woher unser Wohlstand kommt und was an einer drastischen Reform alles dranhängt. Damit will ich mitnichten sagen, diese seien übertrieben oder nicht notwendig und auch das Mobilisierung der Gesellschaft ist wichtig und richtig, nur der Ton, in dem kritisiert wird und unsere Vorurteile werden den Bemühungen der Politiker nicht gerecht.

Am nächsten Tag war ich bei einer Haushaltsberatung im Landwirtschaftsausschuss und konnte eine meiner Fragen beantworten. Dort trägt die Ministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) ihren Haushaltsplan vor und muss diesen dann gegen die kritischen Rückfragen des Ausschusses verteidigen, im Anschluss wird dann darüber diskutiert und Änderungsanträge gestellt, außerdem hat der Ausschuss über die sogenannte „politische Liste“, die Möglichkeit, selbst Geld für Projekte oder ähnliches auszugeben.

So arbeitet Exekutive und Legislative also zusammen, um zu entscheiden wo wie viel Steuergeld hinfließt.

Am Nachmittag habe ich noch an einer Arbeitskreissitzung teilgenommen. Dort treffen sich die Abgeordneten einer Fraktion (bei meiner Hospitation die SPD) und beraten über verschiedene Themen, die in der nächsten Ausschusssitzung auf der Agenda stehen. Dabei habe ich mitbekommen, wie unterschiedlich die Meinungen bereits innerhalb einer Fraktion sind. Zwar verbindet sie eine politische Überzeugung, doch bei einzelnen Themen sind trotzdem oft vollkommen konträre Ansichten vertreten.

Dabei habe ich verstanden, Politik besteht eigentlich nur aus der Suche nach dem besten Kompromiss, begonnen bei der eigenen Meinungsbildung des einzelnen Abgeordneten durch eigene Recherche, Termine mit Betroffenen und Experten oder die allgemeine Unterrichtung durch den wissenschaftlichen Dienst des Parlaments, über die Meinungsverschiedenheiten in der Arbeitskreissitzung, bis zur Debatte im Ausschuss, bei der ich am Freitag auch dabei sein konnte.

Ich konnte erleben, wie ein Gesetzesentwurf entsteht und welche Gremien sich dann in welcher Weise mit diesem beschäftigen und das Wort „gesetzgebende Gewalt“ hat für mich einen praktischen Bezug bekommen.

Des Weiteren habe ich den Alltag einer Abgeordneten miterlebt. Zu diesem gehören nicht nur Sitzungstermine und Öffentlichkeitspräsenz , auch die eigene Arbeit zu Fragestellungen und Recherche, Ausarbeitung von Gesetzesvorschlägen und Reden und sogar Medienarbeit gehört dazu. Zu meiner dritten Frage, zu der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik hatte ich am Mittwoch noch einige Erkenntnisse. An dem Tag hatte die SPD eine Veranstaltung zum Thema Wasserstoff als Ersatz für fossile Kohlenwasserstoffe und in der Mobilität. Dazu waren Vertreter der Stahl- und Chemieindustrie, der Photovoltaikindustrie, der Forschungsabteilung von VW, der Lufthansa und eines Unternehmens für einen wasserstoffbetriebenen Zug eingeladen. Eine Lobbyismusveranstaltung also – auch bei diesem Thema musste ich mir eingestehen, übertriebene Vorurteile und falsche Vorstellungen vom Lobbyismus gehabt zu haben. Keine Spur von Abneigung gegen Umweltreformen oder Beeinflussungsstrategien bei den Industrievertretern.

Mein Fazit dieser Veranstaltung, die Wissenschaft und Wirtschaft haben die Lösungsansätze, was fehlt sind die konkreten politischen Rahmenbedingungen und die Akzeptanz in der Bevölkerung, dass Umweltschutz nur mit Umstrukturierung aller Lebensbereiche und einem gewissen Maß an Verzicht gelingt. Die Dringlichkeit dieses Themas für die Wirtschaft war allen Beteiligten wider meinen Erwartungen sehr bewusst.

Ich wurde von der SPD Fraktion sehr freundlich aufgenommen und hatte auch die Möglichkeit mit vielen verschiedenen Abgeordneten zu sprechen und in den Pausen auch zu den Themen mitdiskutieren. Ich hatte ähnlich wie in der Schule einen Achtstundentag den ich aber variabel etwas verkürzen oder verlängern konnte, je nach dem Terminplan vom Frau Hanisch aber auch meinem eigenen. Wen es also interessiert, wie politische Entscheidungen entstehen, was sich hinter den ganzen theoretischen Begriffen aus dem Politikunterricht verbirgt, was Politiker für Aufgaben haben und ob deine Vorstellungen sich bewahrheiten oder vielleicht auch nicht, dem empfehle ich auch eine solche Hospitation zu machen! Für mich war es eine sehr lehrreiche und bereichernde Woche, die nicht nur viele Fragen beantwortet und neue Blickwinkel geschaffen hat sondern mich auch, durch viele Gespräche mit Frau Hanisch und anderen Politikern, persönlich weitergebracht hat. ( Elena Voß)

Offener Brief von Schulvorstand, Schulleitung, Schülervertretern und Personalrat

Vor der Schulausschusssitzung am Donnerstag, den 12..11.19 gewinnt die öffentliche Debatte an Brisanz. Am 18.11. veröffentlichte die HAZ/NP im Lehrter Teil einen Artikel über eine Unterschriftenaktion gegen die Bebauung des Schützenplatzes und über eine Online-Petition (Siehe unten: Schützenplatz: SPD sammelt Unterschriften).

Die Schulgemeinschaft reagierte mit einem offenen Brief von Schulvorstand; Schulleitung, Schülervertretern und Personalrat an den Lehrter Bürgermeister. Hierüber berichtete die HAZ/NP am 21.11.19 (Siehe unten: Gymnasium fordert offene Debatte über Neubau)

Offener Brief:

In der HAZ/NP schrieb Achim Gückel am 21.11.19:

Gymnasium fordert offene Debatte über Neubau

Eine Schule protestiert: Brief an den Bürgermeister und Kritik an der SPD
wegen deren Unterschriftenaktion zum Erhalt des Schützenplatzes

Die Diskussion um den besten Kurs bei der Schulentwicklung in Lehrte Mitte spitzt sich zu. Einen Tag vor einer wegweisenden Sitzung des Schulausschusses zu dem Thema meldete sich erneut das Gymnasium zu Wort. In einem offenen Brief an Bürgermeister Frank Prüße (CDU) fordern Schulleitung, Personalrat, Schüler- sowie Elternvertretung einen transparenten und ergebnisoffenen Umgang mit den entscheidenden Fragen: Soll das Gymnasium komplett neu gebaut werden und kann das auf dem Schützenplatz geschehen? Oder soll die Schule an ihrem Standort an der Friedrichstraße erweitert werden?

Die Vertreter des Gymnasiums kritisieren in diesem Zusammenhang auch die Unterstützung der Kernstadt-SPD für die unlängst gestartete Onlinepetition und Unterschriftenaktion gegen eine Bebauung des Schützenplatzes. Das komme einer Festlegung auf eine der zwei Varianten gleich, noch bevor diese miteinander verglichen worden seien. Silke Brandes, Leiterin des Gymnasiums, sagt zudem, sie sei „weiterhin für eine Schule aus einem Guss und in einem Gebäude“, also für einen vollständigen Neubau. Der offene Brief sei ein erster Schritt, auf die bereits vor mehr als einem halben Jahr formulierte Meinung der Schule aufmerksam zu machen. „Wir werden uns die Sitzung des Schulausschusses anschauen“, sagt Brandes. Anschließend gibt es dann möglicherweise weitere vom Gymnasium initiierte Aktionen.

Im August hatte sich Lehrtes Rat einstimmig darauf geeinigt, dass in der komplizierten Frage nach Sanierung oder Neubau des Gymnasiums ein stichhaltiger Vergleich der Varianten her müsse. Es sollten Kosten und Folgewirkungen verglichen, mögliche Flächen für einen Neubau untersucht und auch Aussagen über Bauphasen und einen Fertigstellungstermin genannt werden. Um diese mittlerweile in der Stadtverwaltung erarbeitete Synopse soll es heute im Schulausschuss gehen. Erst danach wird entschieden.

Die SPD hatte allerdings erst nach dem Schützenfest im Juli betont, dass mit ihr eine Bebauung des Schützenplatzes nicht infrage komme. Und mittlerweile hat der frühere SPD-Ratsherr Hermann Buchholz eine Onlinepetition gestartet, in der er den Erhalt des Schützenplatzes fordert und damit einen Neubau des Gymnasiums an dieser Stelle ausschließt. Die SPD-Abteilung der Kernstadt unterstützt diesen Vorstoß und hat im Zuckerzentrum unlängst rund 150 Unterschriften zum Erhalt des Schützenplatzes gesammelt. Die Onlinepetition findet bislang 430 Unterstützer.

Die Vertreter des Gymnasiums pochen in ihrem offenen Brief nun auf „einen an Fakten orientierten“ und in Bezug auf die Kosten vollständigen und aussagekräftigen Vergleich. Denn das sei die „nahezu einzige Möglichkeit, Emotionen, vagen Vermutungen und öffentlichkeitswirksam vorgetragenen Befindlichkeiten entgegenzutreten“.

Die Schulvertreter äußern auch ihr Befremden, dass Sprecher von SPD und Die Linke in politischen Sitzungen bereits einer noch zu diskutierenden Variante, nämlich der Bebauung des Schützenplatzes, eine Absage erteilen. Auch die Unterschriftensammlung habe nun nur das Ziel, eine Variante zu streichen, bevor alle Fakten auf dem Tisch lägen.

Die Schulvertreter fordern Prüße nun auf, sich für einen offenen Vergleich der Varianten einzusetzen. Das Gymnasium als größte Schule der Stadt könne erwarten, dass „für Generationen von Schülern alles unternommen wird, eine Entscheidung zu finden, die neben finanziellen und kommunalen Kriterien auch pädagogisch-konzeptionellen und schulorganisatorischen Aspekten hohen Stellenwert einräumt“, heißt es in dem Brief an Prüße.

In der HAZ/NP schrieb Katja Eggers am 18.11.19:

Schützenplatz: SPD sammelt Unterschriften

Petition will Neubau von Gymnasium auf dem Platz verhindern

Bereits Hunderte Unterstützer

Der Schützenplatz muss Schützenplatz bleiben – dafür haben sich am Sonnabend etliche Lehrter ausgesprochen und sich im Zuckerzentrum in eine Unterschriftenliste der Kernstadt-SPD eingetragen. In zwei Stunden kamen dabei mehr als 150 Unterzeichner zusammen. Eine Onlinepetition mit der gleichen Forderung haben bisher rund 120 Unterstützer unterstützt.

„Es läuft gut, beide Listen füllen sich“, sagte der ehemalige SPD-Ratsherr Hermann Buchholz, der die Internet-Petition gestartet hatte. Zahlreiche Bürger hätten zudem Unterschriftenlisten mitgenommen, um sie in ihren Mietshäusern auszulegen. Mit ihren Unterschriften sprechen sich die Unterstützer gegen einen Neubau des Lehrter Gymnasiums auf dem Schützenplatz aus. Der Vorschlag war seinerzeit aus der CDU gekommen und soll am kommenden Donnerstag, 21. November, im Schulausschuss erörtert werden.

Die Bebauung des Schützenplatzes kommt auch für Wilfried Siekmann nicht infrage. „Mir liegt vor allem die Natur am Herzen, da sollen keine Bäume gefällt werden“, begründete der Lehrter seine Unterschrift.

Jessica Langmeyer sah die Sache ähnlich. „Ich möchte nicht, dass alles zugebaut wird“, betonte die Lehrterin. Darüber hinaus müsse der Schützenplatz auch weiterhin für Schützenfeste und andere Großveranstaltungen erhalten bleiben. „So ein Platz muss zentral liegen. Ich wüsste nicht, wo es in Lehrte eine alternative Fläche gibt“, erklärte Langmeyer.

Ekkehard Bock-Wegener, Vorsitzender der SPD-Abteilung der Kernstadt, betonte, dass ein Neubau des Gymnasiums auch deshalb unsinnig sei, weil es dafür gute Alternativen gebe. Die Ratsmehrheit aus SPD, Linken und Grünen favorisiert in der Debatte um die Entwicklung des Gymnasiums die Sanierung und Erweiterung der Sekundarstufe I auf dem bisherigen Grundstück an der Friedrichstraße.

Buchholz hofft, dass er bis zur Sitzung des Schulausschusses insgesamt 800 bis 900 Unterschriften zusammenbekommt.

Spielekisten für den Pausenspaß

Eine gute Idee wird weiterverfolgt: Bereits im dritten Jahr bekommt jede der 5. Klassen eine komplett gefüllte Spielekiste mit Bällen, Rückschlagspielen und Frisbees. In diesem Jahr konnten die Klassensprecherteams der sieben 5. Klassen am Dienstag, den 12.11. „ihre“ Kiste in der Pausenhalle abholen.

Für jede der Kisten griffen die Sponsoren von der AOK, der Brasserie Classico, vom Restaurant Bodega und vom Eiscafé Fantastico tief in die Taschen , um die 200 Euro Anschaffungskosten pro Kiste zu spenden. Den Rest übernahm der Förderverein des Gymnasiums. Vielen Dank an alle!

Die beiden Organisatorinnen Vivien-Isabel Ameling und Maybritt Rölz sehen ihr Konzept bestätigt, die Schüler zum Toben in den Pausen zu animieren. Vielleicht sind sie ja so in den Unterrichtsstunden ruhiger!

Die beiden Sportlehrerinnen und die glücklichen Schüler!
Eine gefüllte Pausensportkiste!

In der HAZ/NP schrieb Achim Gückel:

Spielekisten für die Pause

Der Pausenspaß steckt für die Fünftklässler des Lehrter Gymnasiums in Kisten. Die sieben Klassen des Jahrgangs haben am Dienstagvormittag jeweils einen großen Plastikbehälter voller Bälle, Frisbees und anderer Spielgeräte bekommen. Sie sollen die Kinder dazu animieren, sich in den Pausen zu bewegen und nicht nur abzuhängen. Denn Bewegung macht den Kopf frei und ist gesund. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den Spielekisten gemacht“, sagt Maybritt Rölz, Sportlehrerin und eine der Klassenleiterinnen im fünften Jahrgang. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Vivien-Isabel Ameling betreut sie die Spielekistenaktion, die jetzt schon im dritten Jahr hintereinander für die jüngste Jahrgangsstufe des Gymnasiums durchgeführt wird. „In den Pausen dürfen unsere Schüler ihr Handy nicht benutzen. Die Spielgeräte sind da sehr willkommen“, betont Rölz. Und noch einen Effekt hat das Projekt: Die Kinder müssen auf den Inhalt ihrer Kisten selbst achten und alle Geräte stets eigenverantwortlich wieder einsammeln. Rund 200 Euro kostet der Inhalt jeder Kiste. Die Anschaffung finanzieren Sponsoren. Das sind neben dem Förderverein des Gymnasiums auch die Krankenkasse AOK, die Lehrter Brasserie Classico, das Eiscafé Fantastico und das Restaurant Bodega. (Achim Gückel)

Auch in diesem Jahr den Wanderpokal beim Citylauf gewonnen!

Bereits zum dritten Mal in Folge konnte das Gymnasium Lehrte den Preis für die prozentual höchste Teilnehmerquote aller weiterführenden Schulen entgegennehmen. Kurz nach dem Citylauf besuchten Aurelia Sievers vom LSV, die für die Auswertung zuständig war,  und Sponsor des Wanderpokals Sven Goslar die Schule, um den Pokal an die aktiven Cityläufer zu übergeben. In diesem Jahr nahmen 246 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums teil, das entspricht einer Quote von über 20 Prozent an Teilnehmern. Zur Pokalübergabe am 5. November wurden die besten Läufer der jeweiligen Altersgruppen eingeladen.

Ganz links: Aurelia Sievers, Silke Brandes, Sven Goslar, Isabell Ameling, Christoph Gruber!

Wie geht es weiter mit Sanierung/Neubau – Schulausschuss tagt

Am Donnerstag, den 24.10.2019, tagte der Lehrter Schulausschuss in der Städtischen Galerie. Auch vom Gymnasium Lehrte waren eine Reihe Schüler, Lehrkräfte und Eltern zu diesem Termin gekommen, um Schulleiterin Silke Brandes zu unterstützen und aus erster Hand Informationen über den weiteren Ablauf zu erfahren.

Zunächst wurden zwei mögliche Konzepte für den Standort Lehrte Süd aufgezeigt, was durchaus interessant war, denn man konnte mal über den „Tellerrand“ schauen. Leider verzögerten Verfahrensfragen den Ablauf der Sitzung so, dass, als das Gymnasium behandelt wurde, schon einige Schüler den Veranstaltungsort verlassen mussten. Silke Brandes stellte sehr deutlich die Position des Schulvorstandes dar und plädierte dringend für die weitere parallele Betrachtung der Einzelsanierungen inklusive eines Neubaus der Sek I einerseits und eines Neubaus der kompletten Schule andererseits. Die Vorteile eines kompletten Neubaus seien für die Schule überzeugend und nicht unbedingt teurer. Abschließend gab Silke Brandes Impulse für die Nachnutzung der bisherigen Gebäude: Das Sek II-Gebäude wäre eventuell für die Stadtverwaltung interessant und für den denkmalgeschützten Teil der Sek I wäre der Bau von Eigentumswohnungen denkbar. (HAL)

Im öffentlichen Ratsinformations- und Bürgerportal der Stadt Lehrte können die Raumpläne abgerufen werden: Raumpläne

Katerina Jarolim-Vormeier berichtete in der HAZ/NP:

Streit ums Gymnasium

Schulausschuss uneins bei Standortfrage –

Leiterin favorisiert „Schule aus einem Guss“

Die Fronten sind verhärtet: Die kontroverse Debatte über Sanierung, Erweiterung oder einen möglichen Neubau des Lehrter Gymnasiums ist in der jüngsten Sitzung des Schulauschusses neu entflammt. Die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und Die Linke lehnten einen Neubau auf dem Schützenplatz kategorisch ab. Die CDU hingegen vertrat ihre bisherige Meinung, dass ein neues gemeinsames Gebäude die günstigere Variante darstelle. Auch das Gymnasium wünscht sich eine einteilige Schule. Ebenfalls noch nicht geklärt ist ein möglicher neuer Standort. Lediglich über das neue Raumprogramm gab es einen Konsens.

Die Verwaltung hatte eine überarbeitete Variante für die Sekundarstufe I und die Sekundarstufe II an getrennten Standorten vorgelegt. Dabei wurde deutlich, dass das Gymnasium dann einen zusätzlichen Flächenbedarf von 920 Quadratmetern hätte. Mit weiteren Verkehrs-, Technik-, und Sanitärflächen wären es sogar 1279 Quadratmeter mehr als in dem Entwurf vom März. Beim Raumprogramm für beide Jahrgangsstufen in einem Gebäude würden sich dagegen Synergien bezüglich gemeinsamer Räume ergeben: In Summe würden dann knapp 1500 Quadratmeter weniger benötigt.

Auf Nachfrage aus der Politik wurde zudem klar, dass das Gebäude der Sekundarstufe II an der Burgdorfer Straße auch eine weitere Etage bekommen könnte. „Eine Aufstockung ist möglich“, erklärte jetzt Werner Stakemann von der Gebäudewirtschaft.

Vertreter der Ratsmehrheit beharrten darauf, den Schützenplatz nicht zu bebauen. Maren Thomschke (SPD) sagte, dass das Schützenfest nicht an den Rand der Stadt verschoben werden dürfte, „wo dann keiner hinkommt“. Auch Christoph Lokotsch (Die Linke) forderte, den Hohnhorstpark in seiner jetzigen Form zu erhalten. CDU-Fraktionschef Hans-Joachim Deneke-Jöhrens dagegen sprach sich für die Neubauvariante aus. Ein Gymnasium an einem Standort sei vermutlich günstiger: „Das Forum aufzustocken ist nun möglich, aber wie teuer es wird, wissen wir nicht.“

Schulleiterin Silke Brandes machte deutlich, dass sich die Schulgemeinschaft eine „Schule aus einem Guss“ wünsche und sprach von „riesigen Raumproblemen“. Ein Neubau würde für alle kurze Wege und weniger Unruhe bedeuten. Auch die Variante, auf dem jetzigen Schulhof zu bauen, entspreche nicht ihrer Vorstellung: „Schon jetzt fehlt ein richtiger Schulhof.“ Darüber hinaus habe das Gymnasium immer mehr Schüler – mit steigender Tendenz.Der Standort auf dem Schützenplatz würde ohne eine Interimslösung möglich sein, sagte Brandes: „Die Verwaltung könnte in das Gebäude der Sekundarstufe II ziehen“, schlug sie vor. Die Schulleiterin monierte, dass die Verwaltung noch keine Lösungen parat habe. Diesen Einwand griffen die Politiker auf und beauftragten die Verwaltung, Vorschläge für eine Nachnutzung des gesamten Gymnasiums sowie mögliche andere Standorte für einen Neubau vorzulegen. Letztendlich sprachen sie sich einstimmig für das Raumprogramm aus. Allerdings solle je nach künftiger Standortbestimmung entweder das Raumprogramm für zwei separate Gebäude oder das Raumprogramm für ein gemeinsames Gymnasium zum Tragen kommen.

Podiumsdiskussion: “Mauern“ sprengen – Aufeinander zugehen

Der Besuch der israelischen Delegation im Rahmen des ersten Deutsch-Israelischen Schüleraustauschs zwischen der Atidim High School in Holon und dem Gymnasium Lehrte endete am 23. Oktober mit einer Podiumsdiskussion, die in verschiedenen Arbeitsgruppen vorbereitet wurde. So wurden Fragen erarbeitet, die die den Gästen Katja Demnig, Initiative Stolpersteine der Stiftung Spuren, Kirsten Fricke, Seelsorgerin im Kirchenkreis und Expertin für interreligiösen Dialog, und Eliah Sakakushev von Bismarck, künstlerischer Direktor der Villa Seligmann für jüdische Musik, durch eine Schülergruppe gestellt wurden. Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich unter künstlerischen Fragestellungen mit dem Verhältnis zwischen Israel und Palästina (s. Artikelbild).

In der HAZ/NP berichtete Katerina Jarolim-Vormeier über diese Veranstaltung:

Schulleiterin Silke Brandes (Zweite v. li.) und Lehrer Klaus Perk (rechts) begrüßen Eliah Sakakushev (v. li.), Kirsten Fricke und Katja Demnig. (Foto: Katerina Jarolim-Vormeier)

„Harte Grenzmauern soll es nicht geben“

Lehrter Gymnasiasten und junge Gäste aus Israel diskutieren im Hirschfeld-Forum

Neun Tage lang haben erstmals junge Israeli Lehrte im Rahmen eines Schüleraustausches besucht. Ein Höhepunkt des Austausches mit dem Gymnasium war am Mittwoch eine Podiumsdiskussion für die gesamte Oberstufe des Gymnasiums im Kurt-Hirschfeld-Forum. Das Thema der Veranstaltung lautete Mauern sprengen, aufeinander zugehen. Zu Gast waren Katja Demnig, Frau des Initiators des bundesweiten Projektes Stolpersteine, Gefängnisseelsorgerin Kirsten Fricke und Eliah Sakakushev von Bismarck, Cellist und Direktor der Villa Seligmann für jüdische Musik.

Schulleiterin Silke Brandes nannte als Anlass für die Diskussion den besonderen Besuch in der Stadt. In den Herbstferien habe man noch die Mauer zwischen Israel und Palästina in Augenschein genommen. Andererseits berichteten die Lehrter Gymnasiasten ihren derzeitigen Gästen nun von der Berliner Mauer, deren Reste sie auch bei einem Tagesausflug in der Hauptstadt sahen. Die Jugendlichen machten bei einem gemeinsamen Workshop mit. Und dabei entstanden das Konzept der Podiumsdiskussion sowie eine Skulptur aus Plastik, die zwei Menschen darstellt, die aufeinander zugehen – und die Mauer ist gefallen.

Von Katja Demnig wollten die Gymnasiasten und jungen Israeli wissen, wann und wie eigentlich das Projekt der Stolpersteine mit den Messingtafeln vor den Häusern während der Nazi-Diktatur deportierter Juden in Deutschland ins Rollen kam. Initiiert habe es ihr Mann Gunter vor 25 Jahren. Angefangen habe alles mit einem Dokument über im Jahr 1940 deportierte Sinti und Roma. Erst dann sei die Idee mit den Steinen gekommen, die in den Boden eingelassen wurden, sagte Demnig.

Viele Hausbesitzer hätten keine Stolpersteine vor ihrem Haus haben wollen, weil sie befürchteten, dass sie mit den Steinen in Verbindung gebracht werden, sagte Demnig. Aber die Steine sollten nicht anklagen, sondern erinnern. Eine weitere Frage richtete sich an den Cellisten Eliah Sakakushev-von Bismarck: Bringt die Musik Menschen zusammen? „Die Musik öffnet das Herz. Sie hat historische Wurzeln, aber richtet den Blick nach vorne“, lautete die Antwort. Musik sei Ausdruck einer internationalen Sprache.Kerstin Fricke, Seelsorgerin in der JVA Sehnde,berichtete von der Arbeit mit Menschen unterschiedlicher Religionen. Sie ist fest davon überzeugt: „Man versteht nur jemanden und seine Religion, den man kennt und dem man schon mal die Hand gegeben hat.“ Und selbstverständlich gebe es unterschiedliche Meinungen auch unter Christen, Muslimen und Juden. Respekt und Dialog brächten Menschen voran, ergänzte Katja Demnig.

Gabriele Gosewitsch schrieb im Marktspiegel folgenden Beitrag:

Rezepte für die Zukunft

Experten-Diskussion zur deutsch-israelischen Begegnung im Gymnasium

Verständnis und Völkerverständigung lauten die Ziele des derzeitigen Schüleraustauschs. 15 Schüler des Gymnasiums besuchten während der Herbstferien Israel, 13 Schüler aus Israel sind nun in Lehrte zu Gast. „Unsere Erlebnisse und Eindrücke sind so vielfältig, es ist kaum fassbar“, sagte Silke Brandes, Leiterin des Gymnasiums bei ihrer Rückkehr aus Tel Aviv. Gesprochen haben die Lehrter Schüler bei ihrem Aufenthalt sowohl mit den israelischen Gastgebern als auch mit Palästinensern. Ein Teilstück der 759 Kilometer langen Sperranlagen auf der Grenze zum Westjordanland wurde besichtigt. Der Furcht einflößende Mauerbereich beschäftigt die Schüler intensiv, so gezeigt im Reisevideo, das im Forum die Podiumsdiskussion in besonderer Weise einleitete.

Moderiert von Silke Brandes und Koordinator Klaus Perk, Lehrer für Englisch und Deutsch, stellten sich Katja Demnig, Initiative Stolpersteine der Stiftung Spuren, Kirsten Fricke Seelsorgerin im Kirchenkreis und Expertin für interreligiösen Dialog, und Eliah Sakakushevvon Bismarck, künstlerischer Direktor der Villa Seligmann für jüdische Musik, den Schülerfragen, die zuvor im Workshop erarbeitet wurden. Geschickt und klug zielten die Schüler mit ihren Fragen auf den wirklichen praktischen Nutzen der auf Völkerverständigung angelegten Arbeit der Podiumsgäste.

Keinen Raum für Platitüden gab es bei Fragen wie „Wie genau verbindet Musik die Kulturen?“ oder „Welche Kontroversen gab es im Haus der Religionen (Hannover) beim Zusammentreffen?“. Während Eliah Sakakushev-von Bismarck aufzeigte, dass es die offenen Fragen sind, die individiuelle Meinungsbildung fördert, berichtete Kirsten Fricke von Situationen, in denen Kontrahenten auch solche bleiben. Katja Demnig hofft, dass die Menschen nicht verlernen, aufeinander zuzugehen. Wenn der Respekt erhalten bleibe, könne das Nebeneinander von Religionen in einem Land gelingen, so ihr Plädoyer. „Wir glauben alle an einen Gott, tun es aber unterschiedlich, und das ist auch gut so. In jeder Religion ist das friedliche Miteinander die Vorgabe“, so Kirsten Fricke. „Jeder kann sich fragen, was man sein will und was die Heimat ist. Eine Stadt, ein Land? Will ich Europäer sein, oder Weltbürger?“ so die Gegenfrage von Eliah Sakakushev-von Bismarck. Er betont: „Schlimm ist, wenn man still ist und sich darauf verlässt, dass andere Vorgaben machen. Das Nachdenken, auch über kleine unauffällige Wörter wie Ausländer, ist wichtig.“ Auf die Schülerfrage nach der Beurteilung der Erinnerungskultur attestierte Eliah Sakakushev-von Bismarck: „Auch das ist eine außerordentlich gute Frage. Damit beschäftigen wir uns in der Villa Seligmann intensiv. Es geht nicht um die Erinnerungskultur, sonder Erinnerung muss Mittel für die Gestaltung der Zukunft sein.“

Während der Veranstaltung machte Melissa Ergün folgende Fotos:

Silke Brandes und Klaus Perk eröffnen die Diskussion.
Erste Beiträge aus der Schülergruppe
Ein Film über den Besuch der deutsche Delegation wird gezeigt.
Vorstellung der Gäste
Vorstellung der Gäste
Vorstellung der Gäste
Die Schülerinnen und Schüler stellen Fragen.
Ein beeindrucktes Publikum
Shalom Chaverim ist ein beliebtes hebräisches Lied.
Friede sei mit euch. Bis wir uns wieder sehen, möge Shalom (Friede) mit euch sein.

Neue Sekretärin in der Mittelstufe

Bereits vor den Herbstferien arbeitete Sarah Nolte ihre Nachfolgerin ein, bevor sie in Elternzeit ging. Nach den Ferien übernahm dann Susanne Laßner das Sekretariat der Mittelstufe. Die Schulgemeinschaft wünscht Sarah Nolte alles Gute und Susanne Laßner einen guten Start am Lehrter Gymnasium.

Lara Schulze (Q1) erreicht 4.Platz auf der Schach-WM in Mumbai

Die diesjährige Jugend-Weltmeisterschaft im Schach fand vom 1. bis zum 12. Oktober in der indischen Metropole Mumbai statt. Lara Schulze startete in der Altersklasse U18 Girls, da sie sich als Deutsche Meisterin hierfür qualifiziert hatte. Obwohl dies bereits Laras 6. Weltmeisterschaft war, ist es immer wieder aufregend an einem solchen internationalen Event teilzunehmen. Sie erreichte den 4.Platz, punktgleich mit Platz 3-6 und war sehr zufrieden mit ihrer Leistung! Es waren ca. 700 Spieler aus 65 Nationen dabei, davon in Laras Altersklasse 64 Spielerinnen. Gespielt wurden 11 Runden nach Schweizer System, das bedeutet, dass immer punktgleiche Spieler gegeneinander gelost werden.

Im folgenden Text schildert Lara ihre Eindrücke:

Dieses Jahr war der Druck besonders hoch, da ich aufgrund meiner hohen Ratingzahl in der Startrangliste auf dem 3. Platz stand. Trotzdem ist es auf internationaler Ebene meistens nicht so leicht die Ratingzahlen zu vergleichen, da es in Europa -speziell in Deutschland- sehr viele nach dieser Zahl ausgewertete Turniere gibt, während es in anderen Ländern, wie zum Beispiel dem Ausrichterland Indien, nur wenige gibt. Demnach sind deren Spieler oft unterbewertet. Dies zeigte sich gleich in der ersten Runde, in der ich gegen eine vermeintlich deutlich schwächere Inderin antreten musste und nicht über ein Remis hinauskam. Mit Siegen gegen eine Polin, eine Mongolin und eine Iranerin sowie Remisen gegen eine weitere Inderin und eine US-Amerikanerin stand ich aber nach 6 Runden wieder ganz vorne in der Tabelle. Danach folgte eine wichtige Partie gegen die polnische Meisterin mit genauso hohem Rating wie ich. Das besondere der Partie war, dass der Generalkonsul des deutschen Konsulats in Mumbai symbolisch meinen ersten Zug ausführte. Das war eine große Ehre für mich. Ich spielte eine wahre Glanzpartie und gewann das Spiel. Nun hatte ich mich endgültig in der Spitze festgesetzt. Nach dem freien Tag remisierte ich noch gegen eine Russin und eine Inderin. In der vorletzten Runde folgte das Duell gegen die erstgesetzte Favoritin Polina Shuvalova aus Russland, die sich bereits einen halben Punkt Vorsprung vor mir und ein paar anderen erarbeitet hatte. Leider verlor ich diese wichtige Partie und konnte sie nicht überholen. Jetzt hing alles an der letzten Runde: Verliere ich gegen die Chinesin, stehe ich am Ende maximal im oberen Mittelfeld, gewinne ich aber, habe ich durchaus noch eine Chance auf eine Medaille, habe aber zumindest mein Ziel unter die Top 6 zu kommen sicher erreicht. Ich spielte mit Schwarz eine scharfe Eröffnungsvariante, bewies, dass das Figurenopfer meiner Gegnerin inkorrekt war und gewann meine letzte Runde. Welch eine Erleichterung! Ich kam also am Ende auf 7,5 Punkte aus 11 Runden, genauso wie 3 weitere Spielerinnen. Die Zweitwertung, welche aus den Punkten der jeweiligen Gegnerinnen errechnet wird, entschied, dass ich auf dem 4. Platz landete, punktgleich mit Platz 3-6.  Ich hatte es also tatsächlich geschafft, mein Ziel zu erreichen.

Auf der Siegerehrung wurden die ersten 6 SpielerInnen der jeweiligen Altersklasse geehrt und erhielten eine Medaille. Dazu wurde immer die Nationalhymne des Weltmeisters gespielt. Bei mir siegte besagte Russin, die mir meine einzige Niederlage im gesamten Turnier zugefügt hatte. Es war ein tolles Gefühl für mich, mit der Deutschlandflagge auf der Bühne zu stehen, während die Nationalhymne gespielt wurde, auch wenn es nicht die deutsche Hymne war ; ).

Die Meisterschaft war hervorragend vom indischen Schachverband organisiert. Dies merkte man schon bei der atemberaubenden Eröffnungsveranstaltung. Es gab viele indische Tänze und Musiker zu bewundern, über Bollywood, Trommler, traditionelle Tänze zu Ehren der hinduistischen Götter Vishnu und Ganesha bis zu Popsängern war alles dabei. Dies war auch mit Abstand die herzlichste WM, die ich je erlebt habe. Die Inder sind alle sehr freundliche und höfliche Menschen.

Sehr viel Wert wurde bei diesem Turnier auf die Kontrollen bezüglich elektronischer Geräte gelegt, um Betrugsversuchen vorzubeugen. Handys und andere elektronische Geräte sind im Turniersaal strengstens untersagt, da man mithilfe einer Engine den besten Zug herausfinden könnte. Jeder Spieler wurde daher vor dem Betreten des Spielsaals mit Metalldetektoren abgescannt, zusätzlich auch nach jedem Toilettengang. Uhren jeglicher Art, Taschen und eigene Stifte waren verboten. Um den Überblick nicht zu verlieren, durften auch keine Zuschauer in den Saal, sondern konnten nur von außerhalb die live ins Internet übertragenen Partien verfolgen.

Gespielt und gewohnt wurde in einem sehr schicken 5*Hotel mitten in Mumbai. Außerhalb dieses Hotels habe ich während des Turniers nicht besonders viel mitbekommen, da meine schachliche Leistung nun einmal das Wichtigste bleibt. Denn eine Runde um 15 Uhr, welche 4 bis 5 Stunden dauert, bedeutet auch, dass vormittags etwa 4-5 Stunden Vorbereitung auf die Partie anstehen. Diese besteht darin, dass ich mir zunächst zusammen mit meinem Trainer die Partien meiner Gegnerin aus ihrer Datenbank anschaue. Danach wird spekuliert, welche Eröffnungsvariante sie wohl erwartungsgemäß spielen wird. Dazu überlegt man sich dann ein eigenes Konzept und analysiert diese Variante ca. 2 Stunden mit dem Computer und teilweise auch Büchern möglichst genau. Es folgen ungefähr weitere 2 Stunden, in denen ich die Varianten auswendiglerne, um möglichst schnell in eine vorteilhafte Stellung zu gelangen. Häufig kommt die gewünschte Variante aufs Brett, doch teilweise überraschen die Gegnerinnen mich auch und ich kann in diesem Fall meine 4 Stunden Vorbereitung nicht nutzen.

Am freien Tag konnte ich doch noch ein wenig die überfüllte Mega-Großstadt erleben. Mumbai hat ca. 25 Millionen(!) Einwohner, welches sich auch im Stadtbild wiederspiegelt. Die Busse und Züge sind so voll, dass unzählige Leute sich von außen an das Gefährt klammern oder auf dem Dach mitfahren. Das ist natürlich sehr gefährlich. Auch der Verkehr ist so chaotisch wie man sich nur vorstellen kann. Auf einer dreispurigen Straße tummeln sich teilweise fünf Autos nebeneinander und zusätzlich noch einige weitere Motorräder. Verkehrsregeln scheint es dort absolut keine zu geben: Wer am lautesten hupt, hat Vorfahrt! In den Taxis und Bussen werden die Koffer der Reisenden einfach oben auf dem Dach ohne weitere Befestigung transportiert. Das alles ist in Deutschland unvorstellbar.

Ein sehr verbreitetes Verkehrsmittel ist dort das Tuk-Tuk, auch Autorikscha genannt, welches eine Art Taxi darstellt. Ich fuhr oft vormittags eine Runde mit einem Tuk-Tuk, um eine kleine Pause zwischen meiner Vorbereitung zu haben. Da Tuk-Tuks keine Türen besitzen, hat man das Chaos hautnah mitbekommen, inklusive Staub und Abgase…

Eine Überraschung erlebte ich auch am „Gateway of India“. Auf dem großen Platz vor diesem Tor sprachen mich auf einmal mehrere Inder an, ob sie ein Foto/Selfie mit mir machen dürfen. Und das nur aufgrund meiner weißen Hautfarbe und blonden langen Haare. Als ich einwilligte, bildete sich eine große Gruppe, die ebenfalls alle ein Foto mit mir machen wollten. Ich wurde behandelt wie ein Star!

An dem freien Tag war außerdem in Indien ein Feiertag, an dem im Hinduismus gefeiert wird, dass der Gott Rama gegen den Dämon Ravan gewonnen hat. Daher konnten wir am Strand von Mumbai bei verschiedenen Zeremonien zuschauen. Dabei wurden riesige Stauen verehrt, dazu getanzt, geklatscht, gesungen. Sehr interessant!

Mumbai liegt übrigens in den Tropen: Es waren durchgängig über 35°C mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit, eben ein tropisches Klima.

Das Essen war recht gewöhnungsbedürftig. Es gab jeden Tag ein indisches Buffet, welches zum Glück nicht so scharf gestaltet war wie sonst in Indien üblich. Trotzdem bin ich grundsätzlich kein Fan des indischen Essens; einzige Ausnahme bildet das indische Brot namens „Bhakri“.

Meine Reise nach Indien hat sich wirklich gelohnt: Ich habe schachlich sehr gut abgeschnitten und zusätzlich noch viele Eindrücke in einem Land sammeln können, welches wirklich komplett anders ist als unseres.

Alle Schachbegeisterten des Gymnasiums Lehrte beglückwünschen Lara zu dieser außergewöhnlichen und hervorragenden Leistung!

Links:

Turnierhomepage
http://worldyouthchess.com/

Tabelle U18 Girls
http://chess-results.com/tnr470714.aspx?lan=0&art=1&rd=11&fedb=GER&turdet=YES&flag=30

Live-Partie auf Ches24 zum nachspielen:
https://chess24.com/de/watch/live-tournaments/world-youth-championship-2019-g18/7/1/2

Bericht auf ChessBase
https://de.chessbase.com/post/oktoberfest-in-mumbai
https://de.chessbase.com/post/die-jugend-greift-an-am-liebsten-den-koenig

Laras WM-Blog
http://sk-lehrte.de/blog.php?doc=12

Live-Partie auf Ches24 zum nachspielen:
https://chess24.com/de/watch/live-tournaments/world-youth-championship-2019-g18/7/1/2

Selfi vor dem Gateway of India in Mumbai
Runde 10:   Lara gegen Polina Shuvalova (Russland)
Deutscher Generalkonsul in Mumbai darf bei Lara den ersten Zug ausführen
Interview mit ChessBase-India Reporter Sagar Shah nach Runde 7
Siegerehrung U18w
Mumbai City
Mumbai City

Schüler zufrieden vom Schultheaterfestival in Halle zurückgekehrt

Die Sprachlernschüler sind zufrieden und glücklich von einer „wunderschönen Woche“ in Halle zurück nach Lehrte gekommen. Nadia schwärmt: „Wir waren wie eine Familie, wir haben zusammen gegessen, Spaß gehabt und viel gelacht.“

Eindeutiger Höhepunkt war für die Schüler die eigene Aufführung: „Wir waren so aufgeregt, aber alles ist gut gelaufen. Da waren nette Leute und die haben uns sehr viele nette Sachen gesagt.“, berichtet Maki. „Nach der Aufführung meinten die Zuschauer, dass wir sehr gut gespielt haben.“, erzählt Ayham sichtlich zufrieden.

Doch neben der eigenen Aufführung am Mittwoch vor etwa 250 Zuschauern haben die Schüler 12 weitere Stücke aus den unterschiedlichen Bundesländern gesehen und waren größtenteils sehr beeindruckt von dem Gesehenen. Außerdem sorgten verschiedene Workshops für ein straffes Programm.

Um das alles zu meistern, konnten sich die Schüler auf die Unterstützung von den beiden Studentinnen Taale und Johanne, von den Lehrkräften Frau Schrumpf und Frau Baranek sowie von zwei Scouts aus Halle verlassen. Nadia: „Die haben uns sehr geholfen.“

Für Poli war ein weiteres Highlight ein Tanzworkshop, aber auch, dass sie in der Woche viele unterschiedliche Leute aus ganz Deutschland kennengelernt hat.

Stolz, müde und glücklich werden die Schüler diese Woche wohl nie vergessen. Ayham geht sogar so weit zu sagen: „Das war die beste Woche meines Lebens.“

Poli, Nadia, Ayham und Maki (mit Herrn Wunderlich)

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In der HAZ/NP berichtete Katja Eggers über diese Veranstaltung:

Alle sind wie eine große Familie

Spachlernschüler des Gymnasiums haben Niedersachsen beim Schultheater der Länder vertreten

Lehrte/Halle an der Saale. Stolz, müde und sehr glücklich – so sind die 13 Sprachlernschüler des Lehrter Gymnasiums jetzt aus Halle an der Saale zurückgekehrt. Die Gruppe hat dort beim größten Schultheater-Festival Europas, dem Schultheater der Länder, in diesem Jahr das Bundesland Niedersachsen vertreten. Das Besondere: Der Theatergruppe von Lehrer Jonas Wunderlich gehören Jugendliche aus sieben verschiedenen Herkunftsländern an. Die meisten sind Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak, dem Sudan und Afghanistan.

Auf der Festivalbühne haben die Jugendlichen ein selbst erarbeitetes Stück aufgeführt, das viele ihrer persönlichen Erfahrungen widerspiegelt. Der Auftritt vor 250 Zuschauern war für die Gruppe das eindeutige Highlight ihrer Theaterreise. „Wir waren so aufgeregt, aber alles ist gut gelaufen. Da waren nette Leute und die haben uns sehr viele nette Sachen gesagt“, berichtet Maki. Auch Ayham ist mit dem Auftritt sehr zufrieden. „Nach der Aufführung meinten die Zuschauer, dass wir sehr gut gespielt haben“, erzählt der junge Syrer.

Mitschülerin Nadia ist begeistert, dass sie beim Festival so viele unterschiedliche Leute aus ganz Deutschland kennengelernt hat. „Wir waren wie eine Familie – wir haben zusammen gegessen, Spaß gehabt und viel gelacht“, berichtet Nadia.

Außer der eigenen Aufführung „raumdeutungen“ haben die Schüler beim Schultheaterfestival noch zwölf weitere Stücke aus den unterschiedlichen Bundesländern gesehen und waren davon größtenteils sehr beeindruckt. Darüber hinaus sorgten verschiedene Workshops für ein straffes Programm. Für Sprachschülerin Poli war vor allem der Tanzworkshop ein absolutes Highlight.

Begleitet wurden die zwölf- bis 18-jährigen Sprachlernschüler des Lehrter Gymnasiums von zwei Lehrerinnen und den beiden Studentinnen Taale Freese und Johanne Bellersen vom Studiengang Darstellendes Spiel der Leibniz-Universität Hannover, mit dem das Gymnasium kooperiert hat. Freese und Bellersen hatten mit Wunderlich und seinen Schülern am Gymnasium auch gemeinsam das Stück entwickelt und geprobt.Ziel des Theaterprojektes war neben der künstlerisch-ästhetischen Bildung auch die spielerische Vermittlung der deutschen Sprache. Die Schüler hatten am Lehrter Gymnasium zunächst eine Sprachlernklasse besucht. Mittlerweile gehen sie dort in Regelklassen. Die Woche beim Schultheaterfestival werden die zwölf Jugendlichen wohl nicht so schnell vergessen. Ayham kann für sich sogar sagen: „Das war die beste Woche meines Lebens.“

Müllsammelaktion der fünften Klassen

Am letzten Freitag vor den Herbstferien beteiligten sich wieder die fünften Klassen an der Säuberungsaktion des Stadtmarketings und der Firma AHA und befreiten das Umfeld der Schule inklusive des Stadtparkareals bis hin zum Lehrter See von Müll. Es wurde sogar der Autoschlüssel eines Daimlers gefunden.

Die 5 kli im Stadtpark

Eine der begleitenden Lehrerinnen, Juliane Zadow, berichtete: „Ich war mit den SchülerInnen der 5 kli und deren Paten im Stadtpark unterwegs. Bereits nach kurzer Zeit waren die Mülltüten gefüllt und wir mussten für Tütennachschub sorgen. Leider gab es insgesamt zu wenige stabile rote Müllbeutel von Aha. Die gelben Wertstoffsäcke sind für die Sammelaktion eher unbrauchbar, denn sie reißen viel zu schnell. Die SchülerInnen waren mit großem Eifer bei der Sammelaktion dabei und man muss ich wundern, was alles so im Gebüsch herumliegt. Schön war, dass die Paten mitgekommen sind und die Sammelaktion begleitet haben.“

Der Werkzeugkoffer war leider leer.
Die Klasse 5 kre vor der Schule!

Studien-Informations-Tage (SIT) als berufsorientierende Maßnahme

Am Donnerstag, 26.9., von 14 bis 17 Uhr und am Freitag, 27.9., von 9.30 bis 13.00 Uhr fanden die Studien-Informationstage in der Oberstufe im C-Trakt statt. In diesem Zeitraum kamen ehemalige Schülerinnen und Schüler unserer Schule zu uns und berichteten, wie es ihnen in ihren Bildungsgängen seit dem Abitur ergangen ist. Dabei gab es sehr bemerkenswerte Berichte, wie das Erreichen von Stipendiaten, FSJ-ler in Ghana, Ersatzdienst in Indosesien und AuPair in Amerika. Nach einer Pause im vergangenen Jahr – Es gab keine Q1, bedingt durch die Umstellung auf G9 – erweckten Christoph Gruber und Dr.Ralph Grobmann diese sinnvolle Veranstaltung wieder zum Leben.

In Zusammenhang der SIT-Tage soll unseren Oberstufenschülerinnen und -schülern ihr zukünftiges Ausbildungsfeld, die Hoch- oder Fachhochschule, mit ihren Anforderungen, Problemen und Ausbildungsmöglichkeiten in direkten Gesprächen und auf Augenhöhe von bereits Studierenden jeglicher Fächerkombination nähergebracht werden. In diesem Kontext sind auch Informationen zu beruflichen Ausbildungswerdegängen, Duales Studium, sowie auch alternativen Wegen, wie FSJ, Bufdi, (Fach-) Praktika, Au Pair, Work & Travel, ökologisches Jahr, etc. interessant und willkommen.

Unser Konzept zu den SIT sieht einen von den Ex-Schülern vorbereiteten, ca. 15-minütigen Kurzvortrag in Kleingruppen mit max. 15 TeilnehmerInnen vor, der als Grundlage für ein anschließendes Gespräch dienen soll. Der Vortrag darf gerne durch Medien wie auch PPT-Vorträgen unterstützt werden, muss aber nicht.

Die folgenden Fragen sind in diesem Zusammenhang als Leitfragen für den Vortrag zu verstehen, die von Seiten der SuS wiederholt an die Organisatoren  herangetragen wurden:

•          Welche Inhalte werden im Studiengang vermittelt?

•          Wie ist der Studiengang aufgebaut?

•          Welchen Anforderungen muss ich mich stellen?

•          Welche berufliche Chancen bietet der Studiengang?

•          Wie bewerbe ich mich?

•          Wie organisiere ich mich und wie ist die Uni organisiert?

•          Wo wohne ich? (Wohnungssuche, Räumlichkeiten)

Leon Rötting berichtete über den Auslandsaufenthalt in Ghana und über das Studium des Wirtschaftsingeneurwesens in Hannover
Katharina Lakisa berichtete über ihre Zeit als AuPair in Amerika und ihr derzeitiges Studium der Rechtswissenschaften/Jura in Hannover
Einige der Referenten vom Donnerstag

Müllvermeidung – Schülerfirma verteilt Trinkflaschen an den 5. Jahrgang

Die Schülerfirma des Gymnasiums Lehrte organisierte am 25.09.19 im Rahmen einer Jahrgangsversammlung des  5. Jahrgangs im Kurt-Hirschfeld-Forum eine öffentliche Verteilung von Trinkflaschen. Jede Schülerin und jeder Schüler erhielt eine Flasche. Organisiert wurde die Übergabe von Dr. Ralph Grobmann, Markus Bauer und Andrè Bien. Die Trinkflaschen sind wiederverwendbar und sollen helfen, den Plastikmüll am Gymnasium Lehrte zu vermindern. Auch die Sponsoren der Trinkflaschen von der Stadtwerke GmbH, der Bädergesellschaft, des Rotary-Clubs, der Kanzlei Menzel & Dr. Waldstein, der Arztpraxis Rosengarten, des Blumenhauses Pohl und des Italienischen Feinkosthandel „Lo Cicero“ waren anwesend.

Vor der Übergabe der neuen Trinkflaschen an die Fünftklässler trafen sich die Lehrer Markus Bauer (von links) und Ralph Grobmann mit den Sponsoren, Björn Rust (Stadtwerke GmbH), Eckhard Otto (Bädergesellschaft), Claus Wegener (Rotary Club) mit Schulleiterin Silke Brandes, Sponsor Andrea Lo Cicero und Schülern aus der Schülerfirma.
Es herrscht große Freude bei den Fünftklässlern. Alle wollen die Flaschen sinnvoll nutzen!
Die Flaschen mit dem Logo von New Energy, der Schülerfirma!

In der HAZ/NP berichtete Katja Eggers:

Klimaschutz: Fünftklässler bekommen neue Trinkflaschen

Aktion der Schülerfirma am Gymnasium Lehrte soll Plastikmüll vermeiden / Mehrere Sponsoren unterstützen das Vorhaben

Das Lehrter Gymnasium setzt sich weiter für Klimaschutz und Müllvermeidung ein. Nachdem sich vor einer Woche etliche Schüler dem weltweiten Protestmarsch der Fridays-for-Future-Bewegung angeschlossen hatten und mit Plakaten und Parolen durch die Lehrter Innenstadt gezogen waren, wartet die Schule nun mit einer neuen Aktion auf: In einer Jahrgangsversammlung im Kurt-Hirschfeld-Forum verteilten Vertreter der Schülerfirma kostenlos Trinkflaschen an alle Fünftklässler.

Die blauen Flaschen sind wiederverwendbar und spülmaschinenfest. Die Fünftklässler sollen sie täglich statt Ein- und Mehrwegflaschen aus Plastik benutzen und damit den in der Schule anfallenden Plastikmüll reduzieren. „Bügelverschluss öffnen, drücken, trinken, wieder auffüllen“, erklärte Lehrer André Bien, der die Schülerfirma zusammen mit seinen Kollegen Ralph Grobmann und Markus Bauer leitet. Zum Auffüllen ihrer Flaschen können die Schüler den Wasserspender in der Mensa benutzen. „Ihr könnt also mit den leeren Flaschen in die Schule kommen und sie hier auffüllen“, sagte Bien.

Grobmann betonte, dass die Flaschen nicht etwa geliehen, sondern ein Geschenk seien. Die Schüler können sie mit einem Namensaufkleber versehen. Möglich gemacht haben die Anschaffung mehrere Sponsoren. „Die Schule hat immer zu wenig Geld, deswegen mussten wir Geldgeber suchen“, erklärte Schulleiterin Silke Brandes. Die Sponsoren hatte sie zur Übergabe der Trinkflaschen gleich mitgebracht.

Größere Summen hatten die Lehrter Bädergesellschaft, die Stadtwerke und der Rotary-Club für das insgesamt mehr als 4000 Euro teure Projekt gegeben. Darüber hinaus wurde die Aktion zudem durch mehrere Kleinspenden finanziert.

Die Trinkflaschen sind das jüngste Projekt der Schülerfirma. Diese war im Jahr 2005 ins Leben gerufen worden und widmet sich mittlerweile vor allem dem Klimaschutz. Unter anderem hatte die Schülerfirma sich am Gymnasium für eine Fotovoltaikanlage auf dem Mensadach, Mülltrennung, Fahrradständer, Nistkästen und ein Blumenbeet starkgemacht.„Damit es der Welt wieder besser geht, müssen wir alle nachhaltig handeln und an einem Strang ziehen – und dazu brauchen wir auch eure Hilfe“, sagte Grobmann an die Fünftklässler gewandt. Die freuten sich riesig über die neuen Trinkflaschen. „Das ist eine super Idee“, sagte auch der zehnjährige Paul. Der Fünftklässler trennt zu Hause schon emsig Müll und achtet darauf, aus Gläsern statt aus Plastikbehältern zu trinken. In der Schule will er jetzt auch die wiederverwendbare Trinkflasche der Schülerfirma benutzen.

Im Marktspiegel schrieb Gabriele Gosewisch folgenden Bericht:

Einen Motivationsschub gab es nun für die jüngsten Gymnasiasten bei der Jahrgangsversammlung im Kurt-Hirschfeld-Form. Nachdem Schulleiterin Silke Brandes, Schulsozialarbeiterin Pascale von Rohr und Beratungslehrer Georg Pfeiffer aufzeigten, dass es auch bei Sorgen und Nöten Unterstützung gibt, setzten Schüler der höheren Jahrgänge ein Zeichen für die Gemeinschaft.

Mithilfe von Sponsoren haben sie als Mitglieder des schuleigenen Vereins „Schülerfirma New Energy“ für die Beschaffung von einheitlichen Trinkflaschen gesorgt und jedem Schüler eine solche geschenkt. „Mitmachen und stark sein, ist unser Motto für den Umweltschutz“, erklärte Ralph Grobmann. Zusammen mit seinen Lehrerkollegen Markus Bauer und Andre Bien kümmert er sich um die Unterstützung der Schülerfirma, die vor knapp 15 Jahren gegründet wurde. Seit 2008 widmen sich die teilnehmenden Schüler der Nachhaltigkeit, haben sich schon um große Projekte, wie die Installation der Photovoltaikanlage auf dem Schuldach, gekümmert. Aber auch kleine Projekte sind in der Schülerfirma wichtig. Zeichen für Konsumverzicht und Müllvermeidung sollen gesetzt werden.

„Man kann diese Trinkflasche täglich benutzen, leer mit zur Schule nehmen und in der Mensa mit Wasser auffüllen“, erklärte Andre Bien. Die finanzielle Unterstützung der Sponsoren, darunter die Stadtwerke GmbH, die Bädergesellschaft, des Rotary-Clubs, der Kanzel Menzel & Dr. Waldstein, der Arztpraxis Rosengarten, des Blumenhauses Pohl und des Italienischen Feinkosthandels „Lo Cicero“, soll sich lohnen. Ziel sei es, so der Hinweis von Ralph Grobmann, die Müllmenge in der Schule zu reduzieren.

Das Gymnasium Lehrte begrüßt neue Fremdsprachenassistentin

Das Gymnasium Lehrte hat wieder eine Fremdsprachenassistentin; sie heißt Rebecca Jarivs und stammt aus den USA. Die Englischfachgruppe freut sich über die Gelegenheit einen “native speaker“ begleitend im Unterricht einsetzen zu können.

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Wunderlichs Theatergruppe aus Sprachlernschülern beim Schultheater-Festival

Ein schöner Erfolg und große Anerkennung – Die Theatergruppe von Jonas Wunderlich besteht aus 13 Sprachlernschülern und sie nimmt momentan am Schultheater-Festival in Halle teil. Unterstützt wurde er beim Einstudieren des selbst entwickelten Stücks durch die Studentinnen Taale Freese und Johanne Bellersen vom Studiengang Darstellendes Spiel der Leibniz-Universität Hannover. Begleitpersonen in Halle sind Gabriele Schrumpf und Linda Baranek, die sich beide sehr engagiert um die Sprachlernschüler im Allgemeinen kümmern.

Über die Teilnahme beim Schultheater-Festival berichtete Katja Eggers in der HAZ/NP:

Lehrter vertreten Niedersachsen beim Schultheater-Festival

Flucht und Ankommen: Sprachlernschüler aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und dem Sudan bringen ihre eigenen Erfahrungen auf die Bühne

Von der kleinen Bühne in der Aula zum größten Schultheater-Festival Europas: 13 Sprachlernschüler des Lehrter Gymnasiums haben diesen Sprung geschafft. Sie dürfen als einzige Gruppe Niedersachsen beim Festival Schultheater der Länder 2019 vertreten. Sechs Tage lang präsentieren sich dort Schultheatergruppen sämtlicher Schulformen und Schulstufen aus allen 16 Bundesländern.

„Beworben haben wir uns im Mai – dass wir gleich auf Anhieb genommen wurden, hat uns selber überrascht“, sagt Lehrer Jonas Wunderlich, der die Theatergruppe betreut und das Theaterstück zusammen mit den Sprachschülern entwickelt hat. Kooperiert hat er dabei mit den Studentinnen Taale Freese und Johanne Bellersen vom Studiengang Darstellendes Spiel der Leibniz-Universität Hannover.

Entstanden ist ein Stück, in das die Erfahrungen der Sprachlernschüler eingeflossen sind. Diese sind zwischen zwölf und 18 Jahren alt, stammen aus sieben verschiedenen Herkunftsländern und sind größtenteils als Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und dem Sudan nach Deutschland gekommen. Am Lehrter Gymnasium haben sie zunächst eine Sprachlernklasse besucht, mittlerweile gehen sie dort in die Regelklassen. Das 30-minütige Theaterstück „raumdeutungen“ dreht sich um das Thema Ankommen.

Die Sprachlernschüler berichten von schönen Momenten, aber auch über Unsicherheiten und Ängste. „Es geht um unser Leben“, sagt Sprachlernschüler Ayham aus Syrien. Das Stück ist laut Wunderlich zudem eine Art theatrale Forschungsreise durch Lehrte und damit durch einen Wohnort, der die Schüler tagtäglich vor neue Herausforderungen gestellt hat. Szenen spielen unter anderem im Schwimmbad, im Supermarkt und im Klassenraum. Es gibt sowohl Monologe als auch Sprechchöre.

„Die Schüler geben in dem Stück viel Persönliches preis, und das auch noch in einer Sprache, die nicht ihre Muttersprache ist“, sagt Wunderlich anerkennend. Ziel des Theaterprojektes ist neben der künstlerisch-ästhetischen Bildung auch die spielerische Vermittlung der deutschen Sprache gewesen.Ihr Stück hat die Gruppe im Sommer schon einmal beim Theaterfestival „Jugend spielt für Jugend“  im hannoverschen Ballhof vor rund 80 Zuschauern aufgeführt. Beim Schultheater-Festival in Halle/Saale werden rund 300 Besucher anwesend sein. Für das Lehrter Gymnasium ist der Auftritt dort eine Premiere. Ein Wettbewerb sei die Veranstaltung jedoch nicht. „Es ist vielmehr ein zentraler Begegnungsort für die Schultheaterszene und ein Fachforum für Begegnungen und Austausch“, sagt Wunderlich. (Katja Eggers)

Gymnasium Lehrte erringt Doppel-Bronze im AOK-Laufabzeichenwettbewerb

Zum ersten Mal hatte das Gymnasium Lehrte zwei Tage vor den Sommerferien an dem AOK-Laufabzeichenwettbewerb teilgenommen, der gemeinsam mit dem Niedersächsischen Leichtathletikverband (NLV) ausgeschrieben wird. Auf Anhieb gelang zweimal der Sprung auf Platz 3, nämlich bei der Klassenstufe 5/6 und bei der Klassenstufe 7/8. Gemessen an der Gesamtpunktzahl liegen die Lehrter Schüler sogar in beiden Altersklassen in Führung, aber der Berechnungsmodus bezieht auch die Gesamtschülerzahl mit ein. Somit ergeben sich zwei dritte Plätze. Am Dienstag, dem 03.09. überreichten Janka Nebel, die Öffentlichkeitsbeauftragte der AOK, und Dr. Jürgen Teiwes, als ortsansässiger Vertreter des NLV, einer Abordnung von acht Teilnehmern zwei repräsentative Pokale. Die beiden Organisatorinnen des Laufes, Isabel Ameling und Maybritt Rölz konnten sich über zwei 150-Euro-Gutscheine freuen, die zur Anschaffung von Leichtathletikgeräten bestimmt sind.

Fast 21.000 Teilnehmer aus 187 Schulen erliefen 902.595 Minuten. Das ergibt bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 km/h die Strecke von Hamburg nach Garmisch-Partenkirchen und zurück.

Janka Nebel, die Öffentlichkeitsbeauftragte der AOK, und Dr. Jürgen Teiwes, in Lehrte als Mr. Citylauf bekannt, übergeben die Preise.

Isabel Ameling und Maybritt Rölz konnten sich über zwei 150-Euro-Gutscheine freuen.
Übergabe der Pokale an die Schüler!

Sieben neue 5. Klassen eingeschult

Am Gymnasium Lehrte wurden am Freitag, den 16.08.  knapp 190 Fünftklässlerinnen und Fünftklässler in der bunt geschmückten Sporthalle in der Schlesischen Straße in sieben Klassen eingeschult, darunter je eine Chor-, Literatur-, Forscher-, Europa-  und Klimaklasse sowie eine Kreative und eine Vitale Klasse.

Den von Religionskursen in Zusammenarbeit mit der evangelischen Markusgemeinde sowie der katholischen St.-Bernward-Gemeinde gestalteten Einschulungsgottesdienst besuchten bereits zahlreiche neue Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums. Ein Anspiel der älteren Schüler sowie Lieder und Wortbeiträge gaben den Fünftklässlern Kraft und Mut im Vertrauen auf Gottes Hilfe für den neuen Abschnitt ihrer Schulzeit mit auf den Weg.

Im Rahmen der auf den Gottesdienst folgenden Einschulungsfeier begrüßte Schulleiterin Silke Brandes die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler sowie deren Eltern. Sie nahm in ihren Worten Bezug auf aktuelle gesellschaftliche Themen und spiegelte diese auf das Schulleben. Dabei spannte sie einen Bogen vom Grundgesetzjubiläum über Menschenwürde bis zum Thema Mobbing und den Umgang miteinander in der Klasse.

Nachdem Beratungslehrer Georg Pfeiffer die 28 Paten und Streitschlichter für den neuen fünften Jahrgang vorgestellt hatte, stellte sich das Leitungsteam der Unterstufe mit Antje Wünsch, Kristina Ruschitschka, Christina Schulze und Thomas Schachschal vor und gab den gespannt wartenden Schülerinnen und Schülern die Einteilung der Klassen bekannt.

Musikalisch umrahmt wurden Gottesdienst und Einschulung von der Bläserklasse 8e und der Chorklasse 6c, die zusammen mit ihren Leiterinnen Ane Holmer und Kristina Ruschitschka bestens aufgelegt waren. Während die neu zusammengesetzten Klassen für ein erstes Kennenlernen und einige organisatorische Belange zusammen mit ihren Klassenlehrerteams und Paten in die Klassenräume zogen, hielt der Förderverein in der Mensa Kaffee und Kuchen für die Eltern bereit.

In der kommenden Woche finden Einführungstage für die Fünftklässler statt, in denen sich Schüler und Lehrer näher kennen lernen, die Schule erkundet wird und allmählich der reguläre Unterricht beginnt. (Thomas Schachschal)

 

Schulleiterin Silke Brandes begrüßt die Anwesenden!

Gespannte Erwartung bei Schülern und Eltern!

Frau Krüger als Elternratsvorsitzende wünscht viel Erfolg!

Die Patinnen und Paten aus dem 9. Jahrgang machen den Start angenehm.

 

Das Leitungsteam für die Klassen 5 und 6 begrüßt die neuen Schülerinnen und Schüler:  Kristina Ruschitschka, Christina Schulze und Thomas Schachschal und Antje Wünsch.

Die Klassenlehrkräfte Lena Busch und Markus Bauer erwarten “ihre“ Europaklasse.

Die Forscherklasse!

Die Lehrkräfte der Kreativen Klasse!

 

Die Einschulungen in Lehrte kommentierte Patricia Oswald-Kipper in der HAZ/NP:

Schülerzahlen: Boom am Gymnasium dauert an / 380 Erstklässler in Lehrte

 Für fast 400 Fünftklässler in Lehrte hat gerade der Unterricht in einer weiterführenden Schule begonnen – und das Gymnasium hat dabei erneut die mit Abstand größte Zahl von neuen Schülern aufgenommen. Mit 190 Fünftklässlern ist der Jahrgang so stark wie der im Jahr davor, er wird ebenfalls wieder in sieben Klassen aufgeteilt.

Für das Gymnasium stellt dieser anhaltende Boom noch kein Problem dar. Die Schüler kommen in Klassenräumen im Schulgebäude oder in zwei Containern auf dem Schulhof unter. „Die Raumfragen sind alle geklärt“, bestätigt Stadtsprecher Fabian Nolting.

Erst im nächsten Jahr wird es für die Stadt schwierig, genug Räume für den fünften Jahrgang im Gymnasium zu schaffen. Durch den Wechsel zum Abitur nach 13 Schuljahren wird es im nächsten Jahr keinen Abi-Jahrgang geben, der die Schule verlässt. „Wir bekommen dann mit den fünften Klassen einen kompletten Jahrgang hinzu“, sagt Schulleiterin Silke Brandes. Sie sieht im aktuellen Anmeldeverhalten einen allgemeinen Trend. 50 Prozent aller Grundschüler drängen aktuell aufs Gymnasium. Die Gymnasien veränderten sich aber auch mit dem Trend, sagt Brandes. So startet jede Klasse im Gymnasium inzwischen mit einem eigenen Profil. Das stärke den Gemeinsinn und damit das Sozialverhalten der Schüler.

Die Integrierte Gesamtschule (IGS), die zum zweiten Mal am Standort Lehrte-Süd einschult, hat bislang keine Raumprobleme. Sie ist in diesem Jahr mit 83 Anmeldungen wieder vierzügig. Auch dort bestätige sich der bisherige Trend, und das Anmeldeverhalten bleibe im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant, sagt Nolting.

Die Realschule am Schulzentrum Lehrte-Süd wird mit 69 Anmeldungen für die fünfte Klasse wie im vergangenen Jahr wieder dreizügig. Auch diese Schulform werde trotz der im selben Gebäudekomplex untergebrachten IGS weiter nachgefragt, sagt Nolting. Durch die auslaufende Hauptschule und die bereits geschlossene Berthold-Otto-Schule entsteht in Lehrte-Süd genug Platz, sodass beide Schulen weiter nebeneinander existieren können.

Steigenden Zuspruch vermeldet die im vergangenen Jahr neu gegründete Oberschule in Hämelerwald. Der neue fünfte Jahrgang wird bei deutlich mehr als 50 Kindern erstmals dreizügig. Die Schule werde gut angenommen. Die Zahlen zeigten, dass es in Lehrtes Osten einen großen Bedarf für eine eigene weiterführende Schule gebe, sagt Stadtsprecher Nolting.

 

 

Neues Schuljahr – neue Lehrkräfte

Drei neue Referendare und vier neue Lehrkräfte bereichern ab sofort das Kollegium des Lehrter Gymnasiums und helfen, eine verlässliche Unterrichtsversorgung zu sichern. Hinzu kommt eine Feuerwehrlehrkraft und eine vierstündige Abordnung an unsere Schule. Wir wünschen einen guten Start! Weiter lesen →

Der stellvertretende Schulleiter Manfred Filsinger verlässt Lehrte

Eine Ära geht findet ein Ende – Nach acht Jahren am Gymnasium und 13 Jahren an der BBS verlässt Manfred Filsinger Lehrte. In den vergangenen Jahren leistete er als stellvertretender Schulleiter unermesslich viel für das Lehrter Gymnasium. Auch die Fachgruppen Englisch, Geschichte und Darstellendes Spiel werden einen engagierten Kollegen vermissen. Legendär waren seine Aufführungen mit der Theater-AG oder mit den Kursen des Darstellenden Spiels. Das Artikelfoto stammt übrigens von einer pantomimischen Darstellung bei einer Verabschiedung. Manfred Filsinger übernimmt im neuen Schuljahr eine Schulleiterstelle an einem Gymnasium in Peine.

Zu Beginn der Sommerferien veröffentlichte die HAZ/NP einen umfangreichen Artikel über Manfred Filsinger:

„Lehrer zu sein ist meine Passion“

Manfred Filsinger war 21 Jahre lang Lehrer in Lehrte – und ist in der Stadt so bekannt wie der sprichwörtlich bunte Hund. Nun wechselt er ans Peiner Ratsgymnasium. Mit unserer Mitarbeiterin Katja Eggers hat er über 13 Jahre an der berufsbildenden Schule und acht Jahre am Gymnasium gesprochen.

Herr Filsinger, Sie verlassen Lehrte. Gehen Sie mit 57 Jahren etwa schon in den Ruhestand?

Nein, nein! Das wäre zu früh. Lehrer zu sein ist ja meine Passion. Ich werde zum 1. August Schulleiter am Ratsgymnasium in Peine. Am Gymnasium Lehrte war ich die vergangenen vier Jahre stellvertretender Schulleiter. Jetzt habe ich Lust, mal selber eine Schule zu leiten.

Sie wohnen doch in Hannover. Lag es da nicht näher, an eine hannoversche Schule zu gehen?

Ich habe mich bewusst für keine Schule in Hannover entschieden, weil ich die Trennung von Wohnort und Arbeitsplatz wichtig finde. Außerdem kann ich so meinen beiden Kindern aus dem Weg gehen (lacht), die gehen nämlich in Hannover zur Schule. Kurzfristig war auch mal eine Schule in Frankreich im Gespräch, aber das habe ich meiner Frau zuliebe dann doch nicht umgesetzt. Und jetzt wird es eben Peine statt Toulouse.

Sie haben aber schon mal im Ausland unterrichtet, richtig?

Genau. Ich war vier Jahre an einer deutschen Schule in Genua. Während meines Studiums habe ich als Deutschlehrer in London gearbeitet. Vor dem Referendariat war ich ein halbes Jahr lang Englischlehrer in Paris.

Und wie verlief Ihre Lehrerlaufbahn in Lehrte?

Von 1994 bis 2007 war ich an der Berufsbildenden Schule (BBS) Burgdorf-Lehrte beschäftigt, und zwar als Lehrer für Englisch, Geschichte und Darstellendes Spiel. Letzteres habe ich an der BBS erst als AG und später als Unterrichtsfach eingeführt. Die kleine Bühne in der Aula konnte ich damals mit der tatkräftigen Unterstützung durch den Leiter des Fachgymnasiums und den Hausmeister in der Aula aufbauen. Die Bühne des Gymnasiums im Kurt-Hirschfeld-Forum ist natürlich Luxus dagegen.

Die Theaterarbeit ist Ihnen immer wichtig gewesen.

Ja, sehr wichtig! Die Theaterarbeit hilft den Schülern, sich zu entwickeln, Selbstbewusstsein aufzubauen und die eigene Identität zu schärfen. Am Gymnasium habe ich die Theaterarbeit intensiv fortgesetzt, Darstellendes Spiel unterrichtet und drei Jahre die Theater-AG geleitet. Zuletzt haben wir Klassiker modernisiert. Die Inszenierungen waren bewusst sehr jugendnah gestaltet. Mit Jugendsprache und neuen Medien. In „Leonce und Lena“ haben wir mit einer parallel zur Theaterhandlung geführten Fernsehshow gearbeitet.

Sind Theater-AGs denn heute bei Schülern überhaupt noch gefragt?

Oh ja. Aber es wird immer schwieriger, Schüler zu motivieren, ins Theater zu gehen. Das haben wir auch bei unseren eigenen Stücken gesehen. Bei „Leonce und Lena“ hatten wir 250 Zuschauer. Vor zehn Jahren waren in den Schulaufführungen bis zu 1000 Leute.

Was hat sich sonst noch verändert?

Die Lehrer sind heute weniger konservativ und dafür offener für neue Medien, neue Unterrichtsmethoden und mehr Schülerbeteiligung. Ich selbst habe mich in den 21 Jahren ebenfalls verändert. Ich bin Schülern noch zugewandter, kann ihre Probleme und Nöte besser erkennen.

Was lag Ihnen besonders am Herzen?

Viel Herzblut ist in die Koordinierung der Sprachlernklasse geflossen, die es am Gymnasium fünf Jahre gab. Da hatten wir viele Kinder aus Osteuropa, Syrien und dem Irak. Vielen waren traumatisiert durch ihre Flucht. Ich fand es immer wichtig, diesen Kindern so viele Brücken wie möglich zu bauen, damit sie hier in Deutschland einen guten Start erfahren. Das Gymnasium hat diese Herausforderung gemeistert und auch selbst profitiert. Unsere Schüler haben gelernt, Verantwortung zu übernehmen, zum Beispiel als Paten für Flüchtlinge. Wir leben in einer Multikulti-Gesellschaft. Das sollte Schule abbilden – auch das Lehrter Gymnasium.

Was werden Sie in Lehrte vermissen?

Die kurzen Wege, die guten Einkaufsmöglichkeiten und die Ruhe einer Kleinstadt. Und die gute Zusammenarbeit mit Schulleiterin Silke Brandes, den Kollegen und natürlich mit den vielen netten Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern. Der Abschied fällt mir schwer. Für mich waren das hier wichtige Jahre. Und Lehrte habe ich in den vergangenen 21 Jahren richtig lieben gelernt.

(Katja Eggers – HAZ/NP)

 

Verabschiedungsmarathon am Schuljahresende

Kurz vor den Sommerferien verabschiedeten sich die Teilnehmer einer der längsten Dienstbesprechungen von sieben Lehrkräften. Die jeweiligen Fachgruppen organisierten witzige und teilweise melancholische Abschiedsrituale.

Silke Elend-Kentschke und Hans Ahrens gingen in den verdienten Ruhestand. Silke war nach ihrer Zeit in Laatzen sieben Jahre in Lehrte und versorgte besonders die jüngeren Schüler mit Unterricht in Mathematik und Sport. Ihre letzte Klasse dankte ihr ganz herzlich per Videobotschaft. Mit den beiden Fachgruppen waren bei ihrer Verabschiedung große Teile des Kollegiums mit „praktischen“ Geschenken im Einsatz.

Hans Ahrens war mit über 35 Jahren am Lehrter Gymnasium schon ein Teil des Inventars. In letzter Zeit kümmerte er sich verantwortungsvoll um die Schulbuchausleihe. Sein Auftreten erinnerte an Thomas Magnum von der Inselgruppe Hawaii. Gegen alle Erwartungen hat er dort noch nicht am Triathlon teilgenommen. Die Erdkunde- und Mathematikkollegen verlieren einen reichen Erfahrungsschatz.

Thomas Berg war zwar erst kurze Zeit an der Schule, hat sich aber durch seinen Einsatz um die Computer und um IServ fast unentbehrlich gemacht. Er wechselt an eine Hannoversche Schule.

Auch Frauke Bosse hatte sich unentbehrlich gemacht, nur unterstützte sie ihre Fachgruppen Chemie und Physik. Sie geht für einige Jahre nach Dublin. Die Fachgruppe Physik muss auch den Weggang von Dr. Olaf Kirfel nach Berlin beklagen.

Auch die Fachgruppen Französisch und Religion müssen mit einem Verlust leben: Caroline Lamker geht aus familiären Gründen nach Wolfsburg.

Die größte Lücke hinterlässt der stellvertretende Schulleiter Manfred Filsinger, der von den drei Hexen (Englischkolleginnen) aus Shakespeares Macbeth eindrucksvoll angerufen wurde. Auch die Fachgruppen Geschichte und Darstellendes Spiel ließen sich etwas einfallen. Manfred Filsinger geht nach den Ferien als Schulleiter an ein Gymnasium in Peine.